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Uneinigkeit über Provisorium für Fußgänger und Radfahrer

Neue Alzbrücke in Seeon-Seebruck: Baubeginn im Herbst

Während der Sanierung der Alzbrücke in Seebruck zwischen Herbst 2021 und Herbst 2022 errichtet das Staatliche Straßenbauamt Traunstein auf der Nordseite (Alzseite) eine Behelfsbrücke für Radfahrer und Fußgänger.
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Während der Sanierung der Alzbrücke in Seebruck zwischen Herbst 2021 und Herbst 2022 errichtet das Staatliche Straßenbauamt Traunstein auf der Nordseite (Alzseite) eine Behelfsbrücke für Radfahrer und Fußgänger.
  • VonGabi Rasch
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Die sanierungsbedürftige Alzbrücke in Seebruck wird im nächsten Jahr neu gebaut. Das ist Fakt. Diskussionspunkt in der Gemeinderatssitzung am Montag waren jedoch die Anschlusspunkte und die Platzierung einer rund drei Meter breiten Holzbehelfsbrücke am Nordufer während der Bauphase. Ein Beschluss war nicht zu treffen.

Seeon-Seebruck – Die sanierungsbedürftige Alzbrücke in Seebruck wird im nächsten Jahr neu gebaut. Das ist Fakt. Diskussionspunkt in der Gemeinderatssitzung am Montag waren jedoch die Anschlusspunkte und die Platzierung einer rund drei Meter breiten Holzbehelfsbrücke am Nordufer während der Bauphase. Ein Beschluss war nicht zu treffen.

Bürgermeister Martin Bartlweber (FWS) erklärte, dass das Staatliche Bauamt Traunstein für die Zeit der Brückensanierung einen provisorischen Holzsteg für Fußgänger und Radfahrer über die Alz errichten wird.

Querungshilfen für Fußgänger und Radfahrer

Zur Sanierung der Alzbrücke sagte er, dass „erfreulicherweise“ nach mehreren Gesprächen mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein erreicht worden sei, dass ein „gesicherter Gehweg“ an der Südseite und ein „gesicherter Radweg“ an der Nordseite der Alzbrücke gebaut wird. Dazu werde der Brückenkopf verbreitert.

Nachdem die Grundstücksverhandlungen auf der Südseite fehlgeschlagen sind, soll bereits die Holzbehelfsbrücke am Nordufer gebaut werden, um für die Radfahrer und Fußgänger während der Bauphase eine Verbindung zwischen dem Ost- und Westufer zu schaffen.

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Für Radfahrer und Fußgänger solle außerdem eine sichere Querung im Bereich der Kfz-Werkstatt und dem Hotel Wassermann ermöglicht werden. Bei der Abzweigung Römerstraße/Jakob-Weyerer-Platz sei eine Ampel geplant. Eine weitere sichere Querungshilfe sei auch auf der Traunsteiner Straße im Bereich Einfahrt zur Haushoferstraße oder weiter östlich vorgesehen.

Wie berichtet, hat die Gemeinde das Kobelka- und das Heistracherhaus gekauft. Laut Verwaltung sollten die desolaten Gebäude abgerissen werden. Damit ergäben sich neue Gestaltungsmöglichkeiten. Die Flächen könnten während der Bauphase als Baustellenplatz verwendet werden.

CSU hofft auf Geh- und Radweg an der Südseite

Die CSU plädierte dafür, nochmals Gespräche zu führen, um den Geh- und Radweg doch noch auf der Seeseite zu platzieren. Der Geh- und Radweg müsse schon jetzt als Behelfsbrücke auf der Südseite errichtet werden. „Es macht keinen Sinn, die Radfahrer auf die Nordseite und dann wieder auf die Südseite zu schicken“, betonte etwa Michael Regnauer (CSU).

Durch die Ampel entstehe eine Stop-and-Go-Situation, die er nicht für glücklich halte. Regnauer warnte davor: „Mit dieser Lösung zementieren wir uns die nächsten Jahrzehnte ein. Daxenberger erinnerte daran, dass eine „große Lösung“ etwa eine Umfahrung, mit Sicherheit noch 20 bis 30 Jahre dauern werde. Deshalb sei es wichtig, jetzt eine beste Lösung für Seebruck zu finden.

Toni Mayer von den Grünen sprach von einem „Top-Ergebnis.“ Mit Ampel und Querungshilfe sei für die Radfahrer und Fußgänger ein sicherer Schutz gewährleistet. Martha Gruber (FW) mahnte: „Wir sollten froh sein, dass das Staatliche Bauamt die Kosten für die Behelfsbrücke übernimmt.“

„Bis vor einem Jahr hatten wir für die Radlfahrer gar nix“, erklärte die dritte Bürgermeisterin Christine Kosanovic (FWGS). Entgegen der Aussage Daxenbergers sei sie nicht der Meinung, dass sich die Gemeinde vom Staatlichen Bauamt hat abspeisen lassen. „Ich finde die Lösung vorausdenkend“, so Kosanovic.

„Radfahrer nicht als Bremser auf die Straße schicken“

Auch Alfred Fiedler (FWS) fand die Planung schlüssig, wie er sagte. In seiner Eigenschaft als Polizist habe er sich die neue Verkehrsplanung mehrfach ins Gedächtnis gerufen und sei zu der Erkenntnis gelangt, dass eine Ampel eine gute Alternative sei. Die Radfahrer als „Bremser“ auf die Staatsstraße zu schicken, halte er für lebensgefährlich. Entgegen der Kritiker sei er nicht der Ansicht, dass die Verwaltung tatenlos gewesen sei und sie ein Lob verdiene.

Persönlicher Vortrag vom Bauamt gefordert

„Die Zusage, dass das Staatliche Bauamt die Planung dem Gemeinderat persönlich vorstellt, ist längst überfällig“, bemängelte Regnauer. Er und seine Fraktionskollegen forderten auch eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung. „Wir brauchen die beste Lösung für den Ort. Wichtig ist, was wir wollen und nicht was das Staatliche Bauamt möchte“, so Sepp Daxenberger (CSU).

Im Herbst gehen die Arbeiten los:

Bürgermeister Martin Bartlweber (FWS) will sich jetzt um einen Termin mit Vertretern des Staatlichen Bauamtes bemühen, um die Planungen mit dem Gemeinderat nochmals abzusprechen. „Ich werde versuchen, die Vertreter der Behörden herzubringen, um Spezialfragen zu klären.“ Zum Bauablauf teilte Bartlweber mit, dass voraussichtlich im kommenden Herbst mit den Vorarbeiten für die Brückensanierung begonnen wird.

Nach einer so genannten Vorschüttung in der Alz auf der Westseite (Graben) wird Anfang nächsten Jahres im Osten mit einem Kran der Brückenüberbau demontiert und abgefahren. Der Neubau der Brücke soll bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein.

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