Neuer Hort in Rimsting: Ein Ort, wo Grundschüler gut aufgehoben sind

Im neuen Kinderhort gibt es viele Spielmöglichkeiten. Abteilungsleiterin Barbara Mittermeier und Bürgermeister Andreas Fenzl bei der Eröffnung mit drei der 60 Grundschüler, die nun den neuen Hort besuchen.
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Im neuen Kinderhort gibt es viele Spielmöglichkeiten. Abteilungsleiterin Barbara Mittermeier und Bürgermeister Andreas Fenzl bei der Eröffnung mit drei der 60 Grundschüler, die nun den neuen Hort besuchen.

Darauf haben berufstätige Rimstinger Eltern gewartet: Dass es einen zentralen Ort gibt, an dem ihre Kinder ab der Mittagszeit betreut werden. Mit dem neuen Hort ist das nun der Fall. Schüler wie auch das Personal genießen das großzügige Raumangebot.

Von Hans Thümmler und Elisabeth Sennhenn

Rimsting – Vorbei sind die Zeiten, in denen die Rimstinger Schulkinder für die Mittagsbetreuung mit Bussen auf die zwei Kindergärten in der Gemeinde verteilt werden mussten. Der ersehnte Hort samt Betreuungsangebot ist nun Realität und wurde offiziell eröffnet.

Schüler der ersten bis zu vierten Klasse können hier nun über Mittag bleiben, bekommen ein frisch gekochtes Essen vom Priener Regionalmarkt und erledigen im Anschluss ihre Hausaufgaben. Dann dürfen sie spielen und sich frei beschäftigen, bis sie abgeholt werden.

Großzügige Öffnungszeiten

Und haben die Sprösslinge – wie das in der Grundschule zum Leidwesen vieler berufstätiger Eltern oft der Fall ist – mal nur vier Stunden Unterricht, können sie auch schon zeitig im Hort auftauchen: Von 11.30 bis 17 Uhr hat die neue Einrichtung unter der Woche geöffnet. „In den Ferien haben wir sogar ab 7.30 Uhr geöffnet“, erzählt Abteilungsleiterin Barbara Mittermeier. Für die Kinder freut sie, dass sie einen großen Aktionsradius genießen können: „Außer im Gebäude können die Kinder auch in den Schulgarten und dürfen die Sporthalle unter Aufsicht benutzen.“

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Gerade noch hat die Gemeinde sucht eine Gruppenleitung für die Nachmittagsbetreuung gesucht, und schon konnte die Stelle besetzt werden. Der Betreuungsschlüssel sei sehr gut, findet Mittermeier:

Mit ihr selbst sei das Team achtköpfig, alle Mitarbeiter kämen aus der Umgebung. Die Gemeinde habe dem Hort außerdem signalisiert, bei Bedarf noch mehr Personal einstellen zu wollen. Spaß mache es, in den gut ausgestatteten, freundlichen Räumen zu arbeiten.

Die Betreuung läuft schon auf Volllast

Von diesen konnten sich die jetzt dort betreuten Grundschüler und ihre Eltern bereits überzeugen: Das offene Raumkonzept im Gebäude auf zwei Stockwerken mit Gruppenräumen, Spielfluren und Mehrzweckzimmern ermöglichen eine zeitgemäße Betreuung.

Die großzügigen Räume im Ober- und Dachgeschoss bieten sowohl Rückzugsorte als auch verschiedene Spielmöglichkeiten. Das von der Gemeinde gebaute Gebäude im Areal von Schule und Sporthalle an der Priener Straße hat sich die Kommune 2,2 Millionen Euro kosten lassen. 515 000 Euro kamen dafür als Zuschuss aus einem Schülersonderprogramm hinzu.

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Es gibt schon eine Warteliste

„In Absprache mit den Behörden in Rosenheim testet unsere Gemeinde nun für ein Jahr lang die Auslastung des Horts mit 60 Kindern“, erklärt Hans-Peter Jakobi von der Gemeinde. „Wir laufen tatsächlich bereits auf Volllast“, sagt Mittermeier, „aber es gibt noch eine kleinere Warteliste mit Eltern, die für ihr Kind noch einen Hortplatz suchen.“ Der Bedarf sei groß.

Wegen der Corona- Krise gibt es vorerst keine feierliche Einweihung des Gebäudes. „Diese wollen wir gern zu einem späteren Zeitpunkt nachholen“, so Bürgermeister Andreas Fenzl.

Lobende Worte hatte der Rathauschef anlässlich der Betriebsaufnahme für das Personal. So leisteten die Leiterin Barbara Mittermeier und die Mitarbeiterinnen „vorbildliche“ Arbeit. „Ein großes Plus“, so der Bürgermeister im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung, sei das abgeschlossene Areal, das die Kinder vor dem Durchgangsverkehr auf der Priener Straße schützt.

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