AUS DEM GEMEINDERAT

Osterhamer Leite: nächste Phase

Siegsdorf – Seit vielen Jahren beschäftigt die Änderung des Bebauungsplanes „Siegsdorf West“ im Bereich der Osterhamer Leite Bauverwaltung und Gemeinderat in Siegsdorf.

Der bereits in den 60er- Jahren genehmigte Bebauungsplan kann aus heutiger Sicht baulich nicht mehr umgesetzt werden und wurde neu überarbeitet. Der derzeitige Vorschlag berücksichtigt nun auch die Geländesituation und die schwierigen Bodenverhältnisse im Plangebiet. Jetzt steht eine weitere öffentliche Auslegung an.

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein und die Siegsdorfer Petrusquelle verweisen auf Probleme mit der Beseitigung des Oberflächenwassers, zudem fürchten sie, dass durch Eingriffe in den Hang Oberflächenwasser unkontrolliert versickert, was laut neuester Untersuchungen Einfluss auf die unterirdischen Zuflüsse der Brunnen haben könnte. Hierzu wurden bereits mehrere Gespräche mit den Grundeigentümern und der Petrusquelle geführt; für Anfang März ist ein weiteres Treffen angesagt. Bürgermeister Kamm zeigte sich zuversichtlich, eine für alle Beteiligten praktikable Lösung zu erreichen.

Im Mai 2016 hatte der Gemeinderat bereits die Bedenken und Anregungen nach der ersten Auslegung behandelt und die Ergebnisse in die Planung aufgenommen. Unter anderem wurde die Höhe der Stützmauern im Plangebiet von 2,50 auf 1,70 Meter reduziert, die Entwässerungsmulde und der Schutzwall im nordwestlichen Bereich wurden in die Grundstücke innerhalb des Planungsbereiches verlegt, und der zwischenzeitlich errichtete Rinderstall in Osterham aufgenommen.

Gemeinderat Willi Geistanger (Grüne) und seine Fraktionskollegin Marlies Neuhierl-Huber schlugen vor, die Gespräche mit der Petrusquelle abzuwarten, bevor die Planungen ausgelegt und fortgeführt werden.

Bürgermeister Kamm sieht darin keine Vorteile und plädierte für ein zügiges Verfahren, da wegen der schwierigen Planung schon viel zu lange alles in der Schwebe sei. Die Gemeinde sei in einem Dilemma: Zum einem möchte man den Eigentümern einen umsetzbaren Bebauungsplan zur Verfügung stellen, zum anderen könnten aber Teilbereiche des Gebietes bereits nach den Vorgaben des über 40 Jahre alten, aber immer noch gültigen Planes ohne Einspruchsmöglichkeit in die Tat umgesetzt werden. Mehrere Ratsmitglieder aus den Reihen von CSU und UW unterstützen die Meinung des Bürgermeisters, sodass die Abstimmung mit einem deutlichen 16:3 Votum für die zügige Weiterführung der Planungen endete.

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