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Prienerin Astrid Geis schreibt und zeichnet für Kinder ein Geschichtsbüchlein

Neues Kinderbuch in Prien für Einheimische und Urlauber: Mit Nixerl auf Chiemsee-Zeitreise

Bei der Buchvorstellung im Hafen von Prien-Stock: Schifffahrt-Geschäftsführer Michael Feßler, PriMa-Geschäftsführerin Andrea Hübner, Autorin Astrid Geis und der Marina-Geschäftsführer Dirk Schröder (von links).
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Bei der Buchvorstellung im Hafen von Prien-Stock: Schifffahrt-Geschäftsführer Michael Feßler, PriMa-Geschäftsführerin Andrea Hübner, Autorin Astrid Geis und der Marina-Geschäftsführer Dirk Schröder (von links).
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Ein kleines, charmantes Unterwasserwesen führt große und kleine Leser durch markante Punkte der rund 10.000-jährigen Geschichte des Chiemsee, der nach Ende der Eiszeit entstanden ist. Wie Prien zu seinem Nixerl gekommen ist.

Prien – „Nixerl und die Geschichte des Chiemsees“ heißt das Erstlingwerk der pensionierten Priener Lehrerin Astrid Geis für Kinder ab neun Jahre, das ab sofort erhältlich ist. Auf unterhaltsame und kindgerechte Weise nimmt die Autorin ihre kleinen und großen Leser entlang wichtiger Ereignisse mit auf eine Reise durch die knapp 10 000-jährige Geschichte des Chiemsee. Herausgegeben hat das Buch die Prien Marketing GmbH (PriMa) mit Unterstützung der Chiemsee-Schifffahrt und des Prienavera Erlebnisbades.

Viele Bilder und eingängige Texte

Nixerl ist ein kleines Phantasiewesen, das nach der Eiszeit im frisch entstandenen Chiemsee aus einem Ei entschlüpft. Es kann schwimmen, im und über Wasser atmen, zur Tarnung seine Farben ändern und wird nicht älter. Es kennt jeden Winkel des Sees. Auf 43 Seiten nimmt es seine Leser in bunten Zeichnungen und mit eingängigen Texten mit zu seinen Abenteuern.

Astrid Geis ist seit elf Jahren in Pension. Sie unterrichtete an der Franziska-Hager-Schule in den fünften bis neunten Klassen in verschiedensten Fächern, darunter Kunsterziehung und Geschichte. Auf letzteres Fach legte sie in ihrer Ausbildung einen Schwerpunkt wie Geis im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen erzählt.

Die langjährige frühere SPD-Marktgemeinde- und Kreisrätin ist in Prien aufgewachsen und hat eine Vorliebe für die heimische Historie, fürs Malen und dafür, beides an Kinder zu vermitteln. Nicht nur beruflich widmete sie sich als Lehrerin diesen Leidenschaften. Im Ferienprogramm der Marktgemeinde ging sie mit Kindern über Jahre hinweg „Nachts im Museum“ und begab sich mit ihnen auf Forschungsreise.

Anfangs nur für sich selbst geschrieben

Vor fünf Jahren sei ihr die Idee für das Buch gekommen. „Ich habe angefangen, Sequenzen zu schreiben, anfangs habe ich das erstmals nur für mich gemacht“, berichtet sie. Als sie ihre Unterlagen Bekannten aus der Bücherszene zeigte, hätten sie sie zum Weitermachen bestärkt.

Gesagt getan, der Corona-Lockdown und damit verbunden viel Zeit daheim taten ihr Übriges. Im November vergangenen Jahres sei sie auf die PriMa zugegangen, erzählt Geis weiter. Und die zeigte sich hoch erfreut und erklärte sich bereit, das Buch herauszugegeben.

Nicht nur die Texte, auch die Zeichnungen stammen von Geis. Sie schildert, wie Nixerl zum ersten Mal Kelten sah, die waren in Fischerbooten unterwegs und warfen ihre Netze im Chiemsee aus. Jahre später spannte sich in Seebruck eine Holzbrücke die Alz und Römer waren da.

Vom Hunnenüberfall auf den Inseln

Die Klostergründungen auf der Herren- und Fraueninsel, die Selige Irmenhard und der Vorfall, als die Hunnen die Inseln überfielen – Geis springt mit ihrem Nixerl durch markante Ereignisse der Geschichte bis in die Zeit, als die ersten Maler auf die Fraueninsel kamen und die Menschen begannen, in Segelbooten über den Chiemsee zu gleiten.

Der König und das Schloss, die Geschichte der Dampfschiffe, die Chiemsee-Bahn, der Bau der Autobahn und das erste Flugzeug, das auf dem See landete, sind weitere Stationen. Selbstverständlich begutachtet Nixerl auch das erste Strandbad, verfolgt den Bau des Ringkanals und nimmt das Achendelta unter die Lupe.

Tipps für Ausflugsziele

Am Ende gibt es einen tabellarischen Überblick über die wichtigen Ereignisse und Hinweise darauf, wo Beweise zu finden sind. Da sind zum Beispiel das Mammutmuseum Siegsdorf, das Bedaium-Museum in Seebruck oder das Schloss Herrenchiemsee aufgeführt. Nicht nur Urlauber, auch Einheimische, können sich dort jede Menge Ideen für den nächsten Familienausflug holen.

Für Geis steckte in dem Buch trotz ihrer Vorkenntnisse noch jede Menge Recherchearbeit, erzählt sie im Gespräch. Sie schrieb für die im Jahr 2014 erschienen drei Bände des Heimatbuches Prien viele Beiträge, trotzdem musste sie sich stellvertretend für Nixerl an Orte begeben, um zum Beispiel auf der Fraueninsel Fischernamen herauszufinden.

Auf spielerische Weise Wissen vermitteln

Prima-Geschäftsführerin Andrea Hübner dazu: „Es bereitet einfach Freude, mit dem geheimnisvollen Geschöpf die nahe und ferne Vergangenheit unserer Region zu erkunden.“ „Nixerl“ eigene sich auch hervorragend als Vorlesebuch für Großeltern und Eltern, die ihren Enkeln und Kindern spielerisch Wissen vermitteln und erklären wollen.

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