Der neue Bürgermeister von Reit im Winkl: Matthias Schlechter will an die nächste Generation denken

Matthias Schlechter von der CSU ist ab 1. Mai der neue Bürgermeister von Reit im Winkl

Es gab nur einen Bürgermeisterkandidaten bei der Kommunalwahl in Reit in Winkl, und den hatte die CSU aufgestellt: Der Christ-Soziale Matthias Schlechter zieht am 1. Mai mit einer Rückendeckung von 85,4 Prozent der Wählerstimmen als neues Gemeindeoberhaupt ins Rathaus ein. Das sind seine Ziele.

Von Sepp Hauser

Reit im Winkl – „Es muss unser Ziel sein, den Ort weiterzuentwickeln und für die folgenden Generationen zu gestalten “, ist die Motivation des 48-Jährigen, der mit der Chiemgau-Zeitung über seine Vorstellungen von seinem künftigen Amt sprach. „Mit viel Respekt und großer Freude“ werde er in seine erste Amtszeit gehen.

Er vermutet allerdings, dass der Start alles andere als ruhig werde: „Die Corona-Krise stellt uns vor Herausforderungen, deren Ausmaß noch nicht absehbar sind.“ Die Probleme, mit denen Reit im Winkl im Moment konfrontiert ist, könnten nicht dramatischer für die Gemeinde sein: „Unsere örtliche Wirtschaft, die in hohem Maß vom Tourismus abhängt, ist derzeit extrem eingeschränkt. Hotellerie, Privatvermieter, Gastronomie, die Einzelhändler vor Ort und andere wichtige Branchen werden auf eine harte Probe gestellt.

Bewährungsprobe mitten in der Krise

“Auch wenn staatliche Hilfen angeboten werden, sei es an der Zeit, auf Bundes- und Landesebene verantwortungsvolle Entscheidungen zur Lockerung zu geben, meint Schlechter. Er bewundert die Bevölkerung dafür, „dass sie die Maßnahmen so geduldig mitträgt.“

Für die kommende Amtszeit laufen schon die Vorbereitungen. Mehr als die Hälfte der Ratssitze ist neu besetzt, und nun wird die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderates vorbereitet.

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Schlechter sagt, er sei seinem Vorgänger im Amt, Sepp Heigenhauser von den Freien Wählern, dankbar, dass in den vergangenen Wochen viele Punkte besprochen und übergeben werden konnten.

Alte Themen für den neuen Rat

„Schließlich sind in Reit im Winkl mehrere große Baustellen für den Hochwasserschutz, laufende Bauleitplanungen sowie das „integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ ISEK bereits ins Laufen gebracht, sie werden auch noch den neuen Gemeinderat für eine längere Zeit beschäftigen“, weiß Schlechter.

Zusätzlich will er die Themen bezahlbarer Wohnraum, ÖPNV, das gemeindliche Hallenbad und andere mehr aktiv angehen. „Ich freue mich, wenn es nun losgeht und wir im neuen Gemeinderat die Arbeit beginnen können“, so Schlechter.

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„Die Mitarbeiter in der Verwaltung, Tourist-Info, Bauhof, Wasser- und Klärwerk sind alle sehr motiviert, als Neueinsteiger werde ich oft deren Unterstützung brauchen. Aber das geht vermutlich den meisten neu gewählten Bürgermeistern so.“

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