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Bürgerschaftliches Engagement einmal anders

„Neuer Treffpunkt in Bayern“: Ein besonderer Maibaum und ein Brunnen in Staudach-Egerndach

Den Dorfplatz zieren nun ein besonderer Maibaum und ein neuer Brunnen. Darüber freuen sich (von links) Sebastian und Johanna sowie, Antonia Gehmacher mit den Mädchen Gerti und Lina, Sebastian Rosenegger, Engelbert Pletschacher und Bürgermeisterin Martina Gaukler.
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Den Dorfplatz zieren nun ein besonderer Maibaum und ein neuer Brunnen. Darüber freuen sich (von links) Sebastian und Johanna sowie, Antonia Gehmacher mit den Mädchen Gerti und Lina, Sebastian Rosenegger, Engelbert Pletschacher und Bürgermeisterin Martina Gaukler.
  • VonTamara Eder
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Die Bürger des kleinen Ortsteils Bayern in Staudach-Egerndach haben ein kleines Zentrum selbst neu gestaltet und dabei viel Kreativität walten lassen. Bürgermeisterin Martina Gaukler ist stolz auf so viel Engagement.

Staudach-Egerndach – Es ist „der neue Treffpunkt in Bayern“, im kleinen Ortsteil Bayern in der Gemeinde Staudach-Egerndach. In bürgerschaftlichem Engagement gestalteten die „Bayrer“ Bürger ihren eigenen Dorfplatz mit Brunnen und Maibaum.

Bayern zählt gerade einmal 30 Einwohner, der Zusammenhalt ist deshalb wohl noch stärker und von großem nachbarschaftlichen Miteinander geprägt. Eine richtige Ortsmitte gibt es zwischen den Häusern nicht.

Ein einzigartiger Maibaum entstand

Doch an der Straßengabelung, dort, wo in den 1960er Jahren noch die Kreisstraße entlangführte, ist eine Freifläche, wo sich seit Jahren ein Holzbrunnen befand. Anwohnerin Gerti Gehmacher erinnert sich, dass ihr Vater es war, der einst diesen Brunnen dort errichtete, den bis heute eine Wasserquelle speist.

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Nachdem der Holzbrunnen mit den Jahren unansehnlich geworden war, überlegten die Bayrer, wie dieser ersetzt werden kann. Da sei die Idee aufgekommen, doch gleich den kleinen Platz drumherum aufzuwerten. Da traf es sich gut, dass die Bayrer auf einen übrig gebliebenen Mast der inzwischen unterirdisch verlegten Straßenbeleuchtung zurückgreifen konnten in ihrem Gestaltungswillen: Er sollte zum Maibaum werden. „Doch nicht im herkömmlichen Sinne“, schmunzelt Gehmacher.

Kosten wurden geteilt

Jede Familie durfte mit gefundenen Objekten zum Schmücken des Baums beitragen. Anstelle von Maibaumfiguren zieren nun bunte Geweihe, eine große alte Uhr, ausrangierte Skier, ein Board und weitere, lustige und urige Gegenstände den Mast Auch ein altes Ortsschild und ein Werbeschild für ein Café, dass es früher einmal in der Ortschaft gab, spiegelt die Geschichte des Ortsteils wider.

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Entstanden ist so ein einzigartiger Maibaum „mit Persönlichkeit“. Doch das reichte den Bürgern nicht. Wie Sebastian Gehmacher hinzufügt, sollte auch der Platz rund um den Mast neugestaltet werden. Ein neuer Brunnen sollte her, diesmal aus Stein. Die Anschaffungskosten von 1.500 Euro trugen zu einem Drittel die Bayrer selbst, ein Drittel spendierte die Raiffeisenbank und ein weiteres Drittel kam von den Landfrauen und Bäuerinnen, die die Spende aus den Erlösen des Christkindlmarkts nahmen. Die Gestaltung des Platzes oblag dann den Bürgern selbst.

Nachts leuchtet es klimaneutral

Gemeinsam wurde ein neues Pflaster verlegt, große Steine zur Dekoration platziert, Blumen gepflanzt, der Brunnen in Szene gesetzt und ein kleines Bankerl aufgestellt.

Bürgermeisterin Martina Gaukler, die sich von so viel Engagement begeistert zeigte, fügte hinzu, dass die alte Laterne durch eine moderne Solarleuchte ersetzt wurde: „Nun leuchtet der Bereich auch nachts völlig klimaneutral.“ Engelbert Pletschacher von der Volksbank-Raiffeisenbank Unterwössen überreichte den Scheck in Höhe von 500 Euro. „Soviel Engagement unterstützen wir gerne“, sagte er.

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