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Beethoven und Bruch

Packender Klangkosmos: Brillantes Finale der Festspiele Herrenchiemsee

Mit traumwandlerischer Sicherheit spielte Solistin So-Ock Kim Max Bruchs Violinkonzert..
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Mit traumwandlerischer Sicherheit spielte Solistin So-Ock Kim Max Bruchs Violinkonzert..

Max Bruch und Ludwig van Beethoven erklingen zum Festspiel-Abschluss im Spiegelsaal im Schloß Herrenchiemsee. Solistin So-Ock Kim stellte ihre virtuose Brillanz unter Beweis.

Herrenchiemsee – Ein krönendes Abschlusskonzert der Festspiele im Spiegelsaal von Herrenchiemsee präsentierte das Orchester der KlangVerwaltung unter seinem jungen Dirigenten Emmanuel Tjeknavorian. Überragende Solistin im Violinkonzert von Max Bruch war die Koreanerin So-Ock Kim.

Kraftvoll und raumfüllend entfaltete sich mit Beethovens Ouvertüre zu „Egmont“ ein packender Klangkosmos. Dirigent Tjeknavorian, der eine jugendlich-sympathische Ausstrahlung besitzt, leitete das große Orchester souverän ohne Effekthascherei. Die düstere Ouvertüre brachten die Musiker mit spielerischer Präzision, Energie und Leidenschaft zu Gehör.

Unruhe und Dramatik im zweiten Teil

Voller Unruhe und Dramatik erklang der zweite Teil, in dem Streicher und Bläser zu rhythmischen Paukenschlägen das tragische Schicksal Egmonts ergreifend gestalteten. Die Ouvertüre endete als eine Apotheose mit fanfarengekröntem Jubel, den das Publikum begeistert fortführte.

Hochromantisch wurde es mit Max Bruchs Violinkonzert in g-Moll op. 26. In der wohl bekanntesten Komposition Bruchs konnte So-Ock Kim mühelos ihre virtuose Brillanz demonstrieren. Nach dem „Vorspiel“ und dem empfindsamen Adagio ertönte das von weit ausholenden Melodiebögen geprägte Finale, dessen Themen zum Mitsummen animierten. Mit traumwandlerischer Sicherheit spielte So-Ock Kim die schwierigen, oft trillerdurchsetzten Läufe.

Hell und zart und feingesponnen

Die Violine sang mal hell und zart und feingesponnen, dann wieder weich und sehnsuchtsvoll schmachtend. Den Tönen oft sinnend nachlauschend, meisterte die grazile Violinistin die hohen technischen Ansprüche mit großer Präzision. Den ungarisch getönten, an Brahms erinnernden Finalsatz interpretierte das Orchester, das zur Solistin in einer harmonischen klanglichen Balance stand, mit großer Spielfreude. Als Dank für den anhaltenden Beifall brachte So-Ock Kim gewissermaßen als nüchtern-subtilen Kontrast noch die zweite Partita aus der Sarabande von Bach zum Erklingen.´

Streicher und Bläser verströmen Frische

Mendelssohns „Italienische“ Symphonie Nr. 4 in A-Dur op. 90 beschloss den Konzertabend. Schwungvoll dirigierte Tjeknavorian das Allegro vivace mit seinem melodisch-einprägsamen Thema.

Streicher und Bläser verströmten bereits in diesem Satz eine Frische und Fröhlichkeit, die elektrisierte. Zart und verhalten klang das Andante von moto, in dem die Flöten ein melancholisches Lied anstimmten, schmeichelnd und eingängig das Con moto moderato, in dem sich aus einer Bläserfanfare ein charmantes Menuett entwickelte. Mit ausholenden Gesten dirigierte Tjeknavorian das tänzerische Finale, das die Musiker voller Leidenschaft zu Gehör brachten. Am Ende spendete das Publikum dem fesselnden Konzertabend minutenlangen, enthusiastischen Beifall.

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