12 Pflegefachhelfer in Traunstein schafften Einstieg in die professionelle Pflege

Auf der Abschlussfeier der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe wurden die Prüfungsbesten geehrt. Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, Laura Engelmeier, Yvonne Ramm, Florian Empl, Rebecca Gottwald und Schulleiter Lutz Krüger (von links).
+
Auf der Abschlussfeier der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe wurden die Prüfungsbesten geehrt. Stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber, Laura Engelmeier, Yvonne Ramm, Florian Empl, Rebecca Gottwald und Schulleiter Lutz Krüger (von links).

Sie haben die Ausbildung an der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe absolviert und auch die Prüfung geschafft. Jetzt wurden sie verabschiedet –wegen Corona nur im kleinen Kreis.

Von Günter Buthke

Traunstein – Nach einjähriger Ausbildung und erfolgreich abgelegter Prüfung wurden zwölf junge Leute im Bildungszentrum für Gesundheitsberufe der Kliniken Südostbayern AG Coronabedingt im kleinen Kreis als staatlich geprüfter Pflegefachhelfer aus der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe verabschiedet. Prüfungsbeste waren Laura Engelmeier aus Traunstein, Florian Empl aus Trostberg, Rebecca Gottwald aus Obing und Yvonne Ramm aus Siegsdorf.

Nur die Hälfte der Schüler hielt durch

Fachbereichsleiter und Klasslehrer Wolfgang Raufeisen freute sich über den Gesamtnotendurchschnitt von 3,3. Weniger erfreulich war dagegen, dass nur die Hälfte der 24 im vergangenen August angetretenen Schüler die Ausbildung beendet haben. Die Gründe waren vielfältig und wohl auch durch die hohen Anforderungen aufgrund von Corona bedingt. Für viele sei es im Alltag eine überdurchschnittlich schwierige Situation mit Auswirkungen auf die Klassengemeinschaft gewesen. Er dankte allen, die in den vergangenen Monaten einen wertvollen Beitrag zur Durchführung der Prüfung geleistet haben.

Lesen Sie auch: Tag der Pflege – Klatschen allein reicht nicht

Der neue Schulleiter der Krankenpflegeschulen, Lutz Krüger, hob den großen Anteil der Absolventen am Erfolg hervor. Die vielen kleinen Rädchen für das Gelingen waren für ihn die Lehrer, externen Dozenten, die Praxisanleiter in den Kliniken sowie das Schulsekretariat.

Wegen der Corona-Pandemie konnte das zehnjährige Bestehen der Berufsfachschule für Krankenpflegehilfe leider nicht gefeiert werden. Krüger erinnerte deshalb daran, dass die Schule 2010 von Raufeisen als „Motor der Ausbildung“ aus dem Boden gestampft worden sei. Über Jahre schon seien die Leistungen gleichbleibend sehr gut.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Gute Pflege beginne mit einer guten Pflegeausbildung, erklärte die stellvertretende Landrätin Resi Schmidhuber. Sie wies auf den am selben Tag gefallenen Startschuss für das „Ausbildungsbündnis Pflege“ zwischen den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land hin. Dessen Ziel ist es, die rund 310 Ausbildungsplätze nicht nur zu sichern, sondern wenn möglich auch auszubauen.

Konstant sei nur der Wandel, weshalb eine Weiterbildung sinnvoll sei, denn Fachkräfte im Gesundheitsbereich würden immer gebraucht, so Schmidhuber. Wer sich selbst nicht helfen könne, sei auf die Pflege Anderer angewiesen. Jeder Tag und jeder Patient stelle im beruflichen Alltag eine individuelle Herausforderung dar, denn die Pflege anderer Menschen sei harte körperliche und gleichzeitig ganz sensible Seelenarbeit.

Auch interessant: Küche der Kliniken Südostbayern setzt auf Regionales, aber Chiemgau-Bananen wird es nie geben

Für das Unternehmen freute sich Steffen Köhler, Geschäftsbereichsleiter Personal, dass einige von ihnen bald die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft dranhängen werden. Die arbeitsteiliger werdende Patientenversorgung erfordert laut Köhler eine gute Abstimmung zwischen Ärzten, Pflegekräften, Serviceassistenten, Medizinischen Fachangestellten und Stationssekretärinnen.

Thema Pflege in der Politik angekommen

Nach den Worten Köhlers ist das Thema „Pflege“ in der Politik angekommen. Das Berufsbild soll attraktiver, mehr wertgeschätzt und auch finanziell besser bewertet werden. Spätestens durch die Pandemie sei jedem bewusst geworden, wie notwendig das sei. Das Jahr 2020 sei weltweit als das Jahr der professionellen Pflegekräfte und Hebammen ausgerufen worden, sagte die Pflegedirektorin der Kliniken Südostbayern AG, Manuela Großauer. Die Absolventen hätten mit ihrer Ausbildung den Grundstock für die professionelle Pflege gelegt, die die Gesundheitsversorgung der Patienten sicherstelle. Professionelle Pflege sei systemrelevant. Deshalb freute sich Großauer, dass vier Absolventen in die dreijährige generalistische Krankenpflegeausbildung gehen.

Die Absolventen der Fachschule:

Laura Engelmeier, Traunstein, 1,4

Florian Empl, Trostberg, 1,6

Rebecca Gottwald, Obing, 1,6

Yvonne Ramm, Siegsdorf, 1,8

Ali Almawas, Ainring, 3,4

Emanuel Brhane, Laufen, 3,4

Veronika Geiger, Bad Reichenhall, 2,0

Maximilian Mayer, Staudach, 2,8

Rahim Mohammadi Nazari, Tacherting, 3,8

Sina Nikaj, Freilassing, 3,0

Mustafa Syoufi, Traunstein, 3,0

Ahmad Sobair Yosofzai, Tittmoning, 3,2

Kommentare