Neue Lagerhalle für Adelholzener in Siegsdorf

Das Betriebsgelände von Bad Adelholzen vom Schwesternheim aus mit Blick auf das neue Hochregal-Lager und die Chiemgauer Hausberge. Krammer
  • vonFranz Krammer
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Der Siegsdorfer Gemeinderat segnet mehrere Erweiterungen des Geländes des Mineralwasserbetriebs Adelholzener ab. Das Unternehmen baut unter anderem mehr Stellplätze für Fahrzeuge.

Siegsdorf – In der letzten Sitzung des amtierenden Gemeinderates stand die 17. Änderung des gemeindlichen Flächennutzungsplanes der Gemeinde Siegsdorf auf der Tagesordnung. Da der Sitzungssaal im Rathaus für die derzeit geforderten Abstandsregeln zu klein ist, fand die letzte Sitzung der Legislaturperiode 2014 bis 2020 im Siegsdorfer Festsaal statt. Die Gemeinde Siegsdorf besitzt seit 1983 einen rechtsgültigen Flächennutzungsplan, der in aufwendigen Änderungsverfahren in unregelmäßigen Abständen den aktuellen Planungen und Siedlungs- beziehungsweise Baubeständen angepasst werden muss.

Erweiterung von Pkw-Stellplätzen und Lkw-Aufstellflächen

Mehrere Erweiterungen des Geländes des Mineralwasserbetriebs

Diese Änderung des Flächennutzungsplanes betrifft den Bereich des Mineralwasser- und Brunnenbetriebes Adelholzen und ist in mehrere Erweiterungs- und Änderungsbereiche aufgeteilt. In den vergangenen Jahren waren einige Bebauungsplanänderungen durchgeführt worden, die nun mit diesem Verfahren auch im Flächennutzungsplan dem aktuellen Baustand angepasst werden sollen. Im Erweiterungsbereich Nr. 1 ist die geplante und von der Gemeinde bereits genehmigte Erweiterung der Pkw-Stellplätze erfasst. Der Änderungsbereich Nr. 2 betrifft die Erweiterung der Lkw-Aufstellflächen und den Bau einer Leergut-Lagerhalle westlich der Kreisstraße TS 3 und südlich der bestehenden Kläranlage, der Baubereich betrifft dabei auch in Teilen das Gemeindegebiet Bergen. Diese beiden Änderungen sollen sobald als möglich baulich umgesetzt werden und sind durch die 6. Änderung des Bebauungsplanes „Sondergebiet Mineralwasser- und Brunnenbetrieb Bad Adelholzen“ sowie die entsprechenden Bauanträge von der Gemeinde Siegsdorf in der Sitzung am 20. Januar 2020 bereits mehrheitlich genehmigt worden.

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In den Änderungsbereichen Nr. 3 bis Nr. 7 werden Anpassungen an bereits erfolgte rechtsverbindliche Bebauungsplanänderungen nun ebenfalls in den Flächennutzungsplan aufgenommen. Dies betrifft die Einbeziehung der Umfahrungsflächen des neuen Hochregal-Lagers mit Darstellung der zu erhaltenden Waldflächen (Nr. 4); die Darstellung der Sondergebietsflächen des Pfortenbereiches südlich der St.-Primus-Str. mit der bestehenden Lkw-Aufstellfläche, nördlich davon (Nr. 5); die Aufnahme der bestehenden Pkw-Stellplatzflächen östlich der Kreisstraße TS3 mit Darstellung der Eingrünungen (Nr. 6) und die Aufnahme der Flächen der Betriebskläranlage mit den Eingrünungsflächen (Nr. 7), die beide bisher nicht im Flächennutzungsplan dargestellt waren.

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Mit 19 zu 3 Stimmen beschloss der Gemeinderat Siegsdorf die 17. Änderung des Flächennutzungsplanes für Bereich des Mineralwasser- und Brunnenbetriebes Bad Adelholzen gemäß dem vorliegenden Entwurf des Büros Architekten + Stadtplaner Romstötter aus Traunstein. Die Ratsmitglieder Marlis Neuhierl-Huber, Gerhard Gimpl und Willi Geistanger von Bündnis 90/Die Grünen stimmten gegen den Vorschlag. Sie hatten sich bereits im Zuge der Eingabeplanung gegen erneuten Flächenverbrauch für zusätzliche Pkw-Stellplätze ausgesprochen und fordern den Bau eines mehrgeschossigen Parkhauses oder einer Tiefgarage.

Zu Beginn der Sitzung hatte Amtsleiter Hermann Haslinger Informationen aus der nichtöffentlichen Sitzung vom 9. März bekanntgegeben.

Nachdem im Jahr 2019 der Ausbau der Friedensstraße mangels geeigneter Angebote aufgeschoben worden war, hat die Verwaltung die Maßnahme überarbeitet und im Januar dieses Jahres neu ausgeschrieben. 7 Fachfirmen forderten die Ausschreibung an, 2 Angebote sind eingegangen. Bauausschuss und Gemeinderat vergaben den Auftrag für den Ausbau der Friedensstraße an die Fa. TTB Traunreut zum Angebotspreis von Brutto 275.828 Euro.

Letzte Sanierungsetappe des Rote-Traun-Sammlers

Ebenso wurde ein Ingenieurvertrag mit dem Büro HPC aus Übersee abgesegnet, der die letzte Sanierungsetappe des „Rote-Traun-Sammlers“ im Bereich Wernleiten regelt. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt die grabenlose Kanalsanierung für den „Rote-Traun-Sammler“ - Teil 2 anhand des Sanierungskonzeptes des Ingenieurbüros HPC auszuschreiben und die vom Bauausschuss vorgeschlagenen Fachfirmen zu beteiligen.

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