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Handyempfang verbessern

Neuer Standort für Mobilfunkmast im Grassauer Ortsteil Rottau: So will die Marktgemeinde Bedenkenträger mit einbinden

Besserer Handyempfang: Die Gemeinderäte beauftragen den TÜV Süd mit einem Gutachten, um einen Standort für einen neuen Mobilfunkmast in Rottau zu finden.
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Besserer Handyempfang: Die Gemeinderäte beauftragen den TÜV Süd mit einem Gutachten, um einen Standort für einen neuen Mobilfunkmast in Rottau zu finden.
  • VonTamara Eder
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Der Mobilfunkempfang im Grassauer Ortsteil Rottau ist ausbaufähig. Deswegen liebäugelt die Marktgemeinde mit der Installation eines neuen Mobilfunkmastes. Doch auch Bedenkenträger ob der Strahlenbelastung haben haben sich inzwischen Gehör verschafft. Nun scheint ein Kompromiss gefunden.

Grassau – Der TÜV Süd soll ein Immissionsgutachten für einen neuen Mobilfunkmast in Grassau erstellen. Dies hat der Marktgemeinderat während seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme beschlossen.

„Wir nehmen die Bedenken der Rottauer Bürger hinsichtlich möglicher Strahlenbelastungen durch Mobilfunkmasten sehr ernst“, betonte Bürgermeister Stefan Kattari (SPD) während der jüngsten Marktgemeinderatssitzung.

Fünf mögliche Standorte für Mobilfunkstationen wurden bereits in einer Machbarkeitsstudie untersucht. Im Januar hatte eine Fachfirma den Marktgemeinderäten im Januar 2022 dargelegt, dass es im Rottau aktuell keinen stabilen Mobilfunkempfang gebe. Die Meinung der Experten: Um eine optimale Mobilfunkversorgung zu erreichen, müsse ein weiterer Standort für einen Mobilfunkmast errichtet werden.

Sechs Standorte ausgemacht

Die Gemeinde schlug die ursprünglich fünf Standorte vor, welche die Experten beurteilten: das neue Feuerwehrhaus (Bernauer Straße 19), das Haus der Dorfgemeinschaft (Grassauer Straße 7), ein privater Bauernhof (Holzweg 25), der Vereinsstadel (Hackenstraße 91) und der Torfbahnhof. Durch die beiden letztgenannten Standorte könne das angestrebte Versorgungsziel nicht erreicht werden, war die Meinung der Experten.

Die drei anderen seien nahezu gleichwertig. Da zum Standort Holzweg ein Glasfaserkabel gelegt werden müsste – Kostenpunkt etwa 58.000 Euro, seien die Grassauer Straße und die Bernauer Straße vorzuziehen, um eine „sehr gute Versorgung“ für das Ortsgebiet Rottau mit Mobilfunk zu schaffen. Auch die Dachfläche des neuen Feuerwehrgerätehauses könnte zudem ein möglicher Standort sein.

Wie Rathauschef Kattari informierte, hätten sich mehrere Anwohner aus der Umgebung an ihn gewandt und eine Unterschriftenliste übergeben, auf der 40 Bürger unterzeichnet hätten, um ihre Bedenken mit Blick auf die Strahlenbelastung kundzutun. Kattari habe zugesagt, diese Einwände vor den nächsten Schritten prüfen zu lassen. Er habe die Initiative zudem gefragt, ob sie die Ergebnisse eines Strahlengutachtens auch anerkennen würden und die Untersuchung akzeptieren.

Dies habe man ihm zugesagt. „Ich halte es für einen guten Weg, die Strahlenbelastung vorab berechnen zu lassen“, sagte Kattari. Als unabhängiges Büro biete der TÜV Süd eine solche Untersuchung an. Zwei bis drei Standorte kämen ernsthaft in Betracht. Bei der Untersuchung werde der ungünstigste Fall berechnet, um sicherzustellen, dass für die Bevölkerung keine Gefahr ausgehe, erläuterte der Bürgermeister. Diese Untersuchung könnte innerhalb von vier Wochen erfolgen und würde etwa 5200 Euro kosten.

Gemeinde frei in ihrer Entscheidung

„Wenn kein geeigneter Standort gefunden wird, dann ist es eben so“, meinte Kattari und betonte, dass die Gemeinde aus eigenem Antrieb handle, ohne, dass ein Mobilfunkbetreiber involviert sei. Somit sei die Gemeinde auch frei in ihrer Entscheidung. Gemeinderat Klaus Noichl (CSU) fand, dass die Intensität der Funkstrahlung in Grassau und Bernau, die derzeit die Rottauer mitversorge, zurückgedreht werden könnte, wenn auch Rottau mit einem Mobilfunkmast ausgestattet sei.

Dies könnte eine plausible Folge sein, antwortete Kattari. Auf die Frage Hans Genghammers (FW), ob es einen oder mehrere Grenzwerte gebe, erwiderte Kattari, dass man sich auf die Grenzwerte der EU beziehe. „Rottau braucht ein gutes Mobilfunknetz“, sagte Tom Hagl (CSU) und bezog sich dabei auf die derzeitige Unterversorgung.

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