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Stiftungen spenden für Anschaffung

Prien: Ein eigenes Auto für die Haushaltshilfen der AWO

Autoübergabe bei coronakonformen Abstand (von links): Nadja Helmstreit-Karrenberg, Elke Flender-Back, Gerti Brandhuber von der Arbeiterwohlfahrt mit den Vertretern der Sponsoren Dr. Thomas Wrede, Peter Hirblinger und Manfred Reißner.
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Autoübergabe bei coronakonformen Abstand (von links): Nadja Helmstreit-Karrenberg, Elke Flender-Back, Gerti Brandhuber von der Arbeiterwohlfahrt mit den Vertretern der Sponsoren Dr. Thomas Wrede, Peter Hirblinger und Manfred Reißner.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Wenn die Mama sich den Arm bricht, dann geht auf einmal vieles nicht mehr. In solchen Situationen unterstützen oft Haushaltshilfen der Priener Arbeiterwohlfahrt Familien. Dank großzügigen Spenden bekommen sie nun ein eigenes Auto.

Prien – So lange alle gesund sind, funktioniert der Alltag. Was aber, wenn durch Unfall oder Krankheit plötzlich von einem Tag auf den anderen ein Mensch oder eine Familie in die Hilflosigkeit stürzt? Für diese Notsituationen bietet die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Prien den Dienst „Hauswirtschaftliche Betreuung“ an. Sponsoren haben nun tief in die Kasse gegriffen und ermöglichten den Kauf eines Autos.

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Knapp 17.000 Euro kostet das Neufahrzeug, mit dem die Haushaltshilfen, die kein eigenes Auto haben, künftig zu den Menschen fahren können, die ihre Unterstützung benötigen. Immerhin umfasst das Einzugsgebiet des Haushaltsdienstes auch Rimsting, Bernau und Bad Endorf.

Behinderte können bequem einsteigen

Die Priener AWO-Vorsitzende Elke Flender-Back, ihre Stellvertreterin Gerti Brandhuber und Nadja Helmstreit-Karrenberg von der Geschäftsstelle nahmen nun das neue Auto vor Kurzem vor der Alten Post am Bahnhof hoch erfreut von den großzügigen Spendern entgegen.

10.000 Euro steuerte die Emmy Schuster-Holzammer Stiftung aus Rosenheim bei. Stiftungsvorstand Manfred Reißner erklärte im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung, dass die Stiftung Menschen mit Behinderung unterstütze. Da das neue AWO-Fahrzeug auch Rollstühle transportieren und problemlos behinderte Menschen mitnehmen könne, sei das Geld gerne gegeben worden.

Lions-Club beteiligt sich

Weitere 4.000 Euro legte die Stiftung für häusliche Alten- und Krankenpflege des Lions-Clubs Prien dazu. Vorstand Dr. Thomas Wrede sagte gegenüber der Chiemgau-Zeitung, dass die Stiftung vor 15 Jahren in einer Zeit gegründet worden sei, in der die häusliche Versorgung alter Menschen nicht gesetzlich geregelt gewesen sei. Der Lions Club Prien wolle damit dauerhaft und langfristig Projekte unterstützen. Das geschieht aus den Erträgen des Stiftungskapitals von rund 250.000 Euro. Im vergangenen Jahr seien jeweils 4.000 Euro an die AWO, die Diakonie-Sozialstation und das Chiemseehospiz Bernau gegeben worden.

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Rund 3.000 Euro musste die AWO für ihr erstes Auto in der Geschäftsstelle aus eigener Tasche bezahlen. Prien ist der größte Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Rosenheim. Flender-Back erklärte bei der Übergabe, dass sie beim Kauf auf seitliche Schiebetüren geachtet haben, damit Behinderte problemlos einsteigen können. Die Flügeltüren hinten beim Kofferraum seien praktisch zum Beladen des Fahrzeugs, etwa für Einkaufs- und Lieferfahren. Innen ließen sich die Sitze umklappen.

30 Haushaltshilfen in Prien beschäftigt

Derzeit beschäftigt die AWO Prien 30 Haushaltshilfen, wie Nadja Helmstreit-Karrenberg von der Geschäftsstelle auf Nachfrage erklärt. Sie kommen aus unterschiedlichsten Berufen, etwa Erzieherinnen, aus der Kranken- und Altenpflege, vom Hotelfach, eine Fitnesstrainerin ist dabei und auch Rentnerinnen. „Wir suchen immer wieder engagierte und freundliche Haushaltshilfen mit Herz“, sagt sie. Interessierte können sich bei ihr im Büro melden.

Manchmal drei bis vier Anfragen pro Tag

In Notsituationen unterstützt würden derzeit 66 Kunden, führt sie weiter aus. Manche Wochen gebe es nur wenige Anfragen, dann wieder täglich drei bis vier.

So etwa eine junge Mutter, die die Treppe hinabstürzte und sich den Oberarm brach. Oder ein mitten im Leben stehender Mann, der mit 60 Jahren einen Schlaganfall erlitt und seitdem körperlich behindert ist. Eine 75-jährige Dame zum Beispiel habe laut Helmstreit-Karrenberg Hilfe benötigt, da sie ihren Haushalt nicht mehr alleine bewältigen könne.

Nachfrage hat die letzten Jahre enorm zugenommen

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Prien bietet den Dienst „Hauswirtschaftliche Versorgung“ für ältere, kranke und Menschen mit Behinderung seit 25 Jahren an, wie einem Informationsblatt zu entnehmen ist. Die Nachfrage habe in den vergangenen Jahren enorm zugenommen. Wer eine Haushaltshilfe benötigt, kann sich in der Geschäftsstelle unter der Nummer 08051/5152 melden. Im Rahmen eines Beratungsgesprächs werden Bedarf und Umfang ermittelt. Dann kümmert sich die AWO darum, welche Haushaltshilfe für den jeweiligen Fall am besten geeignet ist. Die Mehrzahl der Kunden benötigt laut AWO wöchentlich oder 14-tägig für eine Stunde.

Die Dienstleistung werde im Regelfall von der Kranken- oder Pflegekasse finanziert. Manche Kunden übernehmen die Kosten selbst.

Versorgung

Die Hauswirtschaftliche Betreuung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Prien umfasst laut Informationsblatt Service für eine ganze Familie, wenn zum Beispiel die Mutter erkrankt. Kindern sowie alte und erkrankte Menschen werden betreut. Der Dienst bietet überdies hauswirtschaftliche Versorgungsarbeiten, zum Beispiel Reinigungsarbeiten, Essen zubereiten und Wäschepflege. Weiter übernehmen die Haushaltshilfen Einkäufe und erledigen Besorgungen, begleiten zum Arzt, ins Krankenhaus oder zu Behörden. Ebenso gibt es bei der AWO Hilfe im Schriftverkehr.

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