Mit Ohrenschmaus klang 2018 aus

Die Salonmusik Saitensprünge bekam viel Applaus. Oberkandler

Traunstein – 200 Zuhörer stimmten sich beim Silvesterkonzert im Traunsteiner Rathaus auf den Jahreswechsel ein.

Dort spielte nun bereits zum 19. Mal die Salonmusik Saitensprünge und bot den Zuhörern einmal mehr einen wahren Ohrenschmaus.

Dass die Eintrittskarten bereits drei Stunden nach Beginn des Vorverkaufs restlos vergriffen waren, ist Beweis dafür, welch großer Beliebtheit sich die Veranstaltung erfreut. Ob man sich angesichts des großen Andrangs vielleicht dazu entschließt, sie nächstes Jahr in einen größeren Saal zu verlegen, ist offen. „Darüber haben wir noch nicht nachgedacht“, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel in einem Gespräch mit der Heimatzeitung. Ob eine solche Verlegung ausgerechnet zum 20. Jubiläum am 31. Dezember 2019 erfolgen wird, steht also in den Sternen.

Den beschwingten Jahresausklang mit diesem Konzert bezeichnete Kegel als ein „Jahrtausendereignis“ – weil ja im Jahr 2000 das erste Konzert dieser Art im Rathaus stattgefunden habe. Kegel wandte sich zu Beginn, auch im Namen aller Zuhörer, an die Musiker: „Wir freuen uns sehr, dass Sie uns auf diesen letzten Abend des Jahres einstimmen.“ Er wünschte allen Anwesenden „Gesundheit, Zufriedenheit, Glück und Wohlergehen“.

Die Salonmusik Saitensprünge bot wieder einen bunten Melodienreigen mit Walzern, Tangos und eingängigen Melodien. Die meisten davon waren einem Großteil der Besucher bis dahin unbekannt; aber gerade das Erleben von Musik, die man bisher noch nie gehört hat, macht den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus.

Mit einfühlsamen kurzen Erklärungen brachte auch diesmal Simon Angerpointner die Musikstücke dem Publikum näher und erzählte etwas über deren Komponisten.

Der Melodienreigen des Ensembles, das aus Marga rethe Hlawa-Grundner und Thomas Breitsameter, Vio linen, Monika Gaggia, Violoncello, Sven-Jorge Schnoor, Klavier, und Simon Angerpointner am Kontrabass besteht, begann mit Komposition eines tschechischen Komponisten. Dessen Name sei so unaussprechlich, dass, wie Angerpointner humorvoll anmerkte, Mütter ihre Kinder zum Logopäden bringen, damit er ihnen die Aussprache desselben beibringe.

Mit Walzer und Tango ging es weiter, unterbrochen von einer Reminiszenz Angerpointners an die Traunsteiner Tanzschulen Giebel und Appelmann, bei denen man in seiner Jugendzeit die ersten Schritte auf dem Tanzparkett erlernte. Übungsraum war unter anderem die alte Turnhalle, die dort stand, wo heute das Landratsamt steht. Es gab keine Duschen und keine vernünftige Lüftung – aber Tanzunterricht nach den Sportstunden.

Als die Musiker das Lied „An der Donau steht Marika“ anstimmten, hörten viele Besucher an diesem Abend die erste Melodie, die sie kannten. Karel Gott war einer der unzähligen Interpreten des Stücks.

Und auch der Tango „Eine Nacht in Monte Carlo“ war dem einen oder anderen Zuhörer bekannt. Mit Walzer und Foxtrott ging es weiter. Die beschwingten eineinviertel Stunden vergingen wie im Flug und es folgten – auch das wie jedes Jahr – nach begeistertem Applaus – zwei Zugaben.

Besonders die zweite Zugabe berührte das Publikum und ließ es beschwingt den Heimweg antreten: „Heimat, deine Sterne“ aus dem gleichnamigen Film von 1952. Die Sterne hat man auf dem Heimweg zwar nicht gesehen; gegen Mitternacht klarte es dann aber doch so weit auf, dass man etwas vom Feuerwerk mitbekam.

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