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B305 UND SKATERPLATZ EBENFALLS THEMA

Online-Bürgerversammlung in Marquartstein: Viele Fragen der Bürger zur Ortsdurchfahrt

Die B305 führt in Marquartstein mitten durchs Zentrum – sehr zum Ärger vieler Bürger.
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Die B305 führt in Marquartstein mitten durchs Zentrum – sehr zum Ärger vieler Bürger.
  • VonManfred Peter
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Den ganzen Tag schiebt sich der Verkehr in Richtung Reit im Winkl und Kössen mitten durch Marquartstein. Die Hauptverkehrsader soll verändert werden. Unter welchen Umständen, das wollten die Bewohner in der Online-Bürgerversammlung in der ganz genau wissen.

Marquartstein - Aufgrund der großen anstehenden Projekte in Marquartstein habe sich die Gemeinde entschieden, eine Bürgerversammlung im Online-Format zu machen, sagte Bürgermeister Andreas Scheck (BfM). Die Bürgerinnen und Bürger konnten nicht nur im Vorfeld schon Fragen einreichen, sonders es gab auch während der laufenden Live-Stream-Übertragung die Möglichkeit Fragen über Telefon oder per Mail einzureichen. Die Bürger nutzten beide Möglichkeiten rege.

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Das Hauptthema der Bürgerversammlung war der Ausbau der Ortsdurchfahrung der B305 mit einer Länge von 1,35 Kilometern und einem Bauvolumen von 5,4 Millionen Euro, daher nahmen auch Vertreter vom staatlichen Bauamt Traunstein und vom Planungsbüro an der Versammlung teil.

Vergabe kürzlich abgeschlossen

Wie Scheck ausführte, konnte erst vor kurzer Zeit die europaweite Ausschreibung und Vergabe abgeschlossen werden. Und so habe man von der zum Zuge gekommen Baufirma Strabag erst vor wenigen Tagen den zeitlichen Ablauf erhalten.

Der Bauabschnitt eins von der Abzweigung B307 bis zur Kreuzung Lanzinger und Schlechinger Straße soll von 26. Mai bis 16. August realisiert werden. Anschließend kommt der Bauabschnitt 2 bis zur Bahnhofstraße bis zum 13. Oktober an die Reihe und abschließend der Bauabschnitt 3 bis zum Gewerbegebiet bis Jahresende.

Müssen die Bäume weichen?

Im Vorfeld der Baumaßnahmen der B305 seien schon einige Bäume gefällt worden, so der Inhalt der Eingabe von Christoph Köhler. Er wollte wissen, ob Ersatzpflanzungen vorgesehen sind und wo. Dazu sagte Florian Miller vom Planungsbüro, dass dort wo die Bäume gefällt worden seien auch wieder neue Bäume gepflanzt würden.

Ob es denn Zebrastreifen bei den Übergängen Lanzinger und Schlechinger Straße sowie zwischen Loithauser Straße und Rathaus geben werde, wollte Thomas Kraus-Böhne wissen. Dazu gab es ein Nein vom Bürgermeister und er begründete das damit, dass von den Verkehrsbehörden die Zebrastreifen kritisch gesehen werden.

Kein Flüsterasphalt

Monika Juliana Fuchs und Raphael Stöttner hatten Bedenken, dass eine erhöhte Lärmbelastung durch die Fahrbahngestaltung mit Mittelstreifen zur Verkehrsverlangsamung entstehen werde. Scheck wiederholte dazu die Ausführungen, dass die Streifen zur optischen Fahrbahntrennung bündig mit gesägten Steinen gemacht werden und so keine erhöhte Lärmbelastung zu erwarten sei.

Fuchs wollte außerdem wissen, ob während der Bauzeit eine ständige Zufahrtsmöglichkeit zu den verschiedenen Anwesen sichergestellt sei. Die Frage konnte Scheck bejahen. Sollte während der Bauphase einmal eine Zufahrt nicht möglich sein, werde das zeitig durch den Bauleiter mitgeteilt.

Gefahr für Schüler bei Überquerung?

Die Bürgerin Elisabeth Albers meinte, dass bei den Bauarbeiten der Verkehr über die Pettendorfer und die Loithauser Straße umgeleitet werde. Für sie stelle sich die Frage, ob dann die Überquerung der Straße auf der Höhe des Rathauses für die vielen Schüler schwierig und gefährlich werde. Christof Claßen fragte nach, ob während der Umleitung Geschwindigkeitsanzeiger installiert werden können.

Peter Maltan vom staatlichen Bauamt antwortete, dass Geschwindigkeitsanzeiger durch die Gemeinde angebracht werden, dem auch der Bürgermeister positiv entgegenstand. Die Situation am Rathaus werde man im Blick behalten, fügte Scheck an.

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Um Lärmschutzmaßnahmen im Zuge der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt ging es bei den Beiträgen von Roman und Katja Illmer sowie Franz Fellner. Die derzeitigen Fahrbahnunebenheiten führten zu höheren Lärmerzeugung, erklärte Maltan. Durch die glatte Fahrbahn nach der Fertigstellung werde diese Lärmquelle behoben sein.

Ein typischen „Flüsterasphalt“ werde nicht zum Einsatz kommen, da dieser erst bei Geschwindigkeiten über 60 km/h seine Wirkung entfalte, so Maltan. Es werde jedoch ein Asphaltbeton eingebaut, der die Lärmentwicklung um fast 3 dBA zu den herkömmlichen Fahrbahnmaterial reduziere.

Lärm am Skaterplatz stört Anwohner

Der Skaterplatz am Sportplatz an der Freiweidacher Straße erfreut sich großer Beliebtheit. Der Besuch bringt es jedoch auch mit sich, dass damit gerade bei schönem Wetter die Anlieger seit einiger Zeit durch einen erhöhten Lärmpegel in Mitleidenschaft gezogen werden. Seit der Platz vergrößert und mit mehr Rampen versehen worden sei, habe sich die Nutzung verdreifacht, bemerkt Robert Kling. Dies führe zu einer Dauerbeschallung von knallenden Skatbrettern und Rampendröhnen, so der Anlieger. Kling brachte seine Bedenken zum Ausdruck, dass im Sommer, wenn es länger hell bleibe, der Platz bis 23 Uhr genutzt werde. Klingt wollte wissen, ob die Rampen noch schallgedämmt werden und ob die Gemeinde die Öffnungszeiten begrenzen werde.

Scheck habe Verständnis für die Anlieger am Skaterplatz, die sich immer mehr wegen der steigenden Lärmbelastung beschweren würden. Er verwies jedoch darauf, dass die Anlage nicht vergrößert worden sei. Doch wolle er nicht in Abrede stellen, dass aktuell die Grenzwerte überschritten werden könnten. Bei den Geräten müssten noch abschließende Arbeiten erledigt werden. Was auch an der ausführenden Firma liege, die hier etwas langsam reagiere. Sollten danach die Lärmbelastungswerte überschritten werden, werde es eine Nachbesserung geben, so Scheck.

Die Nutzungszeiten würden nicht verlängert, sagte Scheck. Die Nutzung bis 21.30 Uhr werde auch überwacht, um die Einhaltung zu gewährleisten. Der Bürgermeister bat die Anlieger noch um etwas Geduld und sicherte zu, dass das Thema einer zusätzlichen Lärmschutzwand und der Öffnungszeiten zur Beratung in den Gemeinderat gehen würden, wenn es erforderlich sei.

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