Neuer Parkplatz in Gstadt

Die Gemeinde Gstadt schafft einen öffentlichen Parkplatz: 80 bis 90 Stellplätze entstehen auf dem ehemaligen Campingplatz in Gstadt, den die Kommune gekauft hat. Nach dem schon früher gefassten Grundsatzbeschluss konkretisierte der Gemeinderat sein Vorhaben in der jüngsten Sitzung.

Gstadt - Landschaftsplaner Robert Haidacher stellte einen ersten Entwurf für einen Parkplatz zur Debatte. Drei Möglichkeiten der Gestaltung legte er vor. Der Gemeinderat billigte die "Variante drei".

An der Westgrenze sind drei Bushaltestellen vorgesehen, die nur zum Ein- und Aussteigen der Fahrgäste dienen. Anschließend werden in Richtung Nord-Süd in sieben Reihen rund 80 bis 90 Parkplätze angeordnet. Für Wohnmobile werden elf Plätze ausgewiesen - womit die Gemeinde einer starken Nachfrage Rechnung trägt. Die Wohnmobile haben bis jetzt, bedingt durch ihre Größe, im Ort selbst wenig Möglichkeiten zum Parken.

Mit der Bereitstellung von Bushaltestellen trage die Gemeinde der "unbefriedigenden Situation am Seeplatz" Rechnung, betonte Bürgermeister Bernhard Hainz. Die Fahrgäste könnten auf dem neuen Parkplatz aus- und wieder einsteigen. Nach dem Aussteigen fahren die Busse laut Hainz zu den Parkplätzen der örtlichen Unternehmer. Auf ihrer Rückfahrt haben die Fahrgäste seinen Angaben zufolge dann den Vorteil eines nur kurzen Weges zu ihren Bussen. So müssen sie gemäß dem Bürgermeister künftig nicht mehr - vor allem, wenn sie den Christkindlmarkt auf der Fraueninsel besuchen beziehungsweise ihn besucht haben - einen längeren Weg zu den privaten Busparkplätzen gehen. Nach Meinung des Gemeinderats sind aber auch noch Behindertenparkplätze anzulegen.

Die Einfahrt für den neuen Parkplatz erfolge über die Breitbrunner Straße westlich des gemeindlichen Schmiedanwesens. Die Ausfahrt sei in Richtung Norden zum Schmiedweg vorgesehen, so Haidacher.

Wichtig war dem Gemeinderat, im Rahmen der Gestaltung der Flächen nicht vorrangig möglichst viele Parkplätze zu schaffen, sondern die "Multifunktionalität" auch für Veranstaltungen zu gewährleisten. So ist vorgesehen, dass der Umgriff des Schmiedgebäudes mit seiner Tenne, die schon für Ausstellungen genutzt worden ist, möglichst von einer Überplanung frei bleibt. Der Gemeinderat schlug auch vor, für eine Gliederung der Parkflächen Pfosten zu verwenden, die in einbetonierte Hülsen gesteckt werden können. Dadurch soll eine Sondernutzung, so beispielsweise die Aufstellung eines Zeltes, ermöglicht werden.

Das Gremium votierte einstimmig für die "Variante drei" und gab dem Planer grünes Licht, auf dieser Basis weiterzuarbeiten. Das Planungsbüro Haidacher wird jetzt einen konkreten Bauentwurf mit Kostenschätzung erstellen und dann dem Gemeinderat vorlegen. th

Kommentare