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«Ochsenrennen» von Mensch und Tier

Traunstein - Mit zwei kurzweilig inszenierten, lustigen Einaktern erfreuten die Theaterspieler des Trachtenvereins «D´ Gmiadlichen Hochbergler» zum Jahresende ihr Publikum. Mit den Stücken «Das Ochsenrennen» und «Der eiserne Amor» boten sie im Alpengasthof «Hochberg» wiederum beste Unterhaltung.

Zum «Ochsenrennen»: Nachdem der Bauer Blasius Riedhofer (Franz Eckart) dem Bodenleger Martl (Robert Steininger) die Verbindung mit seiner Tochter Franzi (Christine Jaksch) untersagt hat («Da Hungerleider soll de Finga vo da Franzi lassn»), will ihm dies der Martl heimzahlen. Da kommt es ihm gerade recht, dass der Riedhofer den Bauern Schorsch Jodlhofer (Hubert Haßlberger) bei einer Rauferei übel zugerichtet hat.

Zusammen mit dem Heinrich (Thomas Geistanger), Hausmeister im Amtsgericht, lädt er die beiden Streithähne zur Verhandlung wegen schwerer Körperverletzung vor. Die Streithansl wissen allerdings nicht, dass zurzeit Gerichtsferien sind. Während der Riedhofer mit großer Unschuldsmiene verkündet «I bin gar net hikemma an eahm», hat der Jodlhofer von seiner Frau Traudl (Irmi Schützinger) den Auftrag erhalten, wegen des Schmerzensgelds «Sprachstörungen» vorzutäuschen und kein Wort zu sagen...

Zum «Eisernen Amor»: Mit seinem bösen Weib geschlagen ist der Bauer Lenz (Franz Hornauer), der zweite Mann der Bäuerin Rosl (Sabine Holzner). Sie schimpft und pulvert den ganzen Tag herum, wobei er doch so ein Gemütsmensch ist. Er sei vom Himmel ins Fegfeuer gekommen, jammert er. Dabei rackere er den ganzen Tag und sei recht sparsam. «Und bei jeder Gelegenheit reibt sie mir ihren ‚seligen Florian' unter die Nase.» Ihr erster, verstorbener Mann sei sozusagen eine «Sammelstelle der guten Eigenschaften» gewesen.

Auch wenn die Magd Liesl (Kathrin Prosser) ebenso wie der Knecht Ulrich (Walter Sonderhauser) unter der herrischen Bäuerin leidet («Des is koa Arbeit aufm Hof, sondern a Treibjagd»), so hält sie in Sachen Ehe doch zu ihr («De Bäuerin is unglücklich verheiratet»).

Der Viehhändler Eras kommt zufällig vorbei, als die Bäuerin dem Bauern rechts und links eine Watschn herunter haut, weil der sich eine Pause gönnt und eine Pfeife raucht. Da hat der Viechtandler Mitleid mit dem Landwirt und erzählt ihm die Wahrheit über seinen Vorgänger. Dieser sei beileibe nicht der tugendhafte Mann gewesen, wie ihn die Bäuerin stets darstelle, sondern sei ständig beim Wirt gewesen, habe beim Heimkommen im Rausch gelegentlich das Gartentürl «mitgenommen» und ihr gleich zu Anfang «schlagkräftig» gezeigt, wer der Herr im Haus ist. Sie wiederum habe ihm «lamperlfromm» in die Hausschuhe geholfen und ihm einen Kaffee gekocht. bjr

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