Positive Bilanz des Rudervereins Prien: Über 23000 Kilometer gerudert

Die siegreiche Jugendmannschaft des LTG Prienmit (stehend von Links) Julius Matthay, Severin von Zumbusch, Martin Weyerer und Finn Söllner sowie (kniend) Gabriel Linner. Das Bild ist vor der Corona-Krise und Ausgangsbeschränkung entstanden. re

Eine positive Bilanz des vergangenen Jahres haben die Vorsitzende Anja Franke und Stellvertreterin Brigitte Dlugos in der Jahresversammlung (vor der Corona-Krise und Ausgangsbeschränkung) des Rudervereins Prien (RVP) gezogen – besonders was die Regatta-Teilnahmen, die Wanderfahrten und vor allem die eigene Veranstaltung der Prienathon-Regatta angeht.

Prien – Anlass zur Freude war unter anderem auch eine neue Jugendmannschaft, die sich aus den Schüler-Ruderern des Ludwig-Thoma-Gymnasiums (LTG) für das laufende Jahr etablieren konnte. Die bayernweit ausgeschriebene, zwölf Kilometer lange Rundstrecken-Regatta um die Chiemsee-Inseln ist inzwischen zu einer Art Aushängeschild des Vereins geworden, an der 2019 die Höchstzahl von 20 Booten teilgenommen hat. Schnellster war das Jugendboot des Ludwig-Thoma-Gymnasiums, die nun die neue Jugendmannschaft gebildet haben. Deren Leitung übernimmt Philipp Söllner.

Erfolgreiche Jugendmannschaft installiert

Die beim Prienathon antretenden C-Gig-Doppelvierer sind auch die Bootsklasse, die den RVP traditionell prägt, was aber nicht heißt, dass das immer so bleiben muss. Der im vergangenen Jahr angeschaffte Achter, wird als Rennboot mit Riemen bewegt, also durchaus etwas Neues für die RVP-Ruderer. Noch ist er nicht ganz einsatzbereit, doch „ein Rennboot will bewegt werden“, wie Ruderwartin Eszter Hauer betonte. Ihr Rückblick auf die vielen Regatta-Teilnahmen und sonstigen Aktivitäten war beeindruckend. Ob nächstes Jahr die Rückschau auf 2020 ebenso viele Punkte aufweisen wird, ist unwahrscheinlich. Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit erst einmal alle Termine bis auf weiteres abgesagt.

Die leicht gesunkene Zahl der Mitglieder wurde thematisiert, wobei das die Anwesenden eher gelassen nahmen, nachdem feststand, dass die Jugend im Verein auf dem Vormarsch ist.

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Noch eine interessante Zahl aus der Statistik: Die Mitglieder des RVP haben im Jahr 2019 bei Regatten und Wanderfahrten eine Strecke von 23 619 Kilometer gerudert, 129 Mitglieder waren daran beteiligt, davon 56 Frauen. Der Bericht der Ruderwartin, Eszter Hauser, zeigte, dass der Rudersport nicht nur eine Sache des Sommers ist:

Rudern im Winter auf dem Ergometer

Während des Wintertrainings einiger RVP-Mitglieder mit dem Ergometer, also dem Rudergerät, gab es eine erfolgreiche Teilnahme an der sogenannten „Ergo-Challange“ – ein von Linzer Ruderern gegründeter Wettbewerb, der laut Ruderwartin zwar eine „reine Online-Sache“ ist, aber offenbar doch den Ehrgeiz einiger Mitglieder geweckt hat. Bei dem Wettbewerb geht es darum, in einer halben Stunde so viele Meter zurückzulegen wie möglich. Registriert wurde allgemein eine besonders starke Teilnahme nach Weihnachten, und am Ende stand fest, dass die RVP-Ergo-Ruderer unter 40 Teilnehmern mit 885 000 Metern den vierten Platz gemacht hatten.

Theoretisch wäre diese Trainingsmethode ja etwas für Corona-Zeiten, doch die Ruderer vom RVP haben eher den Sommer im Blick, und der spielt sich für sie hoffentlich wieder auf dem Wasser ab. bov

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