Neuer Ortsobmann in Rimsting

Die Waldbauern im nördlichen Landkreis Rosenheim haben ihre Ortsobmänner unter der Leitung von Hans Bürger-Schuster (links), dem stellvertretenden Vorsitzenden der Waldbesitzer-Vereinigung Rosenheim-Bad Aibling, neu gewählt (von links): Obmann in Rimsting ist Josef Stöffl (neu im Amt), in Greimharting Johann Mayer (bisher kommissaisch, jetzt gewählt), in Eggstätt Sebastian Plank und in Gstadt Josef Buchner. In Breitbrunn ist Engelbert Frank (nicht auf unserem Bild) weiter im Amt. Foto Thümmler
+
Die Waldbauern im nördlichen Landkreis Rosenheim haben ihre Ortsobmänner unter der Leitung von Hans Bürger-Schuster (links), dem stellvertretenden Vorsitzenden der Waldbesitzer-Vereinigung Rosenheim-Bad Aibling, neu gewählt (von links): Obmann in Rimsting ist Josef Stöffl (neu im Amt), in Greimharting Johann Mayer (bisher kommissaisch, jetzt gewählt), in Eggstätt Sebastian Plank und in Gstadt Josef Buchner. In Breitbrunn ist Engelbert Frank (nicht auf unserem Bild) weiter im Amt. Foto Thümmler

Die Waldbauern im nördlichen Landkreis Rosenheim haben ihre Ortsobmänner neu gewählt. Nach fünf Jahren war die Amtszeit abgelaufen.

Die Neuwahlen der Obmänner in den einzelnen Ortschaften erfolgte in einer Versammlung der Waldbesitzer-Vereinigung (WBV) Rosenheim-Bad Aibling in Rimsting im Seecafé "Toni".

Rimsting - Die Neuwahlen leitete der stellvertretende Vorsitzende der WBV, Hans Bürger-Schuster.

In Rimsting kandierte Thomas Friedrich als Obmann nicht mehr, er übernimmt nun die Stellvertretung. Als neuer Obmann konnte Josef Stöffl (Moyer) aus Hochstätt gewonnen werden. In Greimharting stehen nun - was sie bisher schon kommissarisch gemacht hatten - Hans Mayer und Robert Perl offiziell in der Verantwortung. In Gstadt wurden Josef Buchner und Bernhard Hainz wiedergewählt. Auch in Breitbrunn sind Englbert Frank als Obmann und Georg Stocker als Stellvertreter in ihren Ämtern bestätigt worden. In Eggstätt bleibt Sebastian Plank Obmann, neuer Stellvertreter ist Martin Leutner.

Die Versammlung hatte Rimstings bisheriger Obmann Friedrich eröffnet. Revierförster Ulrich Gugenberger aus Bad Endorf referierte über die neuen Waldbauförderrichtlinien, die Forstminister Helmut Brunner am 1. August vorgestellt hatte. Damit sollen die Wälder so weiterentwickelt werden, dass sie dem Klimawandel standhalten, nannte Guggenberger als Ziel. Die Anpassung der Wälder an den Klimawandel gehöre zu den größten forstlichen Herausforderungen - und deren Bewältigung könne nur gemeinsam mit den Waldbesitzern gelingen.

Neu sei, so der Förster weiter, dass die Waldbesitzer jetzt die Förderung nicht mehr nur für ihre Fläche, sondern für jeden einzelnen Baum bekommen den sie pflanzen. Dadurch könnten die Berater wie auch das zuständige Forstrevier Bad Endorf mit den Waldbesitzern ganz individuelle Lösungen, je nach Klima, Standort und Bodenbedingungen, erarbeiten. Neu sei ferner, dass die Hälfte der Fläche mit klimatolerante Nadelbaumarten gefördert werden könne. Die Tanne als Bestandteil eines stabilen Bergmischwaldes halte die Klimaerwärmung am besten aus. Auf bis zu einem Fünftel der Fläche könne auch die Fichte gefördert werden. Guggenberger freute sich, dass die Förderung jetzt auch in Richtung Fichte gehe, denn sie sei der "Brotbaum".

Nach Beschwerden beim Landratsamt über nicht sachgerechten Wegebau in den Wäldern erinnerte Bürger-Schuster nun an das Merkblatt. Die genau aufgelisteten Hinweisen müssten unbedingt eingehalten werden. So dürften Materialien wie Holz, Metalle oder Brandabfälle keinesfalls verwendet werden. Als ganz wichtig sah der Vorsitzende die abschließende Überdeckung mit Sand oder Kies an. Über dieses Thema werde die WBV mit dem neuen Landrat Wolfgang Berthaler in Kürze ein Gespräch führen.

Bürger-Schuster ging auch auf die Biber ein. Über die Fachzeitschrift der WBV erhalte jedes Mitglied einen Fragebogen. Jeder solle seine Erfahrungen über einen etwaigen Biberbefall seiner Grundstücke mitteilen - damit die WBV sachgerecht diskutieren könne.

Auch der Holzmarkt kam in der Versammlung zur Sprache. Und der neue Abteilungsleiter für Forstwirtschaft beim Amt für Landwirtschaft in Rosenheim, Manfred Maier, stellte sich vor. th

Kommentare