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Nachdem PETA bei der Traunsteiner Justiz abblitzte

500 erlegte Dachse im Kreis Traunstein: Ein Fall für den Generalstaatsanwalt?

Bedrohte Tierarten
+
Dachs.
  • Xaver Eichstädter
    VonXaver Eichstädter
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Weil über 500 Dachse im Landkreis Traunstein nur „aus Spaß“ getötet worden wären, erstattete die Tierrechtsorganisation PETA Strafanzeige - doch der wurde nicht nachgegangen. Jetzt beschwert man sich eine Instanz höher.

Landkreis Traunstein - Der Rechtsstreit zwischen der Tierrechtsorganisation PETA und Traunsteiner Jägern geht in eine nächste Runde - denn jetzt wendet sich PETA an die Generalstaatsanwaltschaft München. Dort habe man vorige Woche Beschwerde gegen die Staatsanwaltschaft Traunstein eingelegt, weil die keinen Grund sah, gegen die Jäger zu ermitteln - es hätten „konkrete fallbezogene Anhaltspunkte für rechtswidrige Tötungen“ gefehlt. Außerdem habe PETA bei der Generalstaatsanwaltschaft jetzt die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens beantragt.

PETA vs. Traunsteiner Jäger - Fall für Generalstaatsanwaltschaft?

Es geht um insgesamt 516 Dachse, die im Landkreis Traunstein in den Jahren 2019 bis 2021 erlegt wurden. Die Zahl stammt vom Traunsteiner Jagdverband selbst, man gab sie bei bei der Hegeschau heuer in Palling bekannt. PETA ist sich sicher, dass die Dachse „aus Jagdlust und Tradition“ getötet worden seien. Sepp Freutsmiedl, Vorsitzender der Traunsteiner Jäger, verwies gegenüber chiemgau24.de dagegen auf Schäden und „trichterförmige Löcher“, die Dachse in Feldern, Wiesen und Gärten hinterließen. „Eine Schutzbehauptung“, sagt jetzt PETA dazu.

Die Staatsanwaltschaft sei jetzt „in der Verantwortung, für jedes getötete Tier zu prüfen, ob wirklich ein ‚vernünftiger Grund‘ vorlag“, so die Tierrechtsorganisation. Hinzu kommt aber, dass PETA die Jäger gar nicht benennen kann und sich die Strafanzeige gegen „unbekannte Jäger“ richtete. Fakt ist außerdem, dass der Dachs in Bayern dem Jagdrecht unterliegt. Jagdzeit besteht vom 1. August bis 31. Oktober. Dachschäden sind für die betroffenen Landwirte nicht ersatzpflichtig. Laut Landwirtschaftsministerium wurden 1990 noch rund 8000 Dachse in Bayern erlegt, 2020 waren es dann schon etwa 24.000.

xe

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