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So geht es nun weiter

Weichen für die Zukunft gestellt: Neue Pächter im Wirtshaus D‘Feldwies

Übersees Bürgermeister Herbert Strauch vor dem Wirtshaus D‘Feldwies. Die Immobilie ist im Eigentum der Gemeinde, und soll Heimat für Vereine und gesellschaftlichter Treffpunkt sei, wie er sagt.
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Übersees Bürgermeister Herbert Strauch vor dem Wirtshaus D‘Feldwies. Die Immobilie ist im Eigentum der Gemeinde, und soll Heimat für Vereine und gesellschaftlicher Treffpunkt sei, wie er sagt.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Bei der Aktionärsversammlung am Josefitag, 19. März, eröffnet das Wirtshaus d‘Feldwies mit den neuen Pächtern Vincent und Benedikt Gschwendner. Die beiden Söhne des AG-Vorsitzenden Wolfgang Gschwendner gründeten dafür eine Firma, wie ihr Vater im Gespräch auf Anfrage bestätigt.

Übersee – Bis dahin laufen noch verschiedene Sanierungsarbeiten. Auch die Gemeinde Übersee als Eigentümerin investiert rund 60 000 Euro in notwendige Modernisierungen, wie Bürgermeister Herbert Strauch (FBL) im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen berichtet.

Betreibermodell funktioniert

Wie berichtet, hatte die langjährige und beliebte Wirtin Beate Stang zum Ende vergangenen Jahres überraschend gekündigt. Sie macht sich mit einem Foodtruck, Partyzelt und Catering selbstständig. Pächter des geschichtsträchtigen Wirtshauses, das ab dem Jahr 1554 als Taverne betrieben wurde, ist seit fast 20 Jahren die aus privater Initiative gegründete D´Feldwies Wirtshaus Aktiengesellschaft (AG). 2750 Aktionäre halten die Anteile.

Die Wirtshaus-AG wiederum hat die Möglichkeit, unterzuverpachten, erklärt Bürgermeister Strauch. „Wir haben mit der Wirtshaus-AG schon seit Jahren einen verlässlichen Partner“, sagt er und ergänzt: „Wir als Gemeinde sind froh, wenn wir einen Ansprechpartner haben und uns um nichts kümmern müssen.“

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Für die Gemeinde hat das traditionsreiche Wirtshaus nicht nur ideellen Wert. Es ist als Mittelpunkt im Ortsteil Feldwies laut Bürgermeister ein zentraler Treffpunkt für Vereine und den Ort. „Deswegen sind wir damals auch eingesprungen,“ erklärt er den Kauf Anfang der 2000er-Jahre. Das Wirtshaus d‘Feldwies sei für die Gemeinde von „unbezahlbaren Wert“, obwohl dies nicht zu den Grundaufgaben zählt. Strauch betont: „Es ist fast wichtiger denn je, dass wir ein Domizil für die Vereine und für gesellschaftliches Leben haben.“

Die Überseer Trachtler, der Theaterverein und die Malschule nutzen das Obergeschoss und für Veranstaltungen den Saal. Dieser wird von der Gastronomie auch rege für Veranstaltungen wie Hochzeiten genutzt.

Dieser Schaltschrank wird im Zuge der Modernisierung der Elektrik auch noch ausgetauscht.

Da es sich um eine gemeindeeigene Immobilie handelt, ist es Strauchs Anliegen, sie künftig auch verstärkt selbst zu nutzen. Konkret meint er das erste Obergeschoss, dort wo die Malschule beheimatet ist und die Räume für Ausstellungen eingerichtet sind. Zugleich sind es Seminarräume. Die Gemeinde investiere vor diesem Hintergrund in eine neue Bestuhlung. Im Hinblick auf den geplanten Rathaus-Neubau kann er sich auch gut vorstellen, dass mit den Gemeinderatssitzungen dorthin ausgewichen wird.

Renovierungsarbeiten bis zur Wiedereröffnung

Momentan nutzt die Gemeinde den Leerlauf bis zur Wiedereröffnung für Renovierungsarbeiten.

Der neue rutschfeste und fugenfreie Boden nach neuesten Hygienestandards in der Küche, der die herausgerissenen Fliesen ersetzt, ist bereits verlegt, Außerdem wird die Elektrik erneuert. Dazu Strauch: „In der Küche wird der Herd von Gas auf Strom umgestellt, wie es immer mehr Küchen machen.“ Außerdem seien am Haus noch kleinere Reparaturen notwendig.

Neuer Boden: Übersees Bürgermeister Herbert Strauch zeigt die Küche.

Für das Inventar, so Strauch, sei die AG als Pächter zuständig. Dessen Vorsitzender Gschwendner berichtet, dass die Aktionäre bereits informiert worden seien von den neuen Unterpächtern, seinen Söhnen. Während sich Benedikt Gschwendner in der gemeinsamen Firma in erster Linie um die Verwaltung kümmern wird, soll sich sein Sohn Vincent der Gastronomie widmen. Erfahrung hat er seit 2019 bereits als Hafenwirt von Seebruck, so Gschwendner. Auf seiner Internetseite schreibt Vincent Geschwendner, dass er sich damit einen Traum erfüllt habe, von der Liebe zur Gastronomie und besonderer Leidenschaft zum Hafenwirt.

Von Kindesbeinen an eng verbunden

Wolfgang Gschwendner war Gründungsmitglied und von Beginn an eine treibende Kraft in der AG. In einem Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen sagte er kürzlich, dass er stolz darauf sei, dass die AG schon so lange erfolgreich betrieben wird. Ihn verbänden von Kind auf viele Erinnerungen mit dem Wirtshaus D‘Feldwies. Schließlich sei er nur zwei Kilometer davon entfernt aufgewachsen. Seine Söhne haben von klein auf das Engagement ihres Vaters mitbekommen und sogar selbst das ein oder andere Mal als Schankkellner ausgeholfen. Jetzt werden zwei von ihnen selbst die Wirte.