5,8 Millionen Euro investiert

Bauarbeiten abgeschlossen: Neue Turnhalle für das Landschulheim in Marquartstein

Die neue Sporthalle auf dem Gelände des Staatlichen Landschulheims Marquartstein ist fertig. Inklusive der aufwendigen Außenarbeiten betrugen die Kosten 5,8 Millionen Euro.
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Die neue Sporthalle auf dem Gelände des Staatlichen Landschulheims Marquartstein ist fertig. Inklusive der aufwendigen Außenarbeiten betrugen die Kosten 5,8 Millionen Euro.
  • vonChristiane Giesen
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Nach zwei Jahren sind die Bauarbeiten für die neue Sporthalle auf dem Gelände des Staatlichen Landschulheims nun beendet.

Marquartstein – Mit einer Gesamtsumme von 5,8 Millionen Euro, davon allein 1,2 Millionen Euro für die ausgedehnten Außenarbeiten, ist ein „gelungenes Bauwerk“ entstanden, wie Schulleiter Christian Czempinski in einem Schreiben an den Bund der Altmarquartsteiner bestätigt.

Restaurieres Schloss ist weithin sichtbar

„Ein funktionaler Bau, hochwertig und modern, zugleich aber durch die Begrünung des Daches und die Wahl von Holz als dominierendem Baustoff traditionell und regional“. Die neue Halle fügt sich harmonisch in die Landschaft und das bestehende Gebäudeensemble ein, sodass das innen und außen restaurierte Schloss weiterhin dominiert.

Dasneue Gebäude ist teilweise in den Hang gebaut

Das neue Gebäude mit begrüntem Flachdach wurde südlich des neuen Laborhauses und oberhalb der Lehrerparkplätze teilweise so in den Hang hinein gebaut, dass die Besucher auf dem Weg zur Schule von oben auf die Fassade mit viel Holz und breiter Verglasung blicken. Die helle Einfachturnhalle in einer Größe von 27 mal 16 Metern und einer Höhe von 6,50 Metern ist nicht nur für Sport, sondern auch andere schulinterne Veranstaltungen geeignet.

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Die Konstruktion der Halle besteht aus einem massiven, betonierten Sockelgeschoß und einer auf Stützen aufgeständerten Dachkonstruktion in Fichtenholz. Getragen wird die Decke durch halbrunde Fachwerkträger, so genannte Fischbauchträger.

Im oberen Bereich der Halle sorgt ein umlaufendes Fensterband mit einer Höhe von 2,50 Meter für Tageslicht und die optische Anbindung an Landschaft und übrigen Gebäude. Beim gesamten Bau wurden einheimische Hölzer verwendet, außen für Böden und Fassade unbehandeltes Lärchenholz, innen vor allem Fichte.

Modernste Trainingsgeräte im Kraftraum

An der Ostseite befindet sich inmitten der Halle ein Regie- und Sanitätsraum raum hinter Glas. Außer dem großen Geräteraum neben der Halle gibt es Umkleiden, Duschen und Toiletten. Ein kleiner Kraftraum ist mit modernsten Trainingsgeräten aller Art ausgestattet.

Barrierefreier Zugang zur Sporthalle

Die Sporthalle ist vom südwestlichen Freigelände für Behinderte höhengleich zugänglich. Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch die Außenanlagen mit den Lehrerparkplätzen neu geordnet und zusätzliche Stellplätze angelegt, darunter auch behindertengerechte Parkplätze und zwei Zapfsäulen für E-Fahrzeuge. Das Biotop wurde fast an der gleichen Stelle etwas größer wieder hergestellt mit Flachwasser, Schilf und verschiedener Uferbepflanzung.

Alte Turnhalle 2017 abgerissen

Die neue Sporthalle ist der Ersatzbau für die sehr alte Turnhalle neben dem Achenhaus, die bei Schnee oder Hochwasser aus statischen Gründen schon lange nicht mehr benutzt werden durfte und nicht mehr den Anforderungen an den Brandschutz entsprach. Das Achenhaus mit Kleinsporthalle war deshalb im Sommer 2017 abgerissen worden.

Die vor etwa 35 Jahren gebaute „neue“ Turnhalle gegenüber der Schreinerei war zu klein, so dass das Landschulheim seit langem wieder, wenn möglich, auch die Dreifachturnhalle der Achental-Realschule nutzte. Das Vorhaben für die neue Sporthalle des Landschulheims war bereits 2012 schon mal geplant gewesen, wurde aber damals vom Staat wegen fehlender finanzieller Mittel zurückgestellt.

Naturwissenschaften und Musik brauchen neuen Trakt

Das Bauen und Renovieren ist auf dem großen Schulgelände noch nicht beendet. Auf Wunsch der Schule ist möglichst bald ein neuer naturwissenschaftlicher und musischer Trakt geplant. Der bestehende Laborbereich mit den Fachräumen für Physik und Chemie sowie der naturwissenschaftlichen Sammlung soll überplant und den heutigen Raumanforderungen angepasst, eventuell aufgestockt werden. „Überarbeitungsbedürftig“ist auch das so genannte „alte Laborhaus“, wo die Töpferei untergebracht ist.

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