Noch kein Beitritt zu Wohnbau-Verband

Siegsdorf – In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stand der Beitritt zur Wohnungsbaugesellschaft Zweckverband Heimat.

Chiemgau auf der Tagesordnung. Nachdem viele Fragen aus dem Gremium nicht geklärt werden konnten, vertagte man die Entscheidung einstimmig auf eine der nächsten Sitzungen. Die Verwaltung wird versuchen, den Geschäftsführer des Landratsamtes zu einer Sitzung einzuladen, der dann detailliertere Auskünfte über den zeitlichen Ablauf von geplanten Maßnahmen der Gemeinde Siegsdorf geben könnte.

Der Zweckverband Heimat.Chiemgau hat die Aufgabe, kommunalen Wohnungsbau nach dem Förderprogramm des Freistaates Bayern umzusetzen und so günstigen Wohnraum zu schaffen. Durch eine vom Freistaat vorgenommene Änderung der Förderrichtlinien ist es notwendig geworden, das bisherige Zweckverbandsmitglied „Wohnungsbau GmbH des Landkreises Traunstein“ aus dem Zweckverband zu lösen und dafür möglichst viele Gemeinden des Landkreises als Mitglieder zu gewinnen. Nach erfolgter Umstrukturierung hat der Zweckverband dann die Möglichkeit, im gesamtem Kreisgebiet entsprechende Wohnbauprojekte zu verwirklichen.

Bürgermeister Thomas Kamm (UWS) erläuterte anhand einer kurzen Präsentation die geplante Umstrukturierung sowie die Möglichkeiten und Verpflichtungen der Gemeinde Siegsdorf bei einem Beitritt zum Zweckverband. Aus allen Fraktionen gab es dazu Fragen hinsichtlich des Mitspracherechtes bei der Wohnungsvergabe, zur energetischen Bauausführung und zur finanziellen Beteiligung der Gemeinden sowie zu prozentualen Wohnungsanteilen für Siegsdorfer Gemeindebürger bei gemeindlichen Projekten.

Viele Ratsmitglieder äußerten sich dabei durchaus positiv zu einem Beitritt. Vor allem Willi Geistanger (Grüne) äußerte aber große Bedenken hinsichtlich der zeitlichen Umsetzung von dringenden Siegsdorfer Projekten, bei der Fülle von Projekten, die auch auf der Agenda des Kreistages stünden. Sein Vorschlag, die Abstimmung zu vertagen und den Geschäftsführer des Landratsamtes Traunstein zur nächsten Sitzung einzuladen, fand schließlich einhellige Zustimmung. fkr

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