Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Ein fränkischer Brauch zieht in Prien ein

Osterbrunnen ein Symbol der Freude: Bunte Eier und Girlanden am Katharinenbrunnen in Prien

Der Osterbrunnen ist geschmückt, zu diesem Anlass trafen sich (von links) Stadtgärtner Benedikt Lederer, PrienPartner-Vorsitzender Dr. Herbert Reuther, PriMa-Geschäftsführerin Andrea Hübner, Bürgermeister Andreas Friedrich sowie Gemeinderat und Wirtschaftsreferent Gunther Kraus zusammen mit den Jugendlichen aus den Reihen der christlichen Kirchen.
+
Der Osterbrunnen ist geschmückt, zu diesem Anlass trafen sich (von links) Stadtgärtner Benedikt Lederer, PrienPartner-Vorsitzender Dr. Herbert Reuther, PriMa-Geschäftsführerin Andrea Hübner, Bürgermeister Andreas Friedrich sowie Gemeinderat und Wirtschaftsreferent Gunther Kraus zusammen mit den Jugendlichen aus den Reihen der christlichen Kirchen.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
    schließen

Viele Spaziergänger werden sich in der Priener Ortsmitte wundern. Dort ist der Katharinenbrunnen momentan farbenprächtig geschmückt. Warum es dazu gekommen ist, erklären die Initiatore beim Ortstermin.

Prien – Farbe und Hoffnung sowie Frieden und Freude – all dies symbolisiert mitten in Prien am Marktplatz ein erstmals gestalteter Osterbrunnen. Die Idee kam im Rahmen einer Sitzung im Zuge des „Priener Frühlingserwachsens“ von Gemeinderat Gunther Kraus als Wirtschafts-, Tourismus- und Digitalisierungsreferent. Die Geschäftsführerin der Prien Marketing (PriMa) GmbH, Andrea Hübner, und PrienPartner-Vorsitzender Dr. Herbert Reuther griffen die Idee auf und fanden rasch mit rund 20 Jugendlichen aus den Reihen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Chiemsee (ACK) begeisterte Umsetzer.

Jugendliche bemalen die Eier

Bei schönstem vorösterlichen Aprilwetter wurde der Osterbrunnen nach fränkischem Vorbild in Prien verwirklicht. Ehe es jedoch an die eigentliche Brunnenschmuck-Arbeit ging, versammelten sich die Jugendlichen aus den Reihen der Katholischen Pfarrgemeinde, von der Evangelischen Christusgemeinschaft Bad Endorf-Aschau-Bernau-Prien und von der Neuapostolischen Kirche im Garten der Grieser Familie Wappmannsberger.

Das könnte Sie auch interessieren: OVB-Themenseite Prien

Sozusagen auf den Spuren des Malers Bartholomäus Wappmannsberger (1894 – 1984) machten sich die jungen Leute an das Bemalen von 100 Eiern, die an den Girlanden zwischen den weiteren rund 1000 Eiern aus Plastik angebracht wurden. Auch die Fertigstellung des Brunnensschmucks erfolgte in jugendlicher und ökumenischer Gemeinschaft unter der Leitung von Simon Wappmannsberger von der Katholischen Landjugend. Er und Felix von Kiesling als Jugend-Referent der Evangelischen Christusgemeinde zeigten sich begeistert über den reibungslosen und schnellen Arbeitsablauf sowie vom nunmehr sichtbaren Ergebnis der Aktion.

Gärtner schützt den Katharinenbrunnen vor Schäden

Unterstützt wurde die Aktion noch von Benedikt Lederer von der PriMa-Gärtnerei, der mit seiner Schlosserarbeit für eine Bogenkonstruktion sorgte, damit beim Katharinenbrunnen keine Stein-Schäden entstanden. Nach der Fertigstellung zeigte sich Priens Bürgermeister Andreas Friedrich sehr zufrieden. Er sagte: „Ein echt schöner Farbtupfer im Priener Zentrum, das ist mal was Anderes. Gerade durch Corona können wir das heuer als Neustart bei der kirchlichen Jugendarbeit bezeichnen“. Und Ideengeber Gunther Kraus fügte hinzu: „All das, was von den Jugendlichen ehrenamtlich geschaffen worden ist, ist wiederverwendbar.“ Die geringen Kosten inklusive einer abschließenden Brotzeit übernahm die PriMa.

„Osterbrunnen bringt die Leute im Dorf zusammen“

Deren Geschäftsführerin Andrea Hübner freute sich, dass sie den Brauch aus ihrer fränkischen Heimat in ihrer neuen Priener Wirkungsstätte unterstützen konnte und sagte hoffend: „Osterbrunnen in Franken sind wahre Anziehungspunkte, sie bringen die Leute im Dorf zusammen, denn je kleiner das Dorf umso größer ist der Osterbrunnen. Das ist bestimmt auch für Prien ein touristischer Gewinn.“

Für Reuther ist die Osterbrunnen-Aktion die Beschäftigung mit dem Ursprung des österlichen Festes. Er meint: „Nicht der Osterhase und die Ostereier sind das Wichtigste, sondern das sich auf den Weg machen, wie es auch der in Prien schön sichtbare Kreuzweg der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Chiemsee darstellt.“

Dankbar für das Engagement

Als einer der Ersten, der den fertig geschmückten Osterbrunnen in Augenschein nahmen, war der ortsansässige Künstler Lenz Hamberger auf seinem täglichen Spaziergangs durch Prien. Er sagte gegenüber unserer Zeitung: „Sind wir dankbar, dass sich junge Leute mit ihrem Ort und mit gestalterischen Herausforderungen auseinandersetzen. “ Dem pflichtet auch Reuther bei. Der Osterbrunnen solle nicht nach dem perfekten künsterlichen Wert beurteilt werden, sondern nach dem jugendlichen Engagement und der Freude, die mit dem farbigen Wert vermittelt werde.

Der bunte Marktbrunnen mit der Heiligen Katharina ist ein passender Beitrag für das heurige Jubiläumsjahr „125 Jahre Markterhebung Prien“, das vom Donnerstag, 23. Juni, bis Montag, 27. Juni, mit einem Festzelt an der Bernauer Straße gefeiert wird. Vielleicht ist dafür der Brunnen nicht nur ein österliches Symbol, sondern auch ein Symbol mit Blick auf unbeschwertes Zusammenwirken und Zusammenkommen.

Mehr zum Thema