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70 JAHRE IM PRIESTERBERUF

Pfarrer Bernhard Schweiger aus Ruhpolding feiert ein besonderes Jubiläum

Der Geistliche Rat war früher Pfarrer in Freilassing und verbringt seinen Lebensabend in Ruhpolding.
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Der Geistliche Rat war früher Pfarrer in Freilassing und verbringt seinen Lebensabend in Ruhpolding.
  • VonLudwig Schick
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Mit dem früherem Papst Benedikt XVI. verbindet ihn eine Art Seelenverwandschaft: Ruhestandspfarrer Bernhard Schweiger aus Ruhpolding erinnert sich an sieben Jahrzehnte in seinem Beruf.

Ruhpolding – Das überaus seltene 70. Priesterjubiläum kann dieser Tage Ruhestandspfarrer Bernhard Schweiger aus Ruhpolding begehen.

Pfarrer Schweiger ist ein echtes „Münchner Kindl.“ 1927 im Stadtteil Sendling in eine tief religiöse Familie hineingeboren und in der Heimatpfarrei St. Margaret aufgewachsen, war sein spiritueller Werdegang schon während Volksschule und dem Besuch des Theresien-Gymnasiums in München vorgezeichnet.

Bereits bei seiner Erstkommunion, als Zehnjähriger, fasste er den Entschluss, Ministrant zu werden, wie er unserer Zeitung erzählt. 1943 wurde die Familie im Zweiten Weltkrieg ausgebombt. Der junge Mann kam nach Oberaudorf, wo ihn eine ansteckende Halsentzündung vom Arbeitsdienst befreite. Im nahe gelegenen Kloster Reisach fand er als Pfarrschüler eine geistige Heimat. Vier Tage nach seinem 18. Geburtstag trat er als Novize in den Karmeliterorden ein.

Nach dem Studium in Regensburg und der Priesterweihe wieder zurück in Reisach, übernahm er als Seminarpräfekt zusätzlich die Seelsorge in der weiteren Umgebung mit Mopedfahrten bis nach Surberg und Schnaitsee.

Viele Dienste am Laufen gehalten

Nach den Kaplanjahren und verschiedenen Stationen als Pfarrer kam er 1969 in den Rupertiwinkl nach Freilassing, wo er bis 1997 sesshaft wurde.

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Warum ihn zum „Austrag“ der Weg ausgerechnet nach Ruhpolding führte? Das hatte eine kleine Zeitungsannonce bewirkt: „Der damalige Pfarrer Josef Mühlbacher suchte Verstärkung in der Schwesternseelsorge im Heilpädagogischen Zentrum in Vordermiesenbach, und mich reizte diese Herausforderung,“ erinnert sich Pfarrer Schweiger.

Langjährige Freundschaft

Bereut hat er diesen Schritt „keine Minute“, wie er sagt, obwohl im Lauf der Jahre zusätzliche Tätigkeitsfelder dazukamen wie die umfassende Aufgabe des Hausgeistlichen im Krankenhaus Vinzentinum, in der er voll und ganz aufging, oder der allgemeine pastorale Dienst in der Pfarrgemeinde, wenn er gebraucht wurde.

Allerdings ist für den 93-Jährigen jetzt die Zeit gekommen, um kürzerzutreten und ein stückweit innezuhalten. Die tägliche Messe in der Kapelle im Alten- und Seniorenheim St. Adelheid, in dem er mittlerweile die Bleibe seines Lebensabends gefunden hat, ist für ihn aber nach wie vor der spirituelle Mittelpunkt im Tagesablauf.

Besonders dankbar ist er dem Schöpfer für das Geschenk der Berufung, das Evangelium über so lange Zeit verkünden zu dürfen, wie er sagt. Dankbar aber auch für die langjährige, freundschaftliche Beziehung zu Benedikt XVI., mit dem ihn eine gewisse Seelenverwandtschaft verbindet.

Noch vor drei Jahren, zum 90. Geburtstag, ermöglichte ihm die Pfarrgemeinde eine unvergessliche Rom-Reise, in deren Verlauf er gemeinsam mit dem emeritierten Pontifex, seinem Weihkollegen vor sieben Jahrzehnten, als Konzelebrant am Altar stehen durfte.

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