Bambini der Musikschule spielten im kleinen Kursaal

"Pack die Badehose ein"

Ein buntes Programm boten die Kinder. Auch die Mädchen und Buben der musikalischen Früherziehung wirkten mit. Fotos berger
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Ein buntes Programm boten die Kinder. Auch die Mädchen und Buben der musikalischen Früherziehung wirkten mit. Fotos berger

Prien - Die "Bambini" der Musikschule Prien, also Mädchen und Buben im Alter zwischen eineinhalb und zwölf Jahren, bestimmten am Samstagabend die Atmosphäre im kleinen Kursaal. Und die hieß "Karneval am Strand". Dementsprechend sah bereits die Bühne aus: Riesige Haie und Delfine, wenn auch nur aus Plastik, und allerhand anderes Getier aus dem Meer zwischen Palmen. Und darüber strahlte eine große Sonne.

Musikschulleiterin Brigitte Buckl erschien zunächst in einem Kimono und einem bunten Sonnenschirmchen als Kopfbedeckung. Dann entledigte sie sich ihres Kimonos und stellte sich strandgemäß im rot-weiß gestreiften, nostalgischen Badeanzug vor. Auch die kleinen und großen Besucher im Saal waren strandgemäß gekleidet mit großen Strohhüten, Baströckchen oder Schwimmflossen. Andere hatten zwar nicht unbedingt etwas mit Strand zu tun, waren jedoch ziemlich tropisch angehaucht: Kleine und große wilde Tiere aller Art sowie dem Dschungel angepasste Menschen.

Die Musik richtete sich jedenfalls strikt nach dem Thema Strand und Meer. Den Anfang machte eine Musikgruppe mit "Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn", gefolgt von den "Musikzwergerln" der Musikschule. Die Allerjüngsten sahen sich noch ein wenig skeptisch im "großen, blauen Meer". Vorsichtshalber hielten sie sich an der Hand ihrer Mama fest. Selbst ein junger Papa hatte sich auf die Bühne gewagt. Die kleinen Maschkeras waren richtig süß anzusehen in ihren Badekostümchen und riesigen Sonnenbrillen.

Brigitte Buckl und die übrigen Musiklehrer hatten sich alle Mühe gegeben, die Programmpunkte dem Strand anzupassen. Da tummelten sich Strandclown und Strandvogel, auf der Bühne fuhr die Ozeaneisenbahn vorbei.

Die Kinder der musikalischen Früherziehung hingegen am Strand und sahen den Wolken zu, die sie mit sich trugen. Die "Streichkatzln" huldigten dem Sonnengott Intri, während bei der Taube aus Peru und den irischen Waschfrauen auch Blockflöte und Perkussion-Instrumente zum Einsatz kamen.

Strandspaziergänge wurden auf Querflöten und Gitarren unternommen, ein "Beach Cha-Cha-Cha" vom Klavier intoniert, ein Can-Can sowie ein Sandkastenrocker vom Cello. Zu hören waren alle nur möglichen Instrumente bis zur E-Gitarre, zum Saxofon und zur Posaune.

Zwischen den Musiknummern machte Buckl ein Ratespiel mit den Kindern im Publikum. Den schnellsten und richtigen Ratern winkte ein Lutscher, den die Musikschulleiterin zielsicher zuwarf. Selbst schwierige Fragen wie die nach Georg Friedrich Händels "Wassermusik" waren darunter und so ausgefallene wie der Ausdruck "Faltenradio" für ein Akkordeon.

Brigitte Buckl und die übrigen Musiklehrer hatten mit ihren Schülern für eineinhalb Stunden Unterhaltung mit dem "Karneval am Strand" gesorgt. Von den Allerkleinsten bis zu den Ältesten der Bambini im Alter von zwölf Jahren bis hin zum Kinderchor "Ohrwürmchen" mit dem Matrosenlied, "Was solln wir mit dem betrunk'nen Seemann machen?" drehte sich das gesamte Programm rund um Meer und Wind. Und zum Lied "Pack die Badehose ein" von Conny Froboess stimmten auch die Zuschauer mit ein. Der Text war der Region angepasst: Aus dem Wannsee wurde der Chiemsee und geradelt nicht nur durch den Grunewald, sondern durchs Eichental. gf

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