Aus dem Gemeinderat

Parken beim Chiemseepark in Bernau-Felden wird teuerer werden

Die Gemeinde Bernau gestaltet den Parkplatz beim Chiemseepark um, deshalb müssen diese Bäume weichen. Neue Laubbäume werden dafür gepflanzt.
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Die Gemeinde Bernau gestaltet den Parkplatz beim Chiemseepark um, deshalb müssen diese Bäume weichen. Neue Laubbäume werden dafür gepflanzt.

Die Gemeinde gestaltet den Chiemseepark Bernau-Felden um. Der Parkplatz ist ein Teil davon. Einstimmig erteilte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der geänderten Planung sein Einvernehmen.

Bernau – Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) informierte in ihrer Einführung, dass sich der Gemeinderat mit der geänderten Planung bereits im September nichtöffentlich beschäftigt hatte. „Im Prinzip sind die Parkbuchten jetzt gerade, statt schräg.“ Dies sei eine Empfehlung des Planungsbüros gewesen, um mehr Parkplätze unterzubringen. Aus Platzgründen und wegen der einheitlichen Gestaltung muss laut Vorgaben der Städtebauförderung auch die Hecke weichen, wie Rathaus-Geschäftsleiterin Irmgard Daxlberger hinzufügte. An anderer Stelle sind aber Neupflanzungen geplant.

Zahl der Parkbuchten mit Ladestationen wird bei Bedarf erhöht

Franz Schnaiter (CSU) wünschte sich mehr Parkplätze mit Ladestationen für Elektroautos. Die Bürgermeisterin erklärte ihm, dass mit vier Stationen begonnen werde und die Möglichkeit bestehe, später auf acht zu erweitern. Schnaiter meinte, dass im Zuge der Bauarbeiten genügend Leitungen verlegt werden sollten. „Das ist möglich und vorgesehen“, antwortete Irmgard Daxlberger. Jakob Müller (CSU) erkundigte sich, ob die Autofahrer, die ihre E-Autos aufladen, auch Parkgebühren bezahlen. Dies bejahte Bürgermeisterin Biebl-Daiber.

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Parkplatzgebühr in Bernau unter dem Preis der Nachbargemeinden

Stefan Saur (WMG) korrigierte: „Die E-Station ist eine Tankstelle und kein Parkplatz.“ Er bedauerte, dass „mindestens zehn Meter hohe Bäume“ und Hecken für den Parkplatzumbau weichen müssen. Die Bäume seien Schattenspender. Außerdem frage er nach der Parkgebührenobergrenze. „Ein Bruchteil von den Leuten, die da parken, lassen Geld bei uns.“ Bei Bürgermeisterin Biebl-Daiber stieß er damit auf Zustimmung. „Die Leute steigen aufs Rad und sind dahin.“ Das Parkticket müsse mindestens auf das Niveau anderer Chiemseegemeinden angehoben werden. Die Preise lägen dort bei sechs bis zehn Euro. „Das muss man diskutieren, so können wir das nicht weiterbetreiben, der Parkplatz muss sich finanzieren.“ Bei den Bäumen sprach sie von einer „knallharten Aussage der Städtebauförderung“. „Die müssen weg, die Fichte ist am See kein heimischer Baum.“ Katrin Hofherr (SPD) fragte, was typische Bäume seien.

Laubbäume als Ersatz für die Fichte

Laubbäume wie Ahorn oder Buche sollen nachgepflanzt werden, so Biebl-Daiber. Leidel legte nach und sagte, sie habe die schrägen Parkplätze befürwortet, weil dann die Bäume stehenbleiben könnten. „Dann kriegen wir die Förderung nicht“, so die Bürgermeisterin. Die Verwaltung leitet nach dem einstimmigen Gemeinderatsbeschluss die Unterlagen für die Umbaupläne beim Parkplatz als Bauantrag an das Landratsamt Rosenheim weiter.

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