Vorgänger war 50 Jahre alt

Neues Schieberkreuz als Weihnachtsgeschenk in Ruhpolding

Unter schwersten Bedingungen wurde das tonnenschwere T-Stückeingebaut.
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Unter schwersten Bedingungen wurde das tonnenschwere T-Stückeingebaut.

Die Operation an der freigelegten Schwachstelle ist geglückt, schon sechs Stunden später hatten die Anwohner am Bäckerweiher wieder Wasser im Haus.

Ruhpolding – Hervorragend geklappt hat der Austausch des fast 50 Jahre alten Schieberkreuzes, bei dem im Oktober ein größerer, nicht mehr reparabler Schaden festgestellt wurde. Der Defekt ist während eines Routinec-Checks des Hauptleitungssystems der gemeindlichen Wasserversorgung offenkundig geworden, wie Wassermeister Franz Astner bekannt gab.

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Nach gründlicher Abwägung des Ausmaßes und der damit verbundenen Kostenfrage gab es keine Alternative dazu, die Verteilerabzweigung komplett zu erneuern. Bis die Aktion Alt gegen Neu jetzt erfolgreich abgeschlossen werden konnte, trieben dem Wassermeister die Vorarbeiten allerdings einige Sorgenfalten auf die Stirn. Und Weihnachten rückte immer näher. Nicht auszudenken, wenn ausgerechnet an den Feiertagen die Hauptleitung betroffen wäre.

Schieberkreuz in Einzelteilen geliefert

Die Vorarbeiten in den vergangenen Wochen konzentrierten sich deshalb da rauf, das neue Schieberkreuz, das in Einzelteilen geliefert wurde, passgenau für die Anschlüsse an der Zweigstelle des Leitungssystems vorzubereiten. Kopfzerbrechen bereitete dabei die verzögerte Ersatzteilbeschaffung für die spezielle Sonderanfertigung, die den endgültigen Zusammenbau um neun Wochen nach hinten verschob. Zudem erwies sich die vorübergehende Absenkung des hohen Grundwasserspiegels in dem als Klein-Venedig bekannten Gebiet als ausgesprochen schwierig.

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Drei schwere, leistungsstarke F-Pumpen erledigten diese Aufgabe rund um die Uhr, um ein trockenes Arbeitsumfeld in der drei Meter tiefen Baugrube zu schaffen. Dann aber, auch nach mehreren Sonderschichten, war der Weg frei für den Austausch des eineinhalb Tonnen schweren T-Stücks. Dank der Tiefbauspezialisten von mayertrans, den erfahrenen Experten des Rohrleitungsbaus Huber aus Halfing sowie den Mitarbeitern des gemeindlichen Wasserwerks ging die Aktion zügig über die Bühne und schon tags darauf war nicht nur die Durchfahrt frei, sondern auch wieder Astners Stirn von Sorgenfalten. Der Wassermeister fand es zudem lobenswert, wie verständnisvoll seitens des privaten Grundstückseigentümers sowie der betroffenen Anlieger auf die Maßnahme reagiert wurde.

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