NACHRUF

Prien: Franz Heider stirbt mit 86 Jahren

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  • Anton Hötzelsperger
    vonAnton Hötzelsperger
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Mit Franz Heider vom gleichnamigen Priener Cafe verstarb nach kurzer schwerer Krankheit eine bekannte Priener Persönlichkeit.

Prien – Coronabedingt konnte er nur in aller Stille und im engsten Familienkreise zu Grabe getragen werden. Noch bis vor wenigen Wochen hatte er in seinem Familien-Unternehmen in der Backstube tatkräftig mitgeholfen.

Franz Heider war zusammen mit Ernst Reiter Mitbegründer des Priener Christkindlmarktes als Mitglied des damaligen Gewerbevereins. Einige Jahre war er auch Zweiter Vorsitzender des Gewerbevereins. Zudem war er viele Jahre lang Mitglied bei der Priener Liedertafel, bei der Priener Feuerschützengesellschaft sowie beim Priener Tourismusverein.

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Die Verabschiedung in der Katholischen Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ nahmen in ökumenischer Gemeinschaft Gemeindereferent Werner Hofmann und Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth vor. „Franz Heider lebte ökumenisch, nicht nur weil er im Schatten der Katholischen Pfarrkirche sein Café und seinen Arbeitsplatz sowie im Schatten der Evangelischen Christuskirche mit seiner Familie sein Wohnhaus hatte“, begann Pfarrer Wackerbarth seinen Nachruf.

Heider habe sich auch sehr über das christliche Zusammenwachsen in Prien gefreut. Franz Heider stammte ursprünglich aus Kolbermoor, bevor er nach Prien kam und dort zu einem geachteten Bürger geworden sei.

Mit dem Café Obermaier zur Selbstständigkeit

Werner Hofmann erinnerte an das Wirken von Franz Heider zum Wohle seiner Familie, seiner Kunden und seiner Heimatgemeinde Prien. Eine berufliche Ausbildung als Bäcker und Konditor erfuhr der Verstorbene in der Schweiz. Nachdem Franz und Gerda Heider nach ihrer Hochzeit im Jahr 1963 zuerst in Prien die vormalige Bäckerei Wagner gepachtet hatten, erfüllten sie sich im Jahr 1967 durch den Kauf des Cafés Obermaier den Traum der Selbstständigkeit.

Arbeitsintensive Jahre mit verschiedenen baulichen Verbesserungen und Erweiterungen standen dem Ehepaar Heider sowie Sohn Franz und Tochter Gerti mit den Enkelkindern Eva und Lorenz bevor.

Auch nach der Übergabe des Betriebes an seinen Sohn Franz war der Senior-Chef gerne und verlässlich in seiner Backstube helfend tätig. Zugleich aber genoss er mit seiner Frau Gerda Reisen, die sie unter anderem nach Amerika, Osttirol und Bad Wörishofen führten. Franz Heider, so Hofmann weiter, war ein Förderer der Priener Orgel, die zu seinen Ehren bei der Trauerfeier erklang.

Abschließend sagte der Gemeindereferent: „Franz Heider bleibt uns gemeinsam in Erinnerung, weil all seine Waren Grundlage für Schönes waren. Gott war immer mitten im Cafe Heider“. Der Evangelische Posaunenchor umrahmte die Trauerfeier auf dem Friedhof.

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