Prien: Bahnübergang „Harasser Straße“ öffnet erst kurz vor Ostern

Eigentlich sollte der Bahnübergangseit Ende März offen sein, doch die signaltechnische Anbindung ans Stellwerk dauert länger als geplant. Berger

Geduld mussten bisher und müssen auch weiterhin noch die Verkehrsteilnehmer aufbringen, wenn sie den Bahnübergang an der Harasser Straße in Prien befahren wollen. Die Öffnung Ende März klappte nicht. Die Sperrung hat weiterhin Bestand. Die wichtige Entlastungsstraße von der Bernauer Straße abzweigend, nach Stock soll jetzt nach Angaben der Deutschen Bahn“in den nächsten Tagen erfolgen“.

Prien – Ein Sprecher erklärtegegenüber unserer Zeitung, wurden die Bauarbeiten direkt am Bahnübergang Harrasser Straße wie geplant bis zum 31. März abgeschlossen. „Verzögerungen gab es jedoch bei der signaltechnischen Anbindung des Bahnübergangs an das neue Elektronische Stellwerk in Prien“, so der Bahn-Sprecher. Und weiter: „Wir gehen davon aus, den Bahnübergang in den nächsten Tagen wieder für den Straßenverkehr öffnen zu können.

Übergang seit November gesperrt

Seit November vorigen Jahres ist der Bahnübergang an der Harasser Straße, über die wichtige Verbindungsstrecke München-Salzburg gesperrt. Er soll völlig neu gestaltet werden. Als eines der wichtigsten Kriterien war, das für die Fußgänger ein eigener Weg, abgetrennt von der Straße und mit einer eigenen Schrankenanlage gebaut wurde.

Am Dienstag, 31. März, sah es so aus, als ob der Eröffnung am nächsten Tag nichts mehr entgegenstehen würde. Die beteiligten Firmen waren nur mehr mit restlichen Erdarbeiten im Bereich der Anlage beschäftigt.

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Der Bahnübergang und auch Straße und Gehweg sahen auch vollkommen fertiggestellt aus, wobei allerdings nur noch die Montage der Schrankenbäume für die Straße und den Gehweg fehlten. Doch mit Erstaunen stellten Autofahrer und Fußgänger seit her fest: Der Bahnübergang ist immer noch gesperrt. Vor Ort hieß es, dass die Anlage erst offiziell abgenommen werden müsse. Dies soll in der nächsten Woche durch das Eisenbahn-Bundesamt als aufsichtsführende Behörde für die DB geschehen. Der Prüfer solle dazu sogar aus Berlin kommen, wurde mitgeteilt. Auf jeden Fall solle gewährleistet sein, dass der Bahnübergang am Gründonnerstag, wieder befahrbar sei.

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Allerdings ist der Verkehr auf Grund der Corona Krise und der damit auch verbundenen Schließung der Chiemsee-Schifffahrt wesentlich geringer als sonst üblich zu Ostern. Allerdings hatte es in der Vergangenheit zwar immer wieder Schließungen des Bahnübergangs wegen Reparaturarbeiten gegeben. Eine so lange Sperrung gab es aber noch nie. Zu vermuten ist, dass es darüber auch Wutbürger gegeben habe, denn vor der Ortschaft Harras wurde die Benachrichtigungstafel über die Sperrung zum Teil herunter gerissen. Die Arbeiten am Bahnübergang Harrasser Weg und drei weiteren in Bernau (Weißham/Seestraße und Hittenkirchen/Bauerlbach) sowie Grassau (Eichetstraße) waren notwendig, weil die Stellwerkstechnik in diesem Streckenabschnitt modernisiert wurde. Um die Leistungsfähigkeit der Strecke zu erhöhen, werden die Blockabstände verkürzt und der Streckenabschnitt künftig komplett vom Stellwerk in Prien (bisher teilweise vom Stellwerk Übersee) gesteuert. Die Gesamtinvestition für die Streckenertüchtigung mit den Arbeiten an den Stellwerken und den Bahnübergängen beläuft sich auf rund neun Millionen Euro. Darin enthalten sind Finanzmittel der Kommunen, die sich an der Anpassung der Bahnübergangs-Sicherungstechnik finanziell beteiligen. th/sm

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