Die Pläne sind fertig

Die Pläne der Gemeinde für den Bau eines Hackschnitzel-Heizwerkes anschließend an die neue Sporthalle in Rimsting haben konkrete Gestalt angenommen.  Foto  Thümmler
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Die Pläne der Gemeinde für den Bau eines Hackschnitzel-Heizwerkes anschließend an die neue Sporthalle in Rimsting haben konkrete Gestalt angenommen. Foto Thümmler

Auf ihrem Weg, künftig möglichst viel Energie selbst zu erzeugen, unternimmt die Gemeinde Rimsting einen großen Schritt: Sie baut ein Hackschnitzel-Heizwerk für die Nahwärmeversorgung von 17 Gebäuden in der Ortsmitte. Über ihr Kommunalunternehmen "Wärmeversorgung Rimsting" stellt sie nun einen Bauantrag.

Einstimmig hat der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderates den Antrag in der jüngsten Sitzung abgesegnet.

Rimsting - Das Heizwerk kostet voraussichtlich 1,1 Millionen Euro. Geplant ist, dass die Nahwärmeversorgung bereits zur Heizperiode 2015/2016 in Betrieb geht.

Die Idee für das Heizwerk stammt vom Arbeitskreis "Energieautarkie Rimsting". Auf seine Anregung hin gab der Gemeinderat im Herbst 2013 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Auch sie kam zu dem Ergebnis, dass die Gemeinde mit einer neuen Heizanlage für Hackschnitzel für die Gebäude in der Ortsmitte den Ausstoß von klimaschädlichen Abgasen deutlich verringern könne.

Das Vorhaben begünstigte der Umstand, dass die Gemeinde südlich des Schulhauses derzeit eine neue Sporthalle baut. Südlich anschließend an sie begann sie das Heizwerk zu planen. Im Oktober 2014 hob der Gemeinderat das Kommunalunternehmen (KU) "Wärmeversorgung Rimsting" aus der Taufe. Das KU bekam die Aufgabe übertragen, die - geplante - Turnhalle, das Rathaus, das Schulhaus und mehrere Anwesen an der Priener Straße mit Nahwärme zu versorgen. Die Führung in dem Unternehmen übernahm ein Verwaltungsrat, der aus dem Vorsitzenden und vier weiteren Mitgliedern besteht.

Das vom Arbeitskreis angeregte Vorhaben, dass sich mindestens 22 Gebäude für das Wärmenetz entscheiden, kam am Ende nicht ganz zum Tragen. Insgesamt werden nun 17 Häuser angeschlossen. Ihre Reihe geht vom Ertlhof über die Sporthalle, das - geplante - Bibliotheks-Gebäude, das Schulhaus, das Rathaus und die Kirche bis zu den drei Hausblöcken am Amselweg.

Bürgermeister Josef Mayer sagte gegenüber der Chiemgau-Zeitung, dass es nicht einfach gewesen sei, die Hauseigentümer vom Anschluss an die Wärmeversorgung zu überzeugen und eine Vertragsbindung für das Projekt einzugehen. Ein wesentlicher Grund für das Zögern dürfte auch der niedrige Heizölpreis gewesen sein.

Die Gemeinde mit dem Arbeitskreis als Initiator sei überzeugt, dass der Bau des Heizwerkes ermögliche, die CO2-Belastung deutlich zu verringern. So werden durch die neue Heizanlage laut Mayer 171000 Liter Heizöl im Jahr eingespart - und die CO2-Belastung nimmt um 440 Tonnen ab. th

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