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Die neue Halle ist ein Traum

Ein lang gehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Die Flugsportgruppe hat eine Halle gebaut. In ihr sind jetzt die Flugzeuge bestens untergebracht.  Foto  re
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Ein lang gehegter Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Die Flugsportgruppe hat eine Halle gebaut. In ihr sind jetzt die Flugzeuge bestens untergebracht. Foto re

Manfred Schneider, seit 2008 Vorstand der Flugsportgruppe Unterwössen (FSGU), hat in der Mitgliederversammlung mit Stolz auf das abgelaufene Jahr zurückgeblickt. Für sie ist 2009 ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen: der Bau einer Halle.

Unterwössen - Die Flugsportgruppe hatte mehrere Jahre um die Baumöglichkeit einer eigenen Halle kämpfen müssen. Das war deshalb so schwer, weil der Segelflugplatz im Überschwemmungsgebiet der Tiroler Ache liegt und deshalb größte Auflagen für den Bau eines Gebäudes dort zu erfüllen sind. Alleine die Erschließung des Grundstücks, mit Hochwassergutachten und der darin verlangten Aufschüttung bei gleichzeitigem Abtrag der aufgeschütteten Menge an anderer Stelle, zusätzlich noch der vom Umweltamt verlangte Libellenteich haben der Flugsportgruppe alleine schon 45000 Euro gekostet, ohne dass noch irgendetwas von einer Halle zu sehen war.

Die Halle selbst wurde als Bausatz gekauft. Sie erfüllt als Stahlhalle die höchsten Anforderungen an die jetzt für Unterwössen gültigen Schneelasten.

Mit professioneller Hilfe von Fachfirmen, aber auch mit immenser zusätzlicher Eigenleistung in der Größenordnung von mehreren tausend Stunden errichtetet die Flugsportgruppe die Halle und versah sie mit einem elektrischen, automatisch öffnenden Tor. Auch die beiden Segelflugzeuge, die an die Hallendecke gehängt werden können, fahren elektrisch heraus und herunter. Ausgedacht und realisiert haben diese Konstruktion Andreas Eiseler, Otti Schulte, Rüdiger Ettelbrück und Thomas Beck, die der Vorstand jetzt in der Versammlung unter großem Beifall der Mitglieder lobte.

Trotz der enormen Eigenleistung wird es aber noch etliche Jahre dauern, bis die Hypothek abgetragen sein wird.

Für den Motorsegler "Dimona" war ein neuer Motor fällig, er hatte 1500 Stunden auf dem Buckel und musste getauscht werden. Mit der fachmännischen Hilfe von Jack Kneißl und Bert Denk von der Werkstatt in der Deutschen Alpensegelflugschule Unterwössen (DASSU) konnte auch diese Arbeit binnen zwei Tagen erledigt werden. Der neue Motor schnurrt wie ein Kätzchen und wird jetzt sogar 2000 Stunden halten, bis er sein Lebensende erreicht haben wird. Verglichen mit einem Automotor wären das ungefähr 160000 Kilometer.

Alle Flugzeuge der Flugsportgruppe wurden im Jahr 2009 sehr viel geflogen. Die "Dimona" war bis nach Kroatien unterwegs. Und das Leistungssegelflugzeug "LS 8" verbrachte 140 Stunden in der Luft und war dabei sogar über Südfrankreich zu beobachten. Besonders viel wurde der Superdoppelsitzer "DG 1000" bewegt, 230 Stunden, bei den Streckenfluglehrgängen der Deutschen Alpensegelflugschule und bei vielen großen Alpenstreckenflügen, auch bei Föhn in großer Höhe hinter Innsbruck.

Alles in allem hatte die Flugsportgruppe eine gute, unfallfreie Saison und natürlich hofft sie darauf, dass auch das Jahr 2010 wieder so gut verläuft und den Mitgliedern viele schöne Flüge über den traumhaften Bergen ermöglicht. Nachdem die Halle jetzt fertig ist, wird die Arbeit auch wieder mehr in den Hintergrund treten. Dafür werden die geselligen Veranstaltungen wieder mehr in den Vordergrund rücken. re

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