Aus dem Gemeinderat

Neues Heizkraftwerk für Schleching geht bald in Betrieb

Michael Scheck senior (links) und junior (rechts) bei der Arbeit an der neuen Hackschnitzelanlage und der dahinter- liegende Bunker.
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Michael Scheck senior (links) und junior (rechts) bei der Arbeit an der neuen Hackschnitzelanlage und der dahinter- liegende Bunker.

Ein neues Nahwärmekonzept war im Gemeinderat schon vor über zwei Jahren Thema. Jetzt wurde beschlossen, die kommunalen Gebäude an einen externen Versorger auf Hackschnitzelbasis mit heimischem Holz anzuschließen.

Schleching – Wichtig war dem Rat, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit Anwendung findet. Die Umsetzung übernimmt die Firma Naturwärme Scheck GmbH von Michael Scheck senior und junior aus Schleching. Der Bau begann Mitte November, die Fertigstellung ist für Ende Februar/Anfang März geplant. Die Anlage wurde unter dem Haus, in dem sich die Pizzeria Raggio di Sole befindet, gebaut. Im Keller befanden sich fünf Räume, die entkernt und umgebaut wurden, damit die Anlagen Platz finden.

Die Hauptanlage bringt eine Leistung von 150 Kilowatt und hat eine Redundanz-Anlage mit 100 Kilowatt als Reserve. Somit besteht keine Sorge um eine Auskühlung der Räume beim Ausfall einer Anlage. Die Anlage ist vernetzt und computergesteuert.

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Schlechinger Anlage per Handy steuern

Bei einem Störfall kann vom Handy aus sofort reagiert werden. Versorgt werden die gemeindlichen Gebäude: Rathaus, Schule, Kindergarten und Haus des Gastes. Außerdem werden noch weitere Wohnungen versorgt. Es stehen noch Kapazitäten für circa zehn Haushalte im Umkreis von 100 bis 150 Meter zur Verfügung.

Auch die Lagerung für die Hackschnitzel konnte gelöst werden. Ein weiterer Raum direkt neben den Anlagen kann von außen und oben befüllt werden. Ebenso wurden Regenschächte berücksichtigt, die das Wasser in den Regenwasserkanal ableiten, damit keine Gefahr durch Feuchtigkeit für das Hackschnitzelgut auftreten kann. Selbst an die Optik wurde bei der Abdeckung des Bunkers gedacht. Damit die Alu-Abdeckplatte nicht zu sehen ist, wird ein Gartenhäuschen, aus Altholz, die Platte verdecken. Das Häuschen steht dann auf Feldbahnschienen und kann bei Anlieferung der Hackschnitzel per Hand beiseite geschoben werden.

Sollten in Zukunft innovative Möglichkeiten zur Wärme- und Stromerzeugung mit Wasserstoff gefunden werden, können diese in den Räumlichkeiten umgesetzt werden. Michael Scheck senior und junior betonen, „dass das ganze Projekt so schnell umgesetzt werden kann, ist auch den super guten Handwerkern im Achental zu verdanken.“

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