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Der AZV nutzt die Sonnenenergie

Achental - Der Abwasserzweckverband (AZV) Achental will die Stromerzeugung ausbauen. In ihrer jüngsten Sitzung im Klärwerk in Mietenkam (Gemeinde Grassau) haben die Verbandsräte einstimmig beschlossen, so bald wie möglich Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Gebäude zu errichten, die auf dem Gelände der Kläranlage stehen.

Die Kosten für die in Erwägung gezogenen Anlagen auf fünf Dächern betragen je nach Ausführung insgesamt voraussichtlich zwischen 230.000 und 330.000 Euro.

Nicht neu ist, dass der AZV Strom erzeugt. So unterhält er auf dem Gelände der Kläranlage bereits seit 15 Jahren ein Blockheizkraftwerk. Im vergangenen Jahr produzierte er rund 170000 Kilowattstunden. Neu ist jetzt jedoch, dass der Abwasserzweckverband die Sonnenenergie zur Stromerzeugung nutzen und Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Gebäude bauen will. Was die Größenordnung betrifft: Der AZV will, wenn möglich, fünf Anlagen installieren, die pro Jahr dann schätzungsweise insgesamt etwa 100000 Kilowattstunden Strom erzeugen.

Der Verbandsvorsitzende, Unterwössens Bürgermeister Hans Haslreiter, lobte in der Versammlung die Mitarbeiter. Durch die konsequente Energie-Optimierung, ermöglicht durch die Mitarbeiter, habe der Energiebedarf deutlich gesenkt werden können. Die Erneuerung der Steuertechnik in der Kläranlage habe wesentlich zu dieser Senkung beigetragen.

Die Zahlen: Hatte der AZV 2005 noch 976.000 Kilowattstunden Strom benötigt, sank der Verbrauch 2010 auf 590.600 Kilowattstunden. Die benötigte Ölmenge verringerte sich im gleichen Zeitraum von 139.000 auf nur noch 42.000 Liter. Einsparungen seien, so Haslreiter, durch das eigene Blockheizkraftwerk und durch die Klärgasanlage erzielt worden.

Die Verringerung des Energieverbrauches führte jedoch zu keinem Rückgang der Energiekosten. Hatte der AZV 2005 rund 100.000 Euro für den Strom, den er benötigte, bezahlt, so musste er diesen Betrag auch im vergangenen Jahr wieder berappen. Der AZV verbaucht deutlich weniger Strom, muss aber gleichviel bezahlen. Der Grund: Die Strompreise sind gestiegen.

"Wenn wir ernsthaft aus der Atomkraft aussteigen wollen, müssen alle erneuerbaren Energiequellen durchleuchtet werden", betonte Haslreiter. Er erwähnte die Möglichkeit einer "Fließwasserstromerzeugung" in der Tiroler Ache. Eine Biogasanlage betreibe der AZV bereits seit 15 Jahren mit Erfolg. Und eine weitere Alternative seien Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Kläranlage, wie die Studie der Firma Sunpower zeige.

Matthias Doering (Sunpower) stellte die Möglichkeiten vor und betonte, dass inMietenkam ideale Voraussetzungen gegeben seien. Als Dächer eignen sich seinen Angaben zufolge das des Verwaltungsgebäudes, der Filtration, der Klärschlamm-anlage und die der beiden Betriebsgebäude sowie des Wohnhauses. Der Strompreis werde auf 20 Jahre garantiert.

Olaf Gruß informierte, dass der Markt Grassau alle gemeindlichen Dächer auf die Nutzung mit Fotovoltaik untersuchen lasse. Matthias Bauhofer, der Geschäftsleiter des AZV, sagte, dass im Falle einer Ausstattung der Kläranlage mit Fotovoltaikanlagen mit Investitionen in Höhe von 230.000 bis 330.000 Euro zu rechnen sei. Die Ausgaben richten sich seinen Angaben zufolge nach der Anzahl und Qualität der Module. Amortisiert habe sich die Anlage nach zirka zehn bis zwölf Jahren.

Einstimmig beschloss der Verbandsrat, möglichst bald auf den Dächern der Kläranlagengebäude Fotovoltaikanlagen zu installieren. In nächsten Schritten müssen die Statik der Dächer überprüft und die Genehmigungen eingeholt werden.

tb/pü/Chiemgau-Zeitung

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