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26 GONDELN SCHWEBEN IN 40 METER HÖHE

Prien: Chiemsee-Blick vom Riesenrad aus

Saisonstart für das Fahrgeschäft auf dem Hafengelände der Chiemsee-Schifffahrt in Prien-Stock: Birgit und Michael Feßler (r.) sowie Riesenrad-Betreiber Maik Landwermann (Mitte).
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Saisonstart für das Fahrgeschäft auf dem Hafengelände der Chiemsee-Schifffahrt in Prien-Stock: Birgit und Michael Feßler (r.) sowie Riesenrad-Betreiber Maik Landwermann (Mitte).
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Dem blauen Himmel entgegenschweben und aus 38 Metern Höhe die Aussicht auf den Chiemsee mit seinen Inseln genießen – das ist ab sofort direkt am Priener Hafengelände im Ortsteil Stock möglich. Das Riesenrad „Caesar’s Wheel“ dreht wieder seine Runden und ist vorerst für die nächsten zwei Monate täglich von 10 bis 20 Uhr in Betrieb.

Prien – Mit summender Hydraulik und gemächlich setzte sich das Riesenrad zu seiner ersten Fahrt in Bewegung, in den langen Speichen blitzte das sich reflektierende Sonnenlicht auf. Nur ein paar Meter entfernt plätscherte der Chiemsee sanft ans Land, neben dem Bootssteg lag ein Boot der Chiemsee-Schifffahrt auf dem ruhigen Wasser.

Einmalige Aussicht aufs Bayerische Meer

Immer höher und höher schweben die 26 Gondeln nacheinander bis in fast 40 Meter Höhe hinauf. Von dort aus bietet sich eine einmalige Aussicht aufs Bayerische Meer, die es sonst so nah am Ufer nirgends gibt.

Das Wetter für diese Fahrt pünktlich zum offiziellen Startschuss hätte kaum schöner sein können. Birgit und Michael Feßler von der Geschäftsführung der Chiemsee-Schifffahrt sowie Riesenrad-Betreiber Maik Landwermann waren bei diesem Presse-Ortstermin die einzigen Gäste in den Gondeln.

Tausende Gondel-Gäste im vergangenen Jahr

Dass diese Ruhe nicht von langer Dauer sein wird, davon ist auszugehen. Im vergangenen Jahr war das Riesenrad zum ersten Mal im Priener Hafengelände aufgestellt worden und von Mitte Juni bis Ende August in Betrieb. Tausende Besucher haben laut Landwermann das Angebot genutzt, das sich als zusätzliche Attraktion in Prien erwies (wir berichteten).

Feßler erhielt in den zurückliegenden Tagen bereits drängende Anrufe, nachdem bekannt geworden war, dass das Fahrgeschäft vor einer Woche aus dem niedersächischen Asendorf (Landkreis Diepholz) angereist und aufgebaut worden war (wir berichteten): „Die Leute wollten alle wissen, wann es losgeht.“

Er selbst finde es sehr schön, dass die Attraktion wieder im Priener Hafengelände eingelaufen ist. Damit beginne in Zeiten von Corona wieder ein Stück Normalität.

Statiker gibt grünes Licht

Da sich der Standort in Ufernähe befindet, musste Feßler vergangenes Jahr mit dem Statiker vorab erst abklären, ob der Boden dem 100 Tonnen schweren Riesenrad standhalten kann. „Die Betonplatte ist für einen Autokran ausgelegt, der Schiffe aus dem Wasser heben kann“, schildert Feßler im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Das Gewicht des Riesenrads sei somit kein Problem.

Schwiegermutter erzählte von Ausflügen an den Chiemsee

Den Weg nach Prien fand das Riesenrad durch eine Anfrage von Landwermann. Er lebt mit seiner Familie in München und die Schwiegermutter habe oft von ihren Ausflügen an den Chiemsee erzählt, berichtet er. Die in Niedersachsen beheimatete Firma seines Bruders stelle schon seit zehn Jahren am Titisee im Schwarzwald ein Riesenrad auf – das Unternehmen besitze insgesamt drei. „Dann hab ich mir gedacht, warum soll das nicht auch am Chiemsee funktionieren“, so Landwermann.

Ungewöhnliche Anfrage

Kurzerhand schrieb er Feßler vergangenes Jahr ein E-Mail. „Da habe ich natürlich erst einmal dumm geschaut“, erinnert der sich lachend. Man bekomme nicht alle Tage eine solche Anfrage. Nach einem Treffen waren sich die beiden aber schnell einig geworden und der Erfolg gab ihnen trotz oder gerade wegen des ersten Corona-Jahres 2020 recht.

Die Chiemsee-Schifffahrt fährt laut Feßler übrigens seit drei Wochen wieder nach ausgedehnterem Sommerfahrplan. Ob das Riesenrad zusätzliche Besucher ins Priener Hafengelände lockt, vermag er nicht zu beurteilen. Immerhin ist das Ausflugsziel Chiemsee immer begehrt und sehr gut besucht.

Betreiber hofft auf Verlängerung

Eine Tatsache, die Riesenrad-Betreiber Landwermann sehr gut versteht: „Meine Frau und ich sind sehr gerne hier.“ So hofft er nicht nur aus geschäftlichen Gründen, dass er nach den zwei Monaten die Stellzeit noch verlängern kann.

Das Hygienekonzept sieht Maskenpflicht und Abstandsregeln vor, pro Gondel sind Angehörige eines Hausstands vorgesehen. Die Gondeln werden nach jeder Fahrt gereinigt. Ein Test oder eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

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