Neues Leben für den Marquartsteiner Bergwaldweg

Beim Bergwalderlebnisweg im Marquartstein sind besonders an der steilen Stelle umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich. Neuralgische Punkte sind die Wasserdurchlässe sowie die Drehkreuze und die Wegauflage aus Kies, der immer wieder bei starken Regenfällen in die angrenzende Weidefläche geschwemmt wird.
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Beim Bergwalderlebnisweg im Marquartstein sind besonders an der steilen Stelle umfangreiche Sanierungsarbeiten erforderlich. Neuralgische Punkte sind die Wasserdurchlässe sowie die Drehkreuze und die Wegauflage aus Kies, der immer wieder bei starken Regenfällen in die angrenzende Weidefläche geschwemmt wird.

Die Erlebnisroute im Marquartsteiner Bergwald ist in die Jahre gekommen. Im Gemeinderat wird diskutiert, wie er saniert werden könnte und zu wewlchen Kosten. Auch Kindergartenkinder sollen Vorschläge machen dürfen, wie der Weg attraktiver werden könnte.

Von Manfred Peter

Marquartstein – Im wahrsten Sinne des Wortes ist der Bergerlebnisweg in Marquartstein die Jahre gekommen und es bedarf nun nach sechs Jahren seit der Eröffnung einer größeren Instandhaltungsmaßnahme. Nach ersten Schätzungen seien bis zu 20 000 Euro errechnet worden, sagte Bürgermeister Andreas Scheck (Bürger für Marquartstein) in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Gasthof Prinzregent.

Bevor jedoch nun in die genauere Planung und das Einholen von Angeboten gegangen werden solle, wolle er über die Maßnahme eine Grundsatzentscheidung vom Gemeinderat.

Weg ist stark ausgewaschen

Gemeinderat Franz Aigner (Bürger für Marquartstein) meinte, dass es sich hier doch um einen „ansehnlichen Betrag“ handle und stellte die Frage, ob die angedachte Ausführung der Maßnahme vorgestellt werden könne.

Dem Wunsch kam Bürgermeister Scheck nach und erteilte Bauhofleiter Georg Hacher das Wort. Bei den Maßnahmen handle es sich im Wesentlichen um die Ertüchtigung des Weges von der Naderbauernalm bis zur Forststraße.

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Der Weg sei hier sehr stark ausgewaschen und die drei vorhandenen Durchlässe müssten saniert werden. Zur besseren Wasserführung sollen laut Hacher noch drei weitere Durchlässe sowie Sandabsetzbecken vor den Durchlässen errichtet werden. So soll der Eintrag von Sand in die Weideflächen verhindert werden. Wobei für die Baumaßnahmen ortsübliche Materialen genommen würden, „damit sie sich in die Landschaft einfügen“, so der Bauhofleiter.

Der Weg sei eine große Attraktion für die Gemeinde, ist sich Gemeinderat Roland Polleichtner (Bürger für Marquartstein) sicher. Da solle man „jetzt nicht groß“ um die erforderlichen Maßnahmen und die Kosten diskutieren. Scheck stimmte ihm dahingehend zu, dass der Weg attraktiv sei und somit auch klar, dass er saniert werden müsse.

Erlebnisweg soll nicht zum Event werden

Gemeinderätin Katja Kink (Bürger für Marquartstein) regte an, wenn jetzt schon so viel Geld in die Hand genommen werden solle, eventuell „gleich noch eine weitere Attraktion zu installieren, damit der Weg für die Kinder wieder etwas Neues bietet“.

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Dem erwiderte Scheck, dass der Bergerlebnisweg kein Eventweg werden solle. Diesbezüglich aber schon mal die Kinder von Waldkindergarten einbezogen worden seien, um zu erfahren, was bei den Kindern gefragt sei. Man könnte ja einen Wettbewerb mit Schulklassen machen, um eine weitere Station entwickeln zu können, schlug Scheck vor.

„Sollte man sich nicht Gedanken über einen anderen Zugang zum Bergerlebnisweg machen, um das steile Stück, dass jetzt saniert werde, umgehen zu können?“ fragte Klaus Hell (Bürger für Marquartstein)in die Runde. +++ Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++ Streckenführung soll bestehen bleiben

Dazu fügte Michael Elgass (Grüne/Offene Liste) noch an, dass er bei der jetzigen Wegführung auch die Frage der Sicherheit sehe.

Dazu antwortete Scheck, dass bei Gesprächen der Grundeigentümer zum Ausdruck gebracht worden sei, dass der Weg mit der vorhandenen Führung weiter bestehen bleiben solle. „Und somit müssten wir uns mit den vorhandenen Begebenheiten auseinandersetzen und Lösungen finden“, so der Bürgermeister. Bei der Abstimmung waren alle Ratsmitglieder für die Instandhaltung des Weges.

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