Neue Unterkunft für Gruppen in Grabenstätt: „Nepomuk Huber Haus“ eingeweiht

Viele Gäste hatten sich zum Tag der offenen Tür und zur anschließenden Segnung und offiziellen Eröffnung eingefunden. Müller
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Viele Gäste hatten sich zum Tag der offenen Tür und zur anschließenden Segnung und offiziellen Eröffnung eingefunden. Müller

Ein Haus, das junge Menschen im Glauben zusammen bringt, sollte es werden. Nun wurde das „Nepomuk Huber Haus“ im Grabenstätter Ortsteil Marwang feierlich eingeweiht.

Grabenstätt – Im Ortsteil Marwang ist das einladende Gruppenübernachtungshaus „Nepomuk Huber Haus“ mit 30 Schlafplätzen am vergangenen Samstag feierlich eingeweiht und eröffnet worden. Benannt ist der idyllisch auf einer Anhöhe oberhalb der Loretokirche gelegene Neubau nach dem ehemaligen Pfarrer Johann Nepomuk Huber, der hier vor knapp 50 Jahren aus dem Vorgängergebäude eine Begegnungsstätte für die KIM-Jugend („Kreis junger Missionare“) machte.

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Möglich gemacht haben das „Nepomuk Huber Haus“ die frühere Gemeindereferentin Uschi Erl aus Grabenstätt und deren Schwester Barbara Hurnaus aus München, die das Grundstück von der Erzdiözese München-Freising übernommen und die Bau- und Einrichtungskosten aus ihrem Erbe bestritten haben.

Feierliche Einweihung und Gründung einer Stiftung

Zur Förderung der Jugendhilfe und Zurverfügungstellung von günstigen Aufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten für Familien, Kinder und Jugendliche wollen sie heuer noch die „Lorenz Totnan Seehuber Stiftung“ gründen. Sie soll sich durch die Vermietung tragen. Der Stiftungsvorstand wird aus Erl, Hurnaus und Altbürgermeister Georg Schützinger bestehen.

Pater Alois Haslbauer aus Wien zelebrierte den Freiluft-Gottesdienst. „Dieses Gebäude ist ein Geschenk von Gott, des Heiligen Geistes“, dankte Haslbauer, der als KIM-Seelsorger häufig in Grabenstätt gewesen war. Die Gemeindereferentinnen Irmi Huber und Sabine Fett segneten die Gäste und das Haus mit seinen schönen Räumen.

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Glückwünsche überbrachte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer. Das Haus stehe „an einem Ort, der nicht schöner sein könnte“, betonte das Gemeindeoberhaupt und dankte Uschi Erl und Barbara Hurnaus.

Architekt Henry Scholtysik unterstrich, dass es Uschi Erl mit ihrem Traum gelungen sei, „viele Herzen mitzunehmen“. Riesig freute sich Erl über das Überraschungsgeschenk der umliegenden Nachbarn, die ihr ein „Austragsbankerl“ mit Kastanienbaum schenkten.

30 Schlafplätze und eine Selbstversorgerküche

Das „Nepomuk Huber Haus“ ist ein reines Selbstversorgerhaus mit einer professionell eingerichteten Küche. Im Erdgeschoss befinden sich der Speiseraum und der lichtdurchflutete Saal mit Terrasse. Im Obergeschoss sind die 30 Schlafplätze und Sanitärräume untergebracht. Über einen kleinen gemütlichen Treffpunkt in der Mitte erreicht man den Balkon.

Rückblick auf Vorgängergebäude

In ihrem Vortrag ließ Erl die Planungs- und Bauphase Revue passieren. Auch auf die ereignisreiche Geschichte des Vorgängergebäudes des ehemaligen KIM-Hauses blickte sie mit vielen Fotos zurück. Der Namensgeber der angedachten Stiftung, Lorenz Totnan Seehuber, wurde 1828 in Grabenstätt geboren. Er trat er bei den Franziskaner Minoriten in Würzburg in den Orden ein und kam nach Aufenthalten in Würzburg, Linz am Rhein und Rosenheim schließlich wieder zurück nach Grabenstätt.

Gründer von Maria Eck als Namensgeber der Stiftung

Mit Graf Clemens von Törring schuf er das „Loreto-Beneficium“ als Alterssitz für Geistliche. Auch die Loretokirche von 1648 wurde renoviert und der Pfarrhof errichtet. Später gründete Seehuber das Kloster Maria Eck. 1901 verstarb er und wurde in Grabenstätt beerdigt.

„Jetzt wünschen wir uns alle, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene sich im neuen Nepomuk Huber Haus wohlfühlen, dass sie viele positive und prägende Erfahrungen machen dürfen, im Glauben, im gemeinschaftlichen Miteinander und dass sie dadurch letztendlich befähigt werden, ihr Leben verantwortungsvoll und zugewandt zu gestalten“, betonte Erl, die sich in ihrem Ruhestand um das „Tagesgeschäft“ kümmern wird. Der namensgebende 82-jährige Pfarrer Johann Nepomuk Huber konnte der Einweihungsfeier aus gesundheitlichen Gründen nicht beiwohnen. Vor kurzem habe er sich aber vor Ort ein Bild gemacht und sei begeistert gewesen, verriet Erl.

Die Gemeindereferentin Irmi Huber segnete mit ihrer Kollegin Sabine Fett das „Nepomuk Huber Haus“.

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