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Neues Schuljahr

Abschlussklassen der Kommunalen Realschule Prien trotz der Corona-Probleme hochmotiviert

In den Klassen der siebten Jahrgangsstufe werden im neuen Schuljahr digitale Tablets im Unterricht eingesetzt. Direktorin Andrea Dorsch und Konrektor Bernd Loos sehen sie als Ersatz für den altgedienten Overheadprojektor.
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In den Klassen der siebten Jahrgangsstufe werden im neuen Schuljahr digitale Tablets im Unterricht eingesetzt. Direktorin Andrea Dorsch und Konrektor Bernd Loos sehen sie als Ersatz für den altgedienten Overheadprojektor.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Direktorin Andrea Dorsch im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen zum Schulstart an der Kommunalen Realschule Prien.

Prien – Der Start ins neue Schuljahr steht vor der Tür: Wie wird Corona die Priener Kommunale Realschule im neuen Jahr weiter beschäftigen? Urlaubsrückkehrer, Herbstfest in Rosenheim, die Maskenpflicht gefallen – wird sich das auf den anstehenden Schulbetrieb negativ auswirken? Welche Eindrücke haben die zwei Pandemie-Jahre bei Schülern wie auch Lehrern hinterlassen? Zu all diesen Fragen bezog Direktorin Andrea Dorsch im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen Stellung.

Laut Kultusministerium gibt es keine Maskenpflicht mehr, Corona-Tests sollen die Schüler daheim machen – welches Gefühl beschleicht Sie mit Blick auf den Schulstart?

Andrea Dorsch: Ich bin mir sicher, es wird wieder Infektionen geben – bei Lehrern wie auch Schülern. Ich wünsche mir, dass die für die Betroffenen harmlos verlaufen werden. Aber die Maskenpflicht wird wieder kommen.

Die Schüler mussten häufig im Distanzunterricht und mit dem Einsatz ungewohnter digitaler Medien ihren Lernstoff erarbeiten. Gab’s deshalb bei den Schulabgängern Leistungseinbrüche?

Dorsch: Unsere Abschlussklassen haben bei den Prüfungen eigentlich gut abgeschnitten. Es gab für sie zwar kleine Erleichterungen, dennoch sind die Prüfungen gleichwertig geblieben. Zu beobachten war, dass die Schüler in ihren Vorbereitungen sehr selbstständig gearbeitet haben.

In dem Bewusstsein, möglicherweise ein Lernstoff-Defizit hinnehmen zu müssen, haben sie sich in den Zeiten des Distanzunterrichts engagiert gut vorbereitet. Das war deutlich erkennbar und hat sich für sie mit guten Ergebnissen auch ausgezahlt…

…und sicherlich ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt verstärkt?

Dorsch: Die Abschlussschüler, die eine Berufsausbildung angestrebt haben, sind alle untergekommen. Hoch motiviert waren auch diejenigen, die zu weiterführenden Schulen wie FOS oder Gymnasium wechseln wollten. Alle Abgänger sind gut versorgt.

Was haben Sie bei den jüngeren Jahrgangsstufen in Bezug auf Leistungen beobachtet?

Dorsch: Am schwierigsten waren die Einschnitte meiner Ansicht nach für die siebten und achten Jahrgangsstufen zu verarbeiten. Sie hatten zwar nicht den Leistungsdruck wie die Abschlussklassen, verpassten aber neben den stetigen sozialen Kontakten in der Schule unter anderem auch die Berufsorientierung. Zudem sind die Zwölf- bis 13-Jährigen in ihrer persönlichen Entwicklung nicht mit 16-Jährigen zu vergleichen, die schon sehr viel selbstständiger arbeiten können.

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Corona hat nicht nur bei den Schülern Spuren hinterlassen – auch bei den Lehrern, oder?

Dorsch: Bei manchen schon. Für diejenigen, die sich mit den digitalen Medien für den Distanzunterricht schwergetan haben, war es eine deutliche Mehrbelastung. Weil sie auch die Sorge hatten, die Technik nicht beherrschen zu können und so ihre Fähigkeiten als Lehrer nicht umsetzen zu können – so, wie sie es gewohnt sind.

Ihnen wurde ihr Potenzial genommen – in der persönlichen Begegnung mit dem Schüler, in der Erziehung, im sozialen Umgang, oder im Ablesen der Körpersprache, ob ein Kind mitkommt im Unterricht. Dafür gab’s dann digitale Technik, die das alles natürlich nicht ersetzen konnte. Zu beobachten war aber auch die gegenseitige Hilfe im Kollegium. Am Ende waren Lehrer wie Schüler absolut dankbar dafür, sich im Präsenzunterricht wieder treffen zu können.

Für beide Seiten wird diese Zeit dennoch begrenzt sein: In zwei Jahren wird die Kommunale Realschule in die Staatliche Chiemsee-Realschule unter einem Dach integriert…

Dorsch: …das sich näher kommen ist ein wichtiges Thema. Die Kommunale Realschule geht mit ihren Entwicklungen im Gleichschritt mit der Chiemsee-Realschule. Wir haben aber auch eigene Ziele. So werden wir heuer in der siebten Jahrgangsstufe den Unterricht konsequent mithilfe von Tablets gestalten. Was mich besonders freut: Im November werden wir den Schüleraustausch mit der italienischen Priener Partnergemeinde Valdagno wieder aufnehmen. Zudem bieten wir das Wahlfach ‚Italienisch‘ an; dafür haben wir extra eine Sprachlehrerin eingestellt. Aus beiden Realschulen liegen mittlerweile 20 Anmeldungen vor. Wir starten heuer mit 280 Schülern in zehn Klassen ins neue Schuljahr; unterrichtet werden sie von 28 Stammlehrern. Die meisten Kollegen wissen, dass sie an der gemeinsamen Staatlichen Realschule weiterarbeiten werden.

Und was machen Sie in zwei Jahren?

Dorsch: (Lacht) Das bleibt mein Geheimnis…

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