Pferde als Co-Therapeuten

Pferde nehmen ihren Gegenüber vorbehaltlosan und können so die Therapie geistiger und körperlicher Behinderungen fördern. re

Förderverein „Reiten für Behinderte“ unterstützt Therapien behinderter Menschen

Grassau Der Förderverein „Reiten für Behinderte“ wurde vor 20 Jahren gegründet. Anlass für die Gründung war die Tatsache, dass die deutschen Krankenkassen das Therapeutische Reiten aus ihrem Hilfsmittelkatalog strichen und damit auch keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellten.

Der Verein hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, Menschen mit einer körperlichen und/oder geistigen Behinderung oder psychischen Erkrankung die für sie so wertvolle Therapie finanziell zu unterstützen.

Was macht die Therapie einzigartig? Das Pferd als Co-Therapeut nimmt den Menschen vorbehaltlos an und kommuniziert nonverbal. Durch seine Wärme und Bewegung fördert es die Körperentspannung und -beherrschung und die Koordination . Dazu kommen Konzentration, Vertrauen und Mut. Es werden Körper, Geist und Seele angesprochen.

Das therapeutische Reiten ist daher eine Zusatztherapie für viele Bereiche wie zum Beispiel bei neurologischen Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten, sprachlichen Störungen, Traumabewältigung, Persönlichkeitsstörungen.

Die Therapie wird von Fachkräften mit einer Zusatzqualifikation in ihrem Berufszweig durchgeführt. Der Vorsitzende des Vereins ist Dr. Winfried Drost, die zweite Vorsitzende Karin Hallé. Der Förderverein hat derzeit 102 Mitglieder. Gefördert werden circa 70 bis 80 Personen pro Jahr. Das Geld, das der Verein zur Erfüllung seiner Aufgabe benötigt, erhält er durch Mitgliederbeiträgen und vor allem durch Spenden.

Immer mehr Menschen könnten sich eine regelmäßige Teilnahme an der Therapie nicht leisten, da sie nur beschränkt oder gar nicht arbeitsfähig sind.

Eltern von behinderten Kindern sind meist auch finanziell sehr stark belastet. Diese Zusatztherapie ist eine effektive Therapie, die den Betreffenden auch noch Freude macht.

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