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CORONA-TESTMÖGLICHKEITEN IN PRIEN

Prien: Corona-Testkapazitäten jetzt erweitert

Auch ihr Betrieb läuft reibungslos: Loredana Dell‘Anna und Tobias Bach (hinten) in der dm-Teststation.
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Auch ihr Betrieb läuft reibungslos: Loredana Dell‘Anna und Tobias Bach (hinten) in der dm-Teststation.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Rege Nachfrage: Neben Arztpraxen und Apotheken bieten in der Marktgemeinde Prien vier Schnelltest-Stationen ihren Service an.

Prien – Seit März gilt in Bayern für alle Bürgerinnen und Bürger der Anspruch auf mindestens einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche. Hierfür gibt es auch in Prien zahlreiche Anlaufstellen, wie in Arztpraxen, Apotheken und mittlerweile in vier mobilen Teststationen. Dort haben wir vor dem Wochenende nachgefragt, wie die Testangebote angenommen werden.

Männer zögerlicher als Frauen

„Die meisten der Testwilligen sind gut gestimmt, wenn sie zu uns kommen“, erzählt Maria Pfaffinger. „Lustig wird’s immer, wenn Ehepaare sich testen lassen. Die Frau steckt den Abstrich emotional ganz gut weg. Aber (lachend) der Mann reagiert da etwas zögerlicher.“

Den Humor muss die 25-jährige Apothekerin pflegen, denn ihr Einsatz im Corona-Testzelt der Marien-Apotheke am Priener Marktplatz ist alles andere als einfach, wie sie im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung deutlich macht.

Schutzanzüge bei Hitze unangenehm

„Die meisten lassen die Prozedur entspannt über sich ergehen, anderen ist es furchtbar unangenehm. Aber dennoch halten es alle Testwilligen gut aus.“

Nach dem Nasenabstrich wertet Maria Pfaffinger die Probe im Testzelt vor der Marien-Apotheke aus.

Einiges aushalten muss auch Maria Pfaffinger: „Wir tragen einen speziellen Anzug, um unsere Kleidung zu schützen sowie eine FFP2-Maske, einen Schutzschild und Handschuhe.“ Bei höheren Außentemperaturen werde es dann recht unangenehm in dem Plastikanzug, „aber man gewöhnt sich dran, es wird zur Routine“.

500 Wattestäbchen

Den Testservice teilt sie sich in wechselnder Besetzung mit ihrem Chef, Dr. Clemens Reuther und ihrer Kollegin Eva Laxganger. In zwei Monaten haben sie mehr als 500 Testwilligen die Wattestäbchen in die Nase gesteckt. Nach etwa einer Viertelstunde steht das Ergebnis fest und wird dann direkt oder per E-Mail mitgeteilt. Maria Pfaffinger: „Positive Testergebnisse müssen wir mit allen Daten an das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weiterleiten; das ist auch Teil des Aufklärungsgesprächs.“

Die Abläufe mit Anmeldung, Aufklärung, Test und Ergebnisinformation sind auch in der Corona-Teststation vor dem dm-Drogeriemarkt in der Systemformstraße die Gleichen wie am Marktplatz. „Wir haben hier eine rege Nachfrage“, sagt Loredana Dell‘ Anna unserer Zeitung. „Die meisten sind froh, dass es die Möglichkeit hier gibt, sich testen zu lassen.“ Ihr Eindruck: „Es gab wohl bislang in Prien nicht genügend Testkapazitäten.“ Im Team funktioniere alles reibungslos, freut sich ihr Kollege Tobias Bach.

Beim BRK in Theorie und Praxis geschult

„Obwohl wir erst Anfang Mai hier gestartet sind, läuft es eigentlich sehr gut.“ Ihr einziges Problem sei die Anmelde-App, die hin und wieder gestört ist, „aber wir bekommen es auf die Reihe“.

Beide wurden beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) in Theorie und Praxis geschult und für die Corona-Testungen zertifiziert, wie sie erzählen. Latente Angst vor einer möglichen Ansteckung hätten sie nicht, betonen beide. „Bisher hatten wir hier keinen positiven Fall“, erklärt Dell‘ Anna, und Bach versichert: „Ich bin in dieser Hinsicht eigentlich relativ schmerzfrei. Zudem bin ich froh, dass ich in dieser Krise helfen kann.“

Neue Teststation in den Mesner Stub‘n

Diesen Eindruck vermittelt auch Stefan Sack, Team-Mitglied der seit wenigen Tagen neu eröffneten Teststation in Räumen der Mesner Stub‘n in Urschalling. „Wir hatten am Freitag, dem ersten effektiven Testtag, überraschend viele Online-Anmeldungen, aber auch spontane Anmeldungen von Bürgern, die unseren Hinweis an der Bernauer Straße gelesen haben und zu uns gekommen sind“, freut sich Sack. Bis zum Samstag hätten bereits über 50 Personen den Service am neuen Standort genutzt.

SIe koordinieren die Schnellteststation in Urschalling: Maya Inninger (rechts) und Stefan Sack.

„Geschult wurden wir von Mitarbeitern der Johanniter Unfall-Hilfe und eingewiesen von einem Arzt.“ Sie entnehmen laut Sack die Proben durch einen Nasen-Rachen-Abstrich, „wobei wir mit dem Wattestäbchen weit rein müssen. Die Reaktionen sind unterschiedlich, da gibt’s auch schon mal einen Niesanfall“. Bisher habe es keinen positiven Corona-Fall gegeben.

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