Ordinariat will für neues Gebäude am Pfarrheim weiteres Baurecht

An das Pfarrheim in Rottau soll ein Veranstaltungs- undMusikprobenraum angebaut werden. Im hinteren Bereich des Grundstücks wird ein Baurecht ausgewiesen.
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An das Pfarrheim in Rottau soll ein Veranstaltungs- undMusikprobenraum angebaut werden. Im hinteren Bereich des Grundstücks wird ein Baurecht ausgewiesen.

Rottau/Grassau –.

Rottau soll einen Musikproben- und Veranstaltungsraum als Anbau an das Pfarrheim erhalten. Dem stimmt das Ordinariat als Grundstückseigentümer und Hausbesitzer jedoch nur zu, wenn ein zusätzliches Baurecht geschaffen wird. Hierfür wird nun der bestehende Bebauungsplan, so entschied der Bauausschuss, geändert.

Die Absicht, an das Pfarrheim einen barrierefreien Raum als Veranstaltungs- und Musikprobenraum zu schaffen, habe das Gremium bereits länger beschäftigt, so Bürgermeister Stefan Kattari (SPD). Im September 2019 wurde das letzte Mal darüber beraten. Seither haben sich einige Änderungen ergeben.

So erklärte das erzbischöfliche Ordinariat, dass einer Überplanung nur zugestimmt werde, wenn im hinteren Bereich des knapp 2200 Quadratmeter großen Grundstücks ein weiteres Baurecht ausgewiesen werde.

Kattari erklärte, dass es sich hier um eine Nachverdichtung handle. „Wir errichten ein Gebäude auf einem Ordinariatgrundstück, das dann auch dem Ordinariat gehört, dürfen dies aber nur vollziehen, wenn ein zusätzliches Baurecht für das Ordinariat ausgewiesen wird“, sagte Kattari wörtlich.

Die jetzige Planung sei mit dem Ordinariat abgestimmt. Geplant ist im Osten ein einstöckiger Anbau mit einer maximalen Wandhöhe von dreieinhalb Metern. Eine Grenzbebauung fand bei den Nachbarn keine Zustimmung. Der neuen Planung teilweise etwas abgerückt, stimmten die Nachbarn zu, erklärte der Bürgermeister. Der bestehende Carport wird abgerissen.

Dr. Winfried Drost (UGL) erkundigte sich, ob sich die Gemeinde für das Grundstück ein Vorverkaufsrecht sichern könnte. Laut Richard Schreiner (SPD) würde dieses nicht greifen, da das Ordinariat nur im Erbbaurecht Grundstücke vergibt.

Bürgermeister Kattari betonte, dass nicht die Kirchenstiftung, die sich kooperativ zeigt, hier Grundstückseigner sei, sondern das erzbischöfliche Ordinariat.

Abschöpfungfür Einheimische?

Thomas Hofmann (AE) fragte, ob eine Abschöpfung nach dem EinheimischenModell möglich sei. Dies verneinte der Rathauschef. Schließlich stimmte der Ausschuss einstimmig der Änderungsplanung zu. tb

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