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FRAGEN AN DEN BÜRGERMEISTER

Online-Bürgerversammlung in Chieming dreht sich vor allem um Verkehr und Klimaschutz

Die Verkehrsbelastung war ein Thema.
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Die Verkehrsbelastung war ein Thema.

Seinen Bürgern Rede und Antwort stand Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) in der digitalen Bürgerversammlung. Dabei wurde deutlich, dass vor allem die Themen Verkehr und Klimaschutz die Bürger beschäftigen.

ChiemingBürgermeister Stefan Reichelt leitete die Bürgerversammlung, die als Onlineveranstaltung aufgenommen und per Video-Stream gesendet wurde. Es nahmen ungefähr 150 Zuschauer teil. Das Video ist weiter hier abrufbar.

Bürger stellten Fragen anonym

Die an Bürgermeister Reichelt gestellten Bürgerfragen wurden anonym vorgelesen und in Kategorien geordnet anschließend beantwortet. Einen Bürger stören die vermehrten Wohnmobile an der Alpenklinik am Chiemseering trotz Verbotsschilds und die damit zusammenhängende Müllproblematik.

Auch das Zuparken von Gemeindestraßennahe des Chiemsees wurde hinterfragt. Reichelt antwortete mit den Beschlüssen der jüngsten Gemeinderatssitzung, wonach der Kiesplatz am Chiemseering eingefriedet und mit einer Höhenbegrenzung versehen werden soll. Die Parkgebühren für Wohnmobile betragen künftig 15 Euro pro Nacht. Ein reines Anwohnerparken sei nicht umsetzbar.

Wohngebiet kann nicht über die Staatsstraße angebunden werden

In Sachen Bebauungsplan Egerer wurde gefragt, ob die Anbindung des Neubaugebiets ausschließlich über die Buchäckerstraße oder auch über die Staatsstraße 2095 erfolgen wird. Der Bebauungsplan-Entwurf werde derzeit erstellt, anschließend wird dieser vom Gemeinderat gebilligt, danach erfolgt die öffentliche Auslegung, so Reichelt. „Die Baumaßnahmen könnten ab Frühjahr 2022 beginnen, sofern alles nach Plan läuft. Die Buchäckerstraße ist für das Neubaugebiet mit 30 Häusern ausgelegt, eine Anbindung über die Staatsstraße ist nicht realisierbar.“

Hinsichtlich der Tempo 30-Zonen in Chieming wurde nach Bodenmarkierungen oder -wellen gefragt. Reichelt sprach sich gegen Bodenwellen aus, weil diese den Verkehr eher lauter machen, stattdessen sollen Markierungen erfolgen.

Ortsumfahrung soll vorangetrieben werden

In Sachen Verkehrsbelastung wegen des Durchgangsverkehrs in Chieming nahm Reichelt Bezug auf einen Jahre zurückliegenden Gemeinderatsbeschluss, demzufolge der Bürgermeister die Planung der Ortsumfahrung vorantreiben soll. „Dazu sind immer wieder Gespräche zwischen dem Straßenbauamt und meinem Vorgänger erfolgt.“ Reichelt sagte, er sei seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr in ständigem Kontakt zu den Behörden und er stehe in Austausch mit seinen Amtskollegen aus Grabenstätt, Nußdorf und Seeon-Seebruck.

Radarkontrolle in vorübergehender Tempo-30-Zone: Aufwand zu groß

Auf die Frage, ob vor dem katholischen Kindergarten, wo wegen der Corona-Auslagerung von Schülern vorübergehend eine Tempo-30-Zone angeordnet ist, geblitzt werden kann, sagte Reichelt, dass dies mit viel Aufwand verbunden sei. Dieser sei kaum rentabel, weil die 30er-Zone nur vorübergehend besteht. Vor der Schule sei dies anders, da würden regelmäßig Tempokontrollen durchgeführt und Schnellfahrer sanktioniert.

ÖPNV-Konzept noch heuer

„Welchen Beitrag leistet die Gemeinde Chieming, um gegen die Klimakrise vorzugehen? Mit einem verbesserten Nahverkehr, einem Bürgersolarfeld oder der Ausweisung von Schutzgebieten in Chieming?“ – das war die Frage eines weiteren Bürgers. Ein anderer sprach eine verbesserte ÖPNV-Anbindung für Chieming in den Abendstunden und eine bessere Vernetzung mit Nachbargemeinden an. Reichelt antwortete, am Chiemseeufer gebe es schon Schutzgebiete, im Laufe des Jahres soll ein Konzept für einen gemeindlichen ÖPNV erstellt werden.

Beitrag zur Artenvielfalt

Auf die Frage, ob die Gemeinde zur Artenvielfalt beitragen könne, antwortete Reichelt: „Wo die Gemeinde etwas tun kann, macht sie bereits etwas, zum Beispiel beim Bienenlehrpfad und bei Habitatsbäumen. Auch Blühstreifen der Landwirte erfüllen bereits dieses Ziel.“ Auch die Bäume am See, die Stürmen oder zwingender Aufforstung zum Opfer fielen, sollen nachgepflanzt werden, soweit sie auf Gemeindegrund liegen.

Zuletzt wurde gefragt, ob die Gemeinde Chiemings schon einmal über eine Städte- oder Gemeindepartnerschaft nachgedacht hätte, wie dies auch in anderen Kommunen der Fall sei. Reichelt sagte, bisher sei das noch nicht geplant: „Aber es ist eine gute Idee, die im Gemeinderat diskutiert werden könnte“.

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