Bürgermeister gibt Entwarnung

Prien: Betreuungssituation hat sich entspannt - alle 368 Vorschul-Kinder sind untergebracht

429 Betreuungsplätze für Kinder im Vorschulalter bieten die örtlichen Einrichtungen zusammen. Die Grafik zeigt, wie sich die Plätze zum Stichtag 1. Oktober nach Angaben der Gemeinde verteilt haben und wie viele Priener Kinder dort betreut werden. In den meisten Einrichtungen werden auch Kinder von Eltern aus anderen Gemeinden betreut, wenn die Eltern zum Beispiel in Prien arbeiten.
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429 Betreuungsplätze für Kinder im Vorschulalter bieten die örtlichen Einrichtungen zusammen. Die Grafik zeigt, wie sich die Plätze zum Stichtag 1. Oktober nach Angaben der Gemeinde verteilt haben und wie viele Priener Kinder dort betreut werden. In den meisten Einrichtungen werden auch Kinder von Eltern aus anderen Gemeinden betreut, wenn die Eltern zum Beispiel in Prien arbeiten.
  • Dirk Breitfuß
    vonDirk Breitfuß
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Die Betreuungssituation für Kinder in Prien hat sich nach Einschätzung des Bürgermeisters entspannt. „Wir konnten durch den neuen Kindergarten in Modulbauweise alle Anfragen befriedigen“, berichtete das Gemeindeoberhaupt im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung.

Prien – Wie aus einer Statistik hervorgeht, die Bürgermeister Andreas Friedrich bei der ausgefallenen Bürgerversammlung präsentieren wollte, werden momentan 368 Priener Kinder in den Einrichtungen betreut, 30 von ihnen außerhalb der Marktgemeinde. Demnach gibt es in den mittlerweile neun örtlichen Einrichtungen jetzt 429 Plätze.

In seiner ersten Arbeitssitzung dieser Legislaturperiode Ende Mai hatte der neuformierte Marktgemeinderat unter großem Zeitdruck die Weichen für einen zweigruppigen Containerkindergarten mit 50 Plätzen auf dem Parkplatz beim König Ludwig Saal gestellt. Damals lagen im Rathaus rund 40 Anmeldungen von Eltern vor, für deren Nachwuchs es keine Betreuungsplätze gab.

Warten auf Neubau in Wildenwart

Die Diakonie, deren Personal sich um die Mädchen und Buben dort kümmert, taufte die Container-Lösung auf Zeit „Prievena“. In zwei Jahren soll in Wildenwart in interkommunaler Zusammenarbeit der Nachbargemeinden Prien und Frasdorf ein fünfgruppiger Kindergarten stehen. Die Kosten von geschätzten 3,8 Millionen Euro wollen sich die beiden Kommunen teilen.

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Friedrich versucht derweil, Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten auszuloten. Ich habe auch schon Gespräche mit der katholischen Kirchenverwaltung geführt, ob es noch Möglichkeiten gäbe, im Kindergarten St. Irmingard eine Gruppe aufzustocken. Und man muss überlegen, ob man die am Kindergarten Marquette die auch in Modulbauweise errichtete Gruppe möglicherweise für die Zukunft baulich dauerhaft darstellt“, führt das Gemeindeoberhaupt aus. „Wenn diese ganzen Maßnahmen dauerhaft umgesetzt werden und abgearbeitet sind, sehe ich persönlich das Soll für den Markt Prien definitiv erfüllt.“

Der provisorische Kindergarten Prievena neben dem König Ludwig Saal hat inzwischen auch einen ansehnlichen Spielplatz.

Die Kinderbetreuung lässt sich der Markt Prien einiges kosten. Nach Angaben aus den Unterlagen für die Bürgerversammlung summieren sich Investitionen und Verwaltungsausgaben heuer auf 2,64 Millionen Euro. Nach Abzug der Zuschüsse wendet der Markt Prien im Jahr allein 1,54 Millionen Euro für Kindertagesstätten auf. „Jeder Euro ist gut angelegtes Geld“, betont Friedrich. „Wir sind auch stolz auf unsere Vielfalt, die wir anbieten können. Dafür nehmen wir das Geld gerne in die Hand. Nur kommt man als Gemeinde irgendwann an die Grenze dessen, was noch leistbar ist.“

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Mit katholischem und evangelischem, Waldorf- und Waldkindergarten sowie Waldorfkrippe, Caritas-Kinderhort Wirbelwind und Spielstube des Sozialdienstes katholischer Frauen ist die Auswahl für Eltern groß.

Heuer wurde sdie Palette um den Kindergarten „Prievena“ und eine sogenannte Großtagespflege des Roten Kreues ergänzt.

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