Öffnungszeiten bleiben gleich

Das Rathaus in Seebruck, hier bei der Einweihung im Februar, wird auch künftig zu den bekannten Zeiten zur Verfügung stehen. Archiv Rasch

Seeon-Seebruck –. Der Seeon-Seebrucker Gemeinderat hat den Antrag der CSU-Fraktion, die Öffnungszeiten des Rathauses einmal in der Woche zu verlängern, abgelehnt.

Damit schloss sich die Mehrheit des Gremiums in der Gemeinderatssitzung der Empfehlung der Verwaltung an. Nach deren Auffassung würde eine Verlängerung der Öffnungszeiten unweigerlich zu Einschränkungen im Betriebsablauf sowie den üblichen Servicezeiten führen. Es bestehe kein erkennbarer Bedarf.

Bereits bei den bisherigen Öffnungszeiten, dienstags bis 17 Uhr und donnerstags bis 16 Uhr, sei fast kein Parteiverkehr gewesen, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung. Durch eine Verlängerung müsste regelmäßig zusätzliche Arbeitszeit aufgebaut und an anderen Tagen wieder abgebaut werden, was verwaltungsintern nur sehr schwer umzusetzen wäre. „Wir haben jetzt schon keine Vertretungsleute in den Sachgebieten“, warnte der Geschäftsleiter Dominik Huber. Wie von der CSU in ihrem Antrag gefordert, müsse das Rathaus mit voller Personalstärke besetzt sein. Anderenfalls wäre eine Verlängerung wirkungslos, weil aufgrund der Verwaltungsgröße nur in den seltensten Fällen eine direkte Vertretungsregelung möglich sei. Außerdem würden die Bürger bei reduziertem Personal keine Beratung mehr erhalten, was dem Gedanken der Bürgerfreundlichkeit widersprechen würde. Die CSU reichte den Antrag ein, dass das Rathaus in vollständiger Funktion mindestens einmal in der Woche bis 19 Uhr für alle Bürger geöffnet sein sollte. Auch vor dem Hintergrund der im Wahlkampf gepriesenen Bürgernähe und eines Kampfes der Verwaltungszusammenlegung, die mit dem Einzug in das neue Rathaus im Januar offiziell umgesetzt wurde, wollte die CSU mit gutem Beispiel vorangehen und die Öffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung für den Parteiverkehr anpassen. „Wir haben 40 Jahre lang für eine Verwaltungszusammenlegung gekämpft und sollten jetzt auch einen entsprechenden Service anbieten“, forderte Sepp Daxenberger (CSU). Sein Fraktionskollege Michael Regnauer wies darauf hin, dass die Tourist-Info zwischenzeitlich an den Wochenenden geöffnet habe und auch der Service im Rathaus angepasst werden sollte. „Wir sollten diesen Schritt gehen. Es ist sehr wichtig, dass man das anbietet“, sagte Regnauer. Aufgrund der Aussage der Verwaltung, dass für die Bürger auch individuelle Termine angeboten werden, sahen die Vertreter der Freien Wähler, Martha Gruber und Alfred Fiedler, sowie Angelika Wolfertstetter von den Grünen keine Notwendigkeit einer verlängerten Öffnungszeit. Mit 9:6 Stimmen wurde der Antrag der CSU abgelehnt. ga

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