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LESERFORUM

„Notwehr“ gegen zu große Bauvorhaben

Zum Bericht „Veränderungssperre fürs rechte Maß“ (Lokalteil):

Im Sinne einer behutsamen Ortsentwicklung gibt es in Verwaltung und Politik eine bemerkenswerte Trendwende im Umgang mit Neubau und Nachverdichtung: Die planungsrechtlichen Mittel werden endlich ausgeschöpft: Veränderungssperre als Zeitgewinn beziehungsweise „Notwehr“ gegen allzu drängendes (Investoren-)Begehren wider Art und Maß der üblichen Bebauung. In der zwingenden Folge: Aufstellen von Bebauungsplänen nicht nur für ein einziges Bauvorhaben, sondern im Kontext. Nur so lässt sich gesichert prüfen, ob Projekte verträglich für Umfeld und Landschaft. Es reift offenkundig die Erkenntnis, dass Politik und Verwaltung mehr Einfluss haben bei der Entwicklung von Siedlung und Ortsbild, wenn verbindliche Bebauungspläne vorhanden sind. Diese an freischaffende Planungsbüros zu vergeben ist gut investiertes Geld, förderfähig und entlastend für die Verwaltung. Das gilt auch für eine Fortschreibung des Flächennutzungsplanes, dessen Anzahl an Änderungen/Korrekturen vermutlich kaum noch überschaubar sein dürfte. Der Bauausschuss ist zunehmend kritisch hinsichtlich Ausnahmen von Regeln und öffentlichem Gestaltungsanspruch. Hoffentlich findet dieser positive Trend bei außerörtlichen Instanzen Resonanz: Jeder einzelne Widerspruch oder Streit zwischen Gemeinde und Landratsamt ist kontraproduktiv und schwächt die Autorität der gemeindlichen Gremien. Für Bauherren sollte allein die heimische Verwaltung der Ansprechpartner als Genehmigungsbehörde sein. Verwaltung und Politik wünsche ich neuen Schwung, Mut zum Diskurs und (längst überfällige) Ergebnisse.

Pridik Wedig

Prien

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