Beratungen im Bauausschuss

Neue Pläne fürs Haus der Gesundheit 2 in Ruhpolding

Der Übergang zwischen den beiden Häusern der Gesundheit in Ruhpolding ist noch ungeklärt. Schick
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Der Übergang zwischen den beiden Häusern der Gesundheit in Ruhpolding ist noch ungeklärt. Schick

Noch keine endgültige Einigung gibt zu den drei Vorschlägen fürs Brückenbauwerk zwischen den Gebäuden.

von Ludwig Schick

Ruhpolding – In Zusammenhang mit dem Bauvorhaben „Haus der Gesundheit 2“ befasste sich der Bauausschuss in der jüngsten Sitzung im Sitzungssaal mit einem Tekturantrag. Er beinhaltet die Änderung der Eingangssituation im Untergeschoss (Ebene 1), die Verschiebung des Ladens (Sanitätshaus) um 5,36 Meter nach Süden und daran anschließend die Erweiterung des Ladens um weitere vier Meter in Form einer Werkstatt. Außerdem wird auf der Ostseite des Gebäudes der Dachüberstand verlängert.

Gemeinde wünscht sich Leichtigkeit in der Gestaltung

Ein weiterer Stellplatz ist deshalb nicht notwendig, weil die Werkstatt zusammen mit dem Laden betrieben wird. Zwischen dem Haus der Gesundheit 1 (HdG) und dem HdG 2 soll ein Verbindungsbauwerk errichtet werden. Dieses erscheint der Gemeinde auf den aktuellen Plänen als zu wuchtig.

Mit dem Bauherrn und seinem Architekten seien bereits Gespräche geführt worden mit dem Signal, für eine gewisse Leichtigkeit des Bauwerks zu sorgen (zum Beispiel durchgehend mit Fenstern ohne Schiebeläden), so die Mitteilung in der Sitzung. Im Entwurf gibt es drei Varianten, eine Entscheidung ist noch nicht getroffen worden.

Gemeindliches Einvernehmen für den größeren Laden

Das Gremium beschloss, das Einvernehmen zur Ladenerweiterung zu erteilen. Für ein Brückenbauwerk wird die Zustimmung grundsätzlich in Aussicht gestellt. Die genaue Ausführung müsse noch mit dem Bauwerber und dem Kreisbauamt abgestimmt werden, so die Forderung. Bis dahin wird die Entscheidung über das Einvernehmen zurückgestellt.

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Landratsamt fordert offene Variante

Diesem Beratungspunkt ging eine rege Diskussionsrunde voraus. Ludwig Schuhbeck (CSU) sprach sich für den Brückenbau aus, um eine sichere Verbindung für Ärzte, Angestellte und Patienten zwischen beiden Bauten zu ermöglichen. Außerdem müsse der Übergang bedacht sein, und nicht wie vom Landratsamt gefordert eine offene Variante. Zweiter Bürgermeister Ludwig Böddecker (VRB) könnte sich mit einer eingehausten Holzbrücke ähnlich der Eisenärzter Rad- und Fußgängerbrücke über die Traun anfreunden. Gerhard Hallweger (SPD) schlug eine unterirdische Lösung in Form eines Tunnels zwischen den beiden Gebäuden vor. Außerdem passt ein Brückenbauwerk seiner Meinung nach nicht zum Dorfcharakter, machte Hallweger deutlich.

Unterführung könnte zu teuer werden

Zum Punkt Unterführung entgegnete Bürgermeister Justus Pfeifer (CSU), dass dies vor allem am Kostenfaktor scheitern werde. Auch Sebastian Steinbacher (Grüne) sprach sich gegen eine Unterführung aus, weil es speziell für ältere Patienten und Menschen mit körperlichen Einschränkungen zu umständlich wäre, von A nach B zu gelangen. Er favorisiert ebenso wie Simon Geierstanger und Bernhard Braun (beide CSU) sowie Johannes Hillebrand (SPD) eine Brückenlösung mit bestmöglicher Barrierefreiheit.

Bürgermeister spricht sich für eine gute Infrastruktur im Haus der Gesundheit aus

Bürgermeister Justus Pfeifer meinte dazu, wichtiger als die Brückengestaltung sei zum jetzigen Zeitpunkt, eine für alle Seiten akzeptable Infrastruktur für das Haus der Gesundheit 2 zu schaffen: „Deshalb sollten wir das Projekt in einer ergebnisorientierten Weise begleiten, um somit den Grundstein für ein optimales Arbeitsumfeld zu legen.

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