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Interview mit Priener Büchereimitarbeiterin

Spannende Bücher für den Sommer: Darum geht der Trend zur leichten Lektüre

Eine vielfältige Mischung an Literatur für den Sommer präsentiert Monika Zech vor der Priener Bücherei.
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Eine vielfältige Mischung an Literatur für den Sommer präsentiert Monika Zech vor der Priener Bücherei.
  • Jens Kirschner
    VonJens Kirschner
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Auch im Sommer steht die Ausleihe bei der Priener Bücherei hoch im Kurs. Dabei geht der Trend augenscheinlich besonders zur leichten Lektüre.

Prien – Trotz hoher Temperaturen erfreut sich die Bücherei der Marktgemeinde Prien nach wie vor vieler Besucher. Deren Mitarbeiterin Monika Zech sprach mit den OVB-Heimatzeitungen über die aktuellen Lesetrends und welche Lektüre sich für einen Sommernachmittag am Chiemsee-Ufer empfiehlt.

Heuer erleben wir wieder einen besonders heißen Sommer. Warum sollten die Leute eher zum Buch greifen, als sich vielleicht im Chiemsee abzukühlen?

Monika Zech: Lesen macht glücklich. Das ist der wichtigste Grund. Es lässt einen in Fantasie abtauchen und Abenteuer erleben. Bücher bereichern das Leben und stärken die Seele. Es spricht aber natürlich nichts dagegen, auch am Strand zu lesen. Man kann anschließend ja immer noch ins Wasser hüpfen.

Gibt es denn eine spezielle Lektüre, welche Sie für angeregte Stunden am Chiemsee-Strand empfehlen würden?

Zech: Es gibt wieder ein neues Buch von Ina May, „Schatten über Frauenchiemsee“ – ein Kriminalroman. Oder das Buch „Chiemseesommer“ von Franziska Blum. Und es gibt eine junge Leserin, die selbst ein Buch geschrieben hat. Eines, das auch tatsächlich von einem Verlag veröffentlicht wurde: „Tödliches Chiemgau – Mord auf Rezept“ von Lena Köpl. Das sind meine drei Empfehlungen für die Region rund um den Chiemsee.

Mit Blick auf die hohen Temperaturen – wie hoch ist noch der Ansturm auf die Priener Bücherei oder sind die Nutzerzahlen inzwischen zurückgegangen?

Zech: Wir verzeichnen noch immer einen großen Ansturm. Der August ist einer unserer stärksten Monate. Natürlich fahren die Leute in den Urlaub, es bleiben aber auch viele zu Hause. Wir haben ganz viele Familien, die sich mit Literatur, aber auch mit Spielen eindecken. Nachmittags haben wir manchmal eine kleine Flaute. Die wird dann in der Früh und abends locker wieder reingeholt.

Gibt es irgendwelche Trends, bei denen Sie sagen, das wird besonders stark nachgefragt?

Zech: Bei den Kindern würde ich sagen die Serien „Alea Aquarius“ oder „Die geheime Drachenschule“. Vor allem „Die Schule der magischen Kinder“ ist ganz groß im Kommen. Bei unseren Jugendlichen und Teenies ist die Buchreihe die „Bridgertons“ von Julia Quinn sehr gefragt.

Und welche Trends gibt es bei den Erwachsenen?

Zech: Ich denke, dass der Trend eher zur leichten Lektüre geht. Die Zeiten sind ja auch nicht so rosig, und die Leute fragen immer nach etwas Schönem. Also eher weniger nach dramatischen Büchern über Krieg zum Beispiel. Was natürlich auch immer funktioniert, sind Krimis und Thriller.

Welche Bücher sind für Sie in diesem Jahr besonders empfehlenswert?

Zech: Da wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war „Der Markisenmann“ von Jan Weiler – eine Vater-Tochter-Geschichte mit vielen Familiengeheimnissen. Eine Erzählung, die mich sehr beeindruckt hat. Ein anderer schöner Familienroman ist „Das eiserne Herz des Charlie Berg“ von Sebastian Stuertz. Eine Geschichte, die in den frühen 90ern spielt und mich richtig gefesselt hat. Mit mehr als 700 Seiten ein richtig schöner Schmöker. Aber ein Buch, das mich wirklich sehr beeindruckt hat, ist „Hier geht’s lang“ von Elke Heidenreich. Eine wunderbare Lese-Autobiografie der Autorin. Das Buch hat mich auch dazu gebracht, über meine eigene Lese-Vergangenheit nachzudenken. Ich kann nur jedem empfehlen, sich auf dieses Erlebnis einzulassen.

Zu welchem Schluss kommt man beim Nachdenken über die eigene Lese-Vergangenheit?

Zech: Das ist die große philosophische Frage (lacht).

Gibt es bei Ihren Nutzern eine Grenze beim Seitenumfang der Bücher oder heißt es: je dicker, desto besser?

Zech: Ich glaube nicht, dass es an der Dicke des Buches hängt, ob es seine Leser findet. Aber es gibt durchaus Leute, die lieber ein schmales Exemplar in der Hand halten und lesen. Das ist dann auch nicht so schwer (lacht).

Wobei es mit elektronischen und Hörbüchern ja durchaus leichtgewichtige Konkurrenz gibt. In welche Richtung geht der Trend?

Zech: Jene Leute, die zu uns in die Bücherei kommen, wollen ja auch meist ein gedrucktes Buch haben. Für den Urlaub ist ein elektronisches Lesegerät sicher mal ganz praktisch, wenn man 20 Bücher auf einmal mitnehmen kann. Aber eigentlich sehe ich sowohl in den elektronischen Büchern als auch bei den Hörbüchern keine Konkurrenz zum gedruckten Buch.

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