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Steigende Energiepreise

Darum ist das Prienavera auch im Sommer auf Gas angewiesen

Trotz seiner offenen Architektur ist das Prienavera auch im Sommer auf die Versorgung mit Gas angewiesen.
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Trotz seiner offenen Architektur ist das Prienavera auch im Sommer auf die Versorgung mit Gas angewiesen.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Noch denken bei den mitunter tropischen Temperaturen wohl die wenigsten ans Heizen. Aber der kommende Winter naht. Und dann muss das Priener Erlebnisbad Prienavera wieder beheizt werden. Wobei es auch im Sommer den Energieträger Gas braucht.

Prien – Priens Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) könnte die Lage noch entspannt sehen. Schon die offene Architektur und das Foliendach des Prienaveras sorgen dafür, dass sich das Bad im Sommer quasi von selbst heizt. Und auch vertraglich habe man sich bei den Gaspreisen bis Ende kommenden Jahres abgesichert, wie Priens Bürgermeister sagt. Aber auf der anderen Seite ist dem Rathauschef auch klar, dass Papier im Zweifel geduldig ist.

Sprich: Sollte der Bund einen Gasmangel verkünden, geht Friedrich davon aus, dass die Schwimmbäder dann ohnehin schließen müssten. Und dass sich die Preise auf dem Gasmarkt derzeit drastisch nach oben entwickeln, zeigt sich schon beim Abschlag, den die Marktgemeinde für die Franziska-Hager-Schule zahlen muss. Waren es bislang 4.000 Euro pro Monat, hat sich diese Summe mit 12.000 Euro inzwischen verdreifacht. Und das, obgleich Prien den Energieträger über eine Einkaufsgenossenschaft ohne Zwischenhändler direkt von der Börse bezieht.

Bislang alles wie vereinbart

Inzwischen werden die Appelle seitens der zuständigen Bundesnetzagentur zusehends lauter, schon jetzt mehr Energie einzusparen. Städte und Gemeinden quer durch das Bundesgebiet ziehen schon den Stecker: Historische Gebäude bleiben unbeleuchtet, warmes Wasser wird abgestellt. Doch ganz so einfach geht das beim Prienavera nicht, wie der Rathauschef erklärt.

Denn durch die Leitungen für die Duschen des Bades müsse warmes Wasser fließen. „Schalten wir das Warmwasser komplett aus, droht eine Verkeimung“, erklärt Friedrich. Deswegen müsse man die Duschen mit einer gewissen Temperatur fahren.

Derzeit beobachte man die Situation auf dem Gasmarkt. „Bislang läuft alles wie vereinbart“, sagt der Rathauschef. Jüngst habe Prien eine Mitteilung des Gasversorgers bekommen, dass aktuell nicht mit Lieferschwierigkeiten zu rechnen sei. „Das ist aber auch für den Gasanbieter nur eine Momentaufnahme“, wie Priens Rathauschef sagt.

Den Markt weiter beobachten

So oder so musste die Priener Verwaltung bei ihren übrigen Liegenschaften schon teilweise umdenken. Im Rathaus, dem Chiemsee-Saal und dem Haus des Gastes sind Ölbrenner installiert, einige davon sollten ursprünglich durch Gasöfen ersetzt werden. Pläne, die inzwischen vom Tisch sind. Stattdessen denke man nun über Öfen nach, die mit Holzpellets oder Hackschnitzeln befeuert werden, um Wärme zu erzeugen.

Auch wenn es hier mit Blick auf die steigenden Holzpreise keinen wirtschaftlichen Vorteil gebe, wie Bürgermeister Andreas Friedrich schildert. Aber es biete eine gewisse Versorgungssicherheit.

Die Heizungsanlage des Prienavera muss auch im Sommer laufen, wenngleich mit weniger Leistung.

Am Ende bleibe aber nur, den Markt weiter zu beobachten, sagt Priens Bürgermeister. Und man müsse beobachten, wie sich die jüngst beschlossene Gasumlage preislich auswirke. Und wie lange ein „annähernd wirtschaftlicher Betrieb“ ob der Entwicklung noch möglich bleibe.

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