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LESERFORUM

Politik der 1990er

Zum Bericht „Anlieger protestieren gegen ,Virus-Verteilzentrum‘: Gemeinderat Prien lehnt Straßensperre für Events ab“ im Lokalteil:

Wenn Gemeinden mit viel Potenzial ihre Entwicklungschancen nicht nutzen, weil konservative Politik jede Veränderung unterdrückt, kann man schon wütend werden. Die Polemik des Bürgermeisters in der Marktgemeinderatssitzung vom 28. April und die irreführende Überschrift des nachfolgenden Berichts mit fehlenden Informationen überschattete die gewünscht sachliche Begründung, warum ein Antrag der Grünen für ein „Opening für mehr autofreie Straßen“, denn mehr war es ja nicht, im Keim erstickt werden musste.

Da mussten dann die Anrainer der Wendelsteinstraße als Bremser herhalten, die nur teilweise informiert waren, um den von „Wutbürgern eventuell beschimpften“ Bürgermeister zu schützen, sollte er pro Grünen-Antrag entscheiden, wie er selber ausführte.

Städte eröffnen „autofreie Sommerstraßen“ und motivieren Touristen zum Flanieren und Shoppen zwischen Straßen-Cafés, offenen Geschäftstüren mit Pflanzen und Stühlen davor für einen Kaffee zwischendurch. Bürgermeister verwandeln Ortschaften zur „Fahrradstadt“.

Und Priens Politik verharrt in den 1990er-Jahren, trotz Gerichtsentscheiden zugunsten Klimaschutz, trotz New Green Deal, trotz immer mehr klagender Fahrradfahrer. Sogar die Münchner CSU hat erkannt, dass nicht nur Autofahrer-Interessen gelten sollten.

Und die Grünen: Sie sollten sich mit mehr Selbstbewusstsein durchsetzen für ihre sozio-ökologisch-ökonomischen Projekte.

Kristin Emmerinck

Prien

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