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Großes Interesse am "Priener Forum" der RoMed Klinik - Referenten betonen: Vorbeugung ist enorm wichtig

Neue Behandlungsmethoden für Diabetes vorgestellt

Prien - Die RoMed Klinik Prien veranstaltete bereits das 22. Priener Forum, eine ärztliche Fortbildungsveranstaltung. Thema war diesmal das große Gebiet der Diabetes mellitus - landläufig auch als Zuckerkrankheit bekannt. Sieben hochkarätige Referenten informierten über Behandlungsformen und die enorme Bedeutung der Vorbeugung.

Prävention ist für Professor Dr. Wolfgang Caselmann vom bayerischen Gesundheitsministerium das A und O. Laut seinen Angaben geht man davon aus, dass jedes dritte, im Jahr 2000 geborene Kind, im Laufe seines Lebens an Diabetes mellitus erkranken wird. "Fünf bis zehn Prozent des nationalen Gesundheitsbudgets werden für die Behandlung von Diabetes ausgegeben und gerade Komplikationen wie der ,diabetische Fuß' seien sehr kostenintensiv."

Professor Dr. Hans Hauner, Direktor des Else Kröner Fresenius Zentrums für Ernährungsmedizin in München, betonte die Bedeutung der richtigen Ernährung. Diätprodukte seien dabei nicht nötig, nur eine ausgewogene Zusammensetzung der Nährstoffe. Die so genannte Mittelmeerkost habe besser angeschlagen als eine fettarme Kost, so Hauner.

Professor Dr. Burkhard Göke, Direktor der Medizinischen Klinik II und ärztlicher Direktor des Klinikums Großhadern, befasste sich mit neuen medikamentösen Therapieformen. Der Gewinner des hoch angesehenen Werner-Creuzfeldt-Preises 2010 hat sehr entscheidend an der Grundlagenforschung und Entwicklung einer neuen Therapiemethode mitgewirkt. Die dabei verwendeten neuen Substanzen haben nach Angaben des Mediziners in klinischen Studien bewiesen, dass sie effektiv den Blutzucker bei Diabetikern kontrollieren und gleichzeitig eine Gewichtszunahme bei diesen Patienten vermeiden können.

Dr. Wolf-Rüdiger Klare, Leiter eines Diabetischen Fußzentrums in Radolfszell, berichtete über seine Erfahrungen und Professor Gunnar Tepe, Chefarzt der Abteilung für interventionelle und diagnostische Radiologie des RoMed Klinikums Rosenheim, präsentierte eigene Studien über so genannte minimal-invasive Therapieformen von arteriellen Verschlusskrankheiten an den unteren Extremitäten, ein häufiges Problem bei Diabetikern.

Ohne die ansonsten notwendigen Bypassoperationen könne mit diesen Techniken auch bei höhergradigen Verschlüssen eine ausreichende Blutversorgung wieder hergestellt werden.

Dr. Stefan Kommissari, Oberarzt an der Abteilung für Innere Medizin der RoMed Klinik Prien, stellte neue Daten zu der von ihm und Andreas Konrad entwickelten Behandlungsmethode des diabetischen Fußsyndroms vor. Mit der so genannten retrograd-venösen Perfusion könnten auch lange nicht abgeheilte Geschwüre zur Abheilung gebracht werden und so Amputationen verhindert werden, so Kommissari.

Nach einer angeregten Podiumsdiskussion, bei der auch Fragen aus dem Publikum beantwortet wurden, endete das Forum mit einem Vortrag von Wolfgang Nopper von der AOK in München. re

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