Neues Führungsduo für den Abwasserverband Achental

Bürgermeister Sepp Loferer aus Schleching leitet den AZV Achental. Seine Stellvertreterin ist die Staudacher Bürgermeisterin Martina Gaukler.
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Bürgermeister Sepp Loferer aus Schleching leitet den AZV Achental. Seine Stellvertreterin ist die Staudacher Bürgermeisterin Martina Gaukler.

Der Verband wählt den Schlechinger Bürgermeister Josef Loferer zum neuen Vorsitzenden. Bürgermeisterin Martina Gaukler aus Staudach-Egerndach ist seine Stellvertreterin. Gremium muss für eine umweltfreundliche Entsorgung eintreten.

Von Tamara Eder

Grassau – Dem Verband gehören neben Grassau auch Marquartstein, Unterwössen, Schleching und Staudach-Egerndach an. Wichtige Entscheidungen im Bereich der Abwasserentsorgung auf der Verbandskläranlage werden in den Versammlungen des AZV für die Gemeinden getroffen.

Sanierungsarbeiten in Jantkes Amtszeit

Rudi Jantke (SPD), ehemaliger Bürgermeister von Grassau und die vergangenen sechs Jahre auch Verbandsvorsitzender, blickte zurück. Er erinnerte an die Generalsanierung der alten Gasbehälter mit Kosten von 45 000 Euro sowie an die Reinigung und Überprüfung des kompletten Hauptsammlers mit 30.000 Euro im Jahr 2015. Ein Jahr später wurde die Betriebswasser-Druckerhöhungsanlage für 55 000 Euro erneuert. Jantke rief auch die Informationsfahrt mit den Bürgermeistern und Verbandsräten zum AZV Tegernseer Tal in Erinnerung. Informiert hatte sich der AZV über die Vorteile, wenn das gesamte Kanalnetz aller Mitgliedsgemeinden in die Zuständigkeit des AZV übergeht. Seither werde im AZV darüber diskutiert, so Jantke.

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2016 wurde auch beschlossen, den Klärschlamm nicht mehr auf die Felder auszubringen, sondern von der Rekultivierung des Klärschlamms auf die Verbrennung überzugehen. Dies sei eine gute, umweltfreundliche, wenn auch etwas teurere Lösung. In den vergangenen zwei Jahren wurde der Hauptsammler mit 170 000 Euro saniert und dieses Jahr stehe die Sanierung der kompletten Gasanlage mit Erneuerung der Gasfackel und des Gasdoms für 200 000 Euro an.

Mitarbeiter wertvollstes Potenzial

In den vergangenen Jahren sei viel in die Verbandsanlage investiert worden, um den Umweltauflagen und dem Umweltschutz mit einer modernen Anlage gerecht zu werden. Das wertvollste Potenzial des AZV seien jedoch die Mitarbeiter, betonte Jantke. Man dürfe froh sein, dass der AZV engagierte, gut ausgebildete Mitarbeiter habe.

Im vergangenen Jahr übernahm Rudi Helminger von Matthias Bauhofer die Geschäftsleitung. Weil Jantke das Bürgermeisteramt in Grassau nicht mehr bekleidet, musste auch für den AZV ein neuer Vorsitzender gewählt werden. Alle sechs Jahre soll dort ohnehin ein Wechsel stattfinden. Zur Wahl standen alle Bürgermeister der fünf Mitgliedsgemeinden. Turnusgemäß wäre Marquartstein an der Reihe gewesen. Doch Bürgermeister Andreas Scheck (Bürger für Marquartstein) erklärte, dass er in anderen kommunalen Unternehmen sehr eingespannt sei und folglich nicht kandidiere. Er schlug Josef Loferer (CSU), den Bürgermeister von Schleching, vor.

Loferer verabschiedet Verbandsräte

Mit großer Mehrheit wurde Loferer gewählt. Er betonte, dass es um die Interessen aller Gemeinden gehe. Loferer dankte dem scheidenden Vorsitzenden Jantke. Zu Loferers Stellvertreterin wurde Martina Gaukler, Bürgermeisterin von Staudach-Egerndach, vorgeschlagen. Loferer sagte, dass diese Aufgabe in den vergangenen 18 Jahren Hans Pertl, dem ehemaligen Staudacher Bürgermeister oblag. Nach einstimmiger Wahl erklärte Gaukler, dass sie das Amt nicht aus Nostalgie, sondern aus Interesse annehme.

Loferer verabschiedete die ausgeschiedenen Verbandsräte Hans Pertl (18 Jahre stellvertretender Vorsitzender), Hans Hornberger (30 Jahre Verbandsrat, Grassau) sowie Thomas Hofmann, Michael Strehhuber (beide Grassau), Katja Kink (Marquartstein), Toni Aberger, Thomas Beilhack und Andreas Voit (alle Unterwössen) und den Verbandsvorsitzenden Rudi Jantke.

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