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19 Eiheiten könnten in Kastellgasse entstehen

Neuer Wohnraum für Seebruck – Kritik aus der Bevölkerung

Auf dem Grundstück des ehemaligen Gerichtsdienerhauses an der Seestraße in Seeon soll ein Mehrgenerationenhaus mit einem „Turm der Begegnung“ errichtet werden.
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Auf dem Grundstück des ehemaligen Gerichtsdienerhauses an der Seestraße in Seeon soll ein Mehrgenerationenhaus mit einem „Turm der Begegnung“ errichtet werden.
  • VonGabi Rasch
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Mit dem Umbau eines über 40 Jahre alten Wohnhauses in der Kastellgasse in Seebruck und dem Neubau eines „Mehrgenerationenhauses“ in Seeon könnte nach Auffassung des Seeon-Seebrucker Gemeinderats Abhilfe für den dringend benötigten Wohnraum geschaffen werden. Allerdings stoßen die Planungen auf Widerstand in der Bevölkerung.

Seeon-Seebruck – Bei dem Projekt in der Kastellgasse fiel ein einstimmiger Beschluss, die Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen. Im Falle des Mehrgenerationenhauses war nicht abgestimmt worden, hier wird die weitere Planung abgewartet.

Vier Wohnungen im Zweifamilienhaus

Durch die beiden Baumaßnahmen, könnten innerorts 19 neue Mietwohnungen entstehen: „Das ist genau das, was wir immer fordern“, sagte Peter Stocker (FW) in der jüngsten Gemeinderatssitzung im Truchtlachinger Bürgersaal. In den Reihen der Bevölkerung regt sich jedoch Kritik.

Wie berichtet, beabsichtigt die Kollmeier Immobilien vermögensverwaltende GdR ein über 40 Jahre altes Wohnhaus in der Kastellgasse in Seebruck zeitgemäß umzubauen und es energetisch zu sanieren. Bislang wurde das bestehende Gebäude als Zweifamilien-Haus genutzt. Durch den Umbau, der auch mit einer Anhebung des Dachgeschosses verbunden ist, sollen vier Wohnungen entstehen.

Befürchtungen vor zu massiver Bebauung

Zwei klassische Familienwohnungen mit bis zu 170 Quadratmeter und zwei zirka 80 Quadratmeter großes Dachgeschosswohnungen sind geplant, die über einen nach Angaben der Bauherren „filigranen Treppenturm“ erschlossen werden. Die Bedenkenträger befürchten jedoch, dass es bei keiner „filigranen“ Treppe bleiben wird und das gesamte Planungskonzept zu sehr ausgereizt werde, was zu erheblichen städtebaulichen Spannungen führen würde.

Der Gemeinderat, der vor der Sitzung eine Ortsbesichtigung vorgenommen hatte, hielt jedoch an seiner Haltung fest, dass das Konzept des Bauherrn schlüssig sei: „Es ist richtig und zeitgemäß, dass das Gebäude um knapp einen Meter aufgestockt wird, um ein vernünftiges Dachgeschoss zu erhalten“, sagte Sepp Daxenberger (CSU).

Auch die Befürchtungen, dass aufgrund der Verdichtung bei der Zufahrt Probleme auftreten könnten, teilte Daxenberger nicht. „Gerade das geordnete Mülltonnenkonzept und die zusätzlichen Parkplätze haben uns gefallen“, räumte Martha Gruber (FW) ein. Grünen-Gemeinderätin Angelika Wolfertstetter regte an, der Bauherr sollte mit den Nachbarn Kontakt aufnehmen und das Gespräch suchen.

Massive Einwände seitens der Bevölkerung gab es auch zum geplanten „Mehrgenerationenhaus“ in Seeon. Das Projekt soll auf dem angestammten Platz des ehemaligen „Klösterlichen Gerichtsdienerhaus“ in der Seestraße in Seeon entstehen. In dem Gebäude auf dem rund 1900 Quadratmeter großen Grundstück sollen 15 Mietwohnungen und ein ambulanter Pflegedient errichtet werden.

Turm der Begegnung für Feierlichkeiten

Das Konzept des Ensembles mit Tiefgarage sieht auch einen „Turm der Begegnung“ für gemeinschaftlich Treffen oder für Feierlichkeiten und sonstige gemeinsame Aktivitäten vor. Auch ein Cafe wäre vorstellbar. Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist auch das Umfeld, das als grüne Insel mit Wiesen und Obstbäumen, offenen Gehwegen und Brunnen gestaltet werden soll. Einige Seeoner Bürger melden aber auch hier große Bedenken an und kritisieren nicht nur die massive Bebauung, sondern auch die Architektur, die nach Aussagen des Architekten Rudolf Rechl keine Kopie einer historischen Bauweise werden, aber inspiriert von der Historie zeitgemäß umgesetzt werden soll.

Die Bundespolitik zu Gast in Seeon-Seebruck: Hier geht‘s zum Artikel über die CSU-Klausur (Plus-Artikel ovb-online.de)

Die Bedenkenträger kritisieren vor allem auch die Höhe des Turms, die ihrer Meinung nach reduziert und sich an die Höhen der Umgebung orientieren müsste. Wie der Bauamtsleiter, Josef Heiss, mitteilte, werde der Entwurf jetzt überarbeitet und dann dem Gemeinderat erneut vorgelegt.

Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) sagte, dass es absolut legitim sei, sich als Bürger in die Planung mit einzubringen: „Wir werden alle Einwände und Kritiken in den weiteren Planungen berücksichtigen.“ Er räumte aber auch ein, die Nutzung nicht generell infrage zu stellen. „Ich finde es gut, dass sich die Bürger rechtzeitig gemeldet haben, damit Kritikpunkte im Vorfeld ausgeräumt und diese nicht unter den Tisch gekehrt werden“, sagte Angelika Wolfertstetter.

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